CT Magazin - 4 Tablets mit farbigem E-Ink-Bildschirm und Stift Testsieger
4 Tablets mit farbigem E-Ink-Bildschirm und Stift im Test-Vergleich von CT Magazin
In diesem Vergleich wurden getestet:
03/2025 - CT Magazin
Inhaltsverzeichnis
Was bringen farbige E-Ink-Tablets mit Stift?
E-Ink-Tablets mit Stift kombinieren das augenschonende, papierähnliche Lesen und Schreiben mit den Vorzügen eines digitalen Geräts. Dank semibunter Bildschirme in Kaleido-Technik oder dem reMarkable-Gallery-3-Display sehen Bücher, PDFs und Magazinseiten plastischer aus, als man das von dunklen Graustufen-Displays gewohnt ist. Vier aktuelle Modelle – das Android-Tablet Onyx Boox Note Air4 C, das PocketBook Color Note, das reMarkable Paper Pro und der Tolino Vision Color-Reader mit Schreibfunktion – haben wir getestet.
Welche Displays glänzen in Farbe, welche in Komfort?
Kaleido-3-Screens (Boox, PocketBook, Tolino) mischen Farbfilter über das klassisch monochrome E-Ink und zeigen bis zu 4096 Farben. Das reMarkable nutzt stattdessen seine abgespeckte Gallery-3-Technik und liefert höhere Farbbrillanz und Schärfe (229 dpi) – perfekt für Fotos und farbige Diagramme. Alle Geräte sind hintergrundbeleuchtet, bleiben aber augenfreundlich flimmerfrei. Mono-Inhalte wirken auf den matten E-Ink-Displays fast wie gedruckt.
Wie schreibt und markiert es sich auf den Tablets?
Boox und PocketBook liefern passive Digitizer-Stifte mit, die auf rauer Folie oder angerauter Scheibe angenehm rutschfest gleiten. reMarkable ist mit geräuschoptimierter Kohlenstoffspitze und magnetischer Ladehülle das papierähnlichste Gerät. Der Tolino erfordert einen optionalen aktiven Stift mit harter Spitze, was weniger natürlich schreibt. Handschrift wird bei drei Geräten in brauchbaren maschinenlesbaren Text konvertiert, nur PocketBook liefert das Update dazu erst noch.
Wer braucht Offenheit, wer braucht Ruhe?
Boox Note Air4 C und PocketBook Color Note basieren auf Android und lassen sich per Play Store mit beliebigen Notiz-, Reader- und sogar Büro-Apps ausstatten. Das reMarkable Paper Pro setzt stattdessen auf ein schlankes, eigenes OS: kein Ablenkungs-App-Store, dafür eine perfekt auf die Arbeit mit PDF, Epub und Notizen zugeschnittene Umgebung und automatische Synchronisation via Cloud. Der Tolino Vision Color bleibt primär ein E-Book-Reader, ergänzt um Stifteingaben und Handschrifterkennung, und punktet als leichtes Gerät für unterwegs.
Ist der Preis gerechtfertigt?
E-Ink-Tablets sind kein Schnäppchen: 200 Euro kostet allein der kleinste Reader, 550 bis 650 Euro die größeren Schreib- und Allzweck-Tablets. Entscheidend ist, wer was damit macht:
- Bücher und ab und zu Notizen: Tolino Vision Color (ab 199 €)
- Vielseitigkeit mit Apps: Boox Note Air4 C (550 €)
- Schnelle Notizen & perfekte Cloud-Sync: reMarkable Paper Pro (650 €)
- E-Book-Reader und Stift kombiniert: PocketBook Color Note (599 €, Handschrifterkennung folgt per Update)