Foto Magazin - 4 Weitwinkelobjektive für das Vollformat Testsieger

4 Weitwinkelobjektive für das Vollformat im Test-Vergleich von Foto Magazin

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09/2023 - Foto Magazin

Inhaltsverzeichnis

Weitwinkel-Festbrennweiten im Fokus: Ein Blick auf den BAS-Digital-Test von fotoMagazin

Weitwinkel-Festbrennweiten sind ein essenzielles Werkzeug für jeden Fotografen, der weitläufige Landschaften, beeindruckende Architektur oder dynamische Straßenfotografie festhalten möchte. Sie ermöglichen eine einzigartige Perspektive, die viel vom Umfeld einfängt und somit Geschichten in einem Bild erzählen kann. Doch wie unterscheiden sich die aktuellen Modelle auf dem Markt in Bezug auf ihre Leistung? Das fotoMagazin hat vier prominente Vertreter dieser Kategorie unter die Lupe genommen.

Die Testkandidaten und ihre Einzigartigkeiten

Vier verschiedene Weitwinkel-Festbrennweiten traten im BAS-Digital-Test von fotoMagazin gegeneinander an. Jedes dieser Objektive, speziell für Vollformatkameras konzipiert, brilliert mit individuellen Stärken:

  • Canon RF 1,8/24 mm Macro IS STM: Überrascht mit einem großen Abbildungsmaßstab von 1:2 und ermöglicht detaillierte Nahaufnahmen mit einem beträchtlichen Bildwinkel von 84 Grad. Die Lichtstärke von f/1,8 und der 5-Stufen-Bildstabilisator sorgen für qualitativ hochwertige Aufnahmen, selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen.
  • Nikon Nikkor Z 2,8/26 mm: Dieses extrem schlanke Pancake-Objektiv ist ein Leichtgewicht und bietet trotz kleinerer Abmessungen gute optische Leistungen. Ein All-Element-Focusing-System ermöglicht eine präzise Scharfstellung, indem alle Linsenelemente bewegt werden.
  • Panasonic Lumix S 1,8/18 mm: Mit einem Bildwinkel von 100 Grad fängt dieses Objektiv die weiteste Perspektive im Testfeld ein. Es beeindruckt durch seine hohe Lichtstärke und ermöglicht die Wahl zwischen einer linearen und nicht-linearen Fokussierung.
  • Sigma 2/24 mm DG DN Contemporary: Dieses „Schwermetall“-Objektiv zeigt sich mit einer soliden Fassung und einem exzellenten Auflösungsvermögen. Besonders hervorzuheben ist der drittelstufig rastende Blendenring und der magnetische Frontdeckel, der allerdings seine Tücken hat.

Die Testmethodik des fotoMagazins

Der „BAS-Digital-Test“ des fotoMagazins prüft die Objektive auf Herz und Nieren. Dabei fließen die ermittelten Mittelwerte der Testergebnisse mit den am meisten verwendeten Digitalkameras in die Bewertung ein. Im Fokus stehen hierbei:

  • Gesamtwirkungsgrad: Hier wird die Auflösungsleistung über das gesamte Bildfeld in den ersten fünf Blendenstufen gemessen. Werte über 75 % gelten als sehr gut, und alles über 85 % als hervorragend.
  • Randabdunklung: Die Messung erfolgt bei Offenblende und um zwei Stufen abgeblendet, wobei ein gleichmäßiger Lichtverlust von der Bildmitte zum Rand angestrebt wird.
  • Verzeichnung: Dieser Parameter ist insbesondere bei Weitwinkelobjektiven von Bedeutung und beschreibt die Abweichung der Abbildung von der Realität, die durch tonnen- oder kissenförmige Verzeichnungen entstehen kann.
  • Leistungsprofil: Dieser Teil des Tests bewertet die Endnoten in den Kategorien Optik und Mechanik in Prozent.

Die Testergebnisse im Überblick

Das Canon RF 1,8/24 mm Macro IS STM punktete mit der besten Optikleistung im Testfeld, dank einer beeindruckenden Auflösung und erfolgreicher digitaler Korrektur der Verzeichnung. Das Nikon Nikkor Z 2,8/26 mm erwies sich trotz seiner kompakten Bauweise als solide Option, mit durchweg guten Auflösungswerten und einer effektiven, wenn auch nicht abschaltbaren, Kamerakorrektur der Verzeichnung. Das Panasonic Lumix S 1,8/18 mm offenbarte mittlere Auflösungswerte zu Beginn, die sich jedoch deutlich steigerten, wenn man zwei Blendenstufen abblendet. Ein kleiner Wermutstropfen war die unnatürlich wirkende Überkorrektur der Randabdunklung. Das Sigma 2/24 mm DG DN Contemporary zeigte sich als starkes Objektiv mit sehr guten bis ausgezeichneten Auflösungswerten, obwohl die extrem tonnenförmige Verzeichnung die Optikwertung erheblich beeinträchtigte.

Fazit: Digital korrigiert siegt

In diesem Test stellte sich heraus, dass die automatische digitale Verzeichnungskorrektur ein entscheidender Faktor für hohe Punktzahlen in der Kategorie Verzeichnung war. Besonders das Sigma hätte hier wohl mit einer solchen Korrektur die Bestnote erreicht. Dennoch gilt für alle getesteten Objektive: ihre individuellen Stärken können in der Praxis überzeugen und liefern beeindruckende Ergebnisse, wenn man weiß, wie man sie richtig einsetzt.

Abschlussgedanken zu Weitwinkel-Festbrennweiten

Die Weitwinkel-Festbrennweiten haben die Fotowelt revolutioniert, indem sie Fotografen erlauben, ausdrucksstarke und dynamische Aufnahmen zu erstellen. Sie sind besonders nützlich in der Landschafts- und Architekturfotografie, da sie ein breiteres Sichtfeld bieten und somit mehr von der Szenerie einfangen können. Die Wahl der richtigen Weitwinkel-Festbrennweite hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Art der Fotografie, die man verfolgt, und die spezifischen Anforderungen an die Objektivleistung. Es ist daher ratsam, vor dem Kauf eine gründliche Recherche durchzuführen und sich über die verschiedenen verfügbaren Optionen zu informieren. Insgesamt ist der Weitwinkel-Festbrennweiten-Test von fotoMagazin ein wertvolles Instrument für Fotografen, die auf der Suche nach dem besten Equipment für ihre Arbeit sind. Es bietet eine detaillierte Analyse der Leistungsfähigkeit jedes Objekt

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