Motorrad - 6 Motorrad Sportreifen Testsieger

6 Motorrad Sportreifen im Test-Vergleich von Motorrad

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07/2025 - Motorrad

Reifentest 2025: Was wurde genau geprüft?

Getestet wurden aktuelle Sport- und Hypersportreifen in den Größen 120/70 ZR 17 vorn und 190/55 ZR 17 hinten – montiert auf einer BMW S 1000 RR. Das Testprogramm umfasste Landstraße, Nässe und Rennstrecke auf dem Goodyear/Dunlop-Prüfgelände bei Montpellier. Auf der Straße fuhr die S 1000 RR mit 2,5/2,9 bar (v/h), auf der Rennstrecke kam je Reifen die vom Hersteller empfohlene Druckabsenkung zum Einsatz.

Sportreifen 2025: Worin liegen Stärken und Zielgruppe?

Sportreifen müssen Alltag, Nässe, Stabilität und Haltbarkeit zusammenbringen. Genau das gelingt der aktuellen Generation auf hohem Niveau: sehr frühe Rückmeldung und Kaltgrip, neutrales Einlenken, transparenter Grenzbereich. Wer überwiegend Landstraße fährt und auch mal in Regen gerät, liegt mit Sportreifen praktisch immer richtig.

Hypersportreifen 2025: Wofür sind sie gemacht – und wo liegen Grenzen?

Hypersportreifen priorisieren Trockenhaftung und Rundenzeit. Sie brauchen mehr Temperatur, fühlen sich in der Aufwärmphase kühler Bedingungen verhalten an und verlieren bei Nässe spürbar Vertrauen. Wer regelmäßig auf die Rennstrecke geht, profitiert; für reinen Straßenbetrieb sind Sportreifen meist die bessere Wahl.

Landstraße: Welche Reifen überzeugten am meisten?

Auf der Hausstrecke setzten sich die jüngsten Sportreifen an die Spitze. Der Dunlop Sportsmart MK 4 fährt sich äußerst handlich und agil, der Bridgestone S23 punktet mit sehr starker Haftung in Schräglage und wenig Aufstellmoment. Beide liefern bereits nach wenigen Kurven ein sehr klares Gefühl. Der Metzeler M9 RR und der Pirelli Diablo Rosso IV bleiben dicht dran und gefallen mit Stabilität und sauberer Rückmeldung. Hypersport-Pneus benötigen länger zum „Aufwachen“; alltagsrelevante Vorteile gegenüber den Sportreifen zeigen sie auf der Landstraße nicht.

Nässe: Welche Kandidaten geben am meisten Vertrauen?

Im Regen liefern die Sportreifen die überzeugendste Vorstellung. Dunlop Sportsmart MK 4 und Bridgestone S23 teilen sich die Spitze mit kurzer Bremsstrecke, hoher Kurvengeschwindigkeit und breitem, gutmütigem Grenzbereich. Der Michelin Power 6 und der Metzeler M9 RR folgen eng. Bei den Hypersportlern sticht der Michelin Power GP2 als positive Ausnahme hervor; insgesamt fehlt den hypersportlichen Gummis aber Temperatur und damit Gripfenster im Regen.

Rennstrecke: Wo fallen die Rundenzeiten?

Wenn es um Zeiten geht, ziehen Hypersportreifen davon. Der Pirelli Supercorsa SP V4 markiert die Benchmark und distanziert den Continental SportAttack 4 (Sportreifen) um mehrere Sekunden pro Runde. Bemerkenswert: Der „Best-Ager“ Metzeler M9 RR fährt bei den Sportreifen die schnellste Track-Zeit und kratzt an Hypersport-Niveau. Dunlop Sportsmart MK 4 und Bridgestone S23 bleiben auch hier schlüssig fahrbar, erreichen aber erwartungsgemäß nicht die Top-Heißgrip-Reserven der reinrassigen Track-Gummis.

Modellüberblick: Welche Profile fielen besonders auf?

Der Dunlop Sportsmart MK 4 holt den Gesamtsieg über alle Kapitel dank Balance aus Handlichkeit, Rückmeldung und starker Nässe-Performance. Der Bridgestone S23 ist auf der Landstraße und im Regen ein Referenzpunkt. Der Metzeler M9 RR überzeugt mit hoher Präzision und der schnellsten Sportreifen-Rundenzeit. Der Pirelli Diablo Rosso IV sammelt konstant Punkte mit sattem Grip und Stabilität. Der Michelin Power 6 ist auf der Landstraße sehr stark, zeigt auf der Rennstrecke hinten etwas weniger Stabilität. Bei den Hypersportlern glänzen Pirelli Supercorsa SP V4 mit Top-Zeit und Michelin Power GP2 als Nässe-Ausnahme. Der Continental SportAttack 4 wirkt spürbar am Ende seines Zyklus, vor allem im Regen.

Praxis-Tipp: Welcher Reifentyp passt zu welchem Einsatz?

Für überwiegende Straßennutzung – auch bei wechselhaftem Wetter – sind Sportreifen erste Wahl, weil sie schnell Vertrauen aufbauen und bei Nässe deutlich überlegen sind. Wer gelegentlich Trackdays fährt, findet in modernen Sportreifen ausreichend Reserven; regelmäßige Zeitenjagd belohnt die Hypersport-Fraktion, verlangt aber warmgefahrene Bedingungen und Kompromisse bei Kälte und Regen.

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