CT Magazin - 6 Sechs Powerbanks für 18650-Akkus Testsieger

6 Sechs Powerbanks für 18650-Akkus im Test-Vergleich von CT Magazin

In diesem Vergleich wurden getestet:

CT Magazin

18/2025 - CT Magazin

Warum überhaupt Powerbanks zum Selbstbestücken?

Weil herkömmliche Powerbanks meist verklebt oder verschweißt sind und beim ersten Defekt komplett im Müll landen. Die c’t-Redaktion um Andrijan Möcker hat deshalb sechs Gehäuse getestet, die sich wie eine Fernbedienung öffnen und mit 18650-Akkus bestücken lassen. Schrauben rein, Zellen einsetzen, fertig – und bei Defekt lässt sich Akku oder Elektronik getrennt tauschen. Das schont Rohstoffe und erleichtert die sortenreine Entsorgung.

Wie funktioniert das Prinzip mit 18650-Zellen?

Die Zellen werden parallel in Federkontaktfächer gesetzt; gelötet oder geschweißt wird nichts. Jede Powerbank sieht die Summe aller Zellen wie „einen“ großen Akku. Das ist simpel und verbreitet – setzt aber voraus, dass die Zellen zueinander passen. c’t empfiehlt Kapazität und Innenwiderstand zu prüfen, idealerweise mit einem günstigen 18650-Tester, und die Bestückung regelmäßig zu sichten.

Welche Größen und Anschlüsse sind sinnvoll?

Vom leichten Tagesbegleiter mit fünf Slots bis zum 32-Zellen-„Koffer“ war im c’t-Test alles dabei. USB-C gehörte immer dazu, teils mit Power Delivery bis 18 Watt, dazu je nach Modell USB-A, Micro-USB und seltener Lightning nur zum Laden der Powerbank. Sehr große Gehäuse liefern viel Energie, brauchen aber lange zum Laden und sind schwer – für Fluggepäck gelten zudem Wattstunden-Grenzen.

Wie effizient arbeiten die Wandler wirklich?

Entscheidend ist, wie viel der gespeicherten Energie als nutzbarer Strom am Ausgang ankommt. In den Messungen der c’t lagen gute Gehäuse bei 5 Volt um 90 bis 95 Prozent Effizienz und bei 9/12 Volt meist um 80 Prozent. Schwächere Platinen verlieren deutlich mehr als ein Drittel als Wärme, was sich bei höheren Spannungen bemerkbar macht. Die einfachste 5-Volt-Variante punktete mit hoher Effizienz, dafür ohne Schnellladen.

Gibt es typische Schwächen, auf die man achten sollte?

Ja. Ladestandsanzeigen sind oft ungenau und zeigen selbst am Ende noch „halbvoll“. Einige Modelle brechen bei 12-Volt-Last früh in der Spannung ein oder schalten in hohen Profilen kurz vor Entladeschluss ab, obwohl 5 Volt stabil laufen. Das ist nicht gefährlich, aber in der Praxis lästig. Positiv: Alle geprüften Geräte luden bis 4,2 Volt und schalteten spätestens um 3,0 bis 3,1 Volt ab – das schont die Zellen.

Sind gebrauchte Zellen eine gute Idee?

Das hat c’t ausprobiert: Gut geprüfte Marken-Zellen können sich lohnen und liefern nahe Neuwerten. Wichtig ist die Auswahl homogener Zellen und die regelmäßige Kontrolle. Mischen von stark unterschiedlichen Kapazitäten oder hohen Innenwiderständen kann zu Ungleichheiten führen, im schlimmsten Fall zu Ausfall einzelner Zellen. Wer Hitzeentwicklung oder Gehäuseverzug ignoriert, handelt fahrlässig.

Wie sieht es mit Haftung und Verantwortung aus?

Weil Gehäuse und Zellen getrennt beschafft werden, ist die Haftung diffus. Plattformhändler treten selten als verantwortliche Inverkehrbringer auf, und der „gefährliche“ Teil – die Zelle – stammt vom Nutzer. Die c’t-Redaktion weist daher auf Eigenverantwortung hin: Sorgfältige Auswahl, dokumentierte Tests und regelmäßige Checks reduzieren Risiken und Streitfragen erheblich.

Was ist die praktische Quintessenz aus dem c’t-Test?

Reparierbare Powerbanks mit 18650-Zellen sind eine brauchbare Alternative zu Wegwerf-Packs, wenn man Pflege und Kontrolle akzeptiert. Wer PD-Schnellladen braucht, greift zu den besser gewandelten Modellen mittlerer Größe. Wer vor allem Effizienz bei 5 Volt möchte, fährt mit einfachen Varianten gut. Und wer maximalen Vorrat will, sollte Gewicht, Ladezeit und Handhabung ehrlich gegen den Mehrnutzen abwägen – genau dazu liefert der Test von Andrijan Möcker in c’t belastbare Messungen.