Foto Magazin - Kompaktes Vollformat Testsieger

Kompaktes Vollformat im Test-Vergleich von Foto Magazin

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12/2025 - Foto Magazin

Ist Sonys RX1R III der erhoffte Neustart der Kompakt-Vollformatserie?

Nach zehn Jahren Pause bringt Sony mit der RX1R III ein neues Modell der Kompaktkamera-Reihe auf den Markt. Während andere Hersteller wie Fujifilm, Leica und Ricoh den Markt für hochwertige Kompaktkameras mit großem Sensor zuletzt aktiv bespielt haben, meldet sich Sony mit einem Update zurück – allerdings mit bewährtem Objektiv und einem hochauflösenden neuen Sensor.

Das Gehäuse ist wie gehabt aus Magnesium gefertigt, kompakt, aber ohne Wetterschutz. Auffällig ist der neu gestaltete, fix verbaute elektronische Sucher, der statt ausfahrbar nun deutlich sichtbar vom Gehäuse absteht. Er löst mit 2,36 Megapixeln auf – wie beim Vorgänger –, fällt jedoch kleiner aus. Auch auf einen kippbaren Monitor wurde verzichtet; das neue Display ist nun starr, bietet aber eine deutlich höhere Auflösung.

Wie gut ist die Bildqualität trotz des alten Objektivs?

Das Herzstück der Kamera ist der 61-Megapixel-Vollformatsensor, bekannt aus Sonys Alpha-Serie. Er bietet hohe Auflösung und erlaubt durch Sensor-Cropping zwei zusätzliche Brennweiten: 50 mm (29 MP) und 70 mm (15 MP) – bei voller Qualität im Raw-Format. Allerdings stößt das zehn Jahre alte Zeiss 35mm f/2-Objektiv nun an seine Grenzen: Die Auflösung in der Bildmitte ist sehr gut, fällt an den Rändern jedoch deutlich ab – selbst bei optimaler Blende. Eine sichtbar tonnenförmige Verzeichnung wurde im Test gemessen, da die Korrektur in der Werkseinstellung deaktiviert ist.

Im hohen ISO-Bereich zeigt die Kamera gute Rauschwerte, die erst ab ISO 12.800 kritisch werden. Der Dynamikumfang und die Texturschärfe bleiben bis ISO 800 sehr hoch. Dennoch: Im Vergleich zur Konkurrenz, insbesondere zur Fujifilm GFX100RF oder Leicas Q-Serie, bleibt die Bildqualität der RX1R III insgesamt leicht zurück, besonders bei Randdetails.

Wie alltagstauglich ist die Kamera in Praxis und Bedienung?

Die RX1R III zeigt sich in der Praxis funktional, aber eingeschränkt. Der Autofokus ist schnell, präzise und KI-gestützt – hier liefert Sony das beste Gesamtpaket im Test. Menschen, Tiere, Fahrzeuge und weitere Motive werden zuverlässig erkannt und verfolgt. Das AF-Messfeld lässt sich per Touchscreen verschieben, auch im Sucherbetrieb.

Was fehlt, sind einige Ausstattungsmerkmale, die in dieser Preisklasse (ca. 4.900 Euro) mittlerweile erwartet werden: kein interner Bildstabilisator, keine Mehrfachbelichtungen, kein Raw-Konverter in der Kamera. Die Serienbildgeschwindigkeit liegt bei 5 Bildern pro Sekunde mit AF-C – solide, aber nicht spektakulär. Die Akkulaufzeit fällt mit ca. 300 Aufnahmen gering aus.

Für wen lohnt sich der Umstieg auf die RX1R III wirklich?

Die RX1R III ist eine Kamera für Puristen, die kompakte Bauweise und hohe Auflösung in einem festen Brennweitenkonzept schätzen. Wer jedoch moderne Komfortfunktionen, mehr Flexibilität oder bessere Videoleistung erwartet, findet bei Leica oder Fujifilm derzeit ausgereiftere Alternativen. Insbesondere die Leica Q3 bietet ein klappbares Display, besseren Sucher, Bildstabilisator und bis zu 8K-Video – allerdings zu einem nochmals höheren Preis.

Auch wenn Sony mit dem neuen Sensor punkten kann, wirkt die Kamera insgesamt nicht konsequent genug modernisiert. Der AF ist klar auf dem aktuellen Stand, doch das Gesamtkonzept hätte von einem neuen Objektiv und mehr Detailpflege profitiert.

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