Computer Bild - 8 Funkmäuse ab 30 Euro Testsieger
8 Funkmäuse ab 30 Euro im Test-Vergleich von Computer Bild
15/2025 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
- Braucht man für komfortables Arbeiten wirklich eine Funkmaus oberhalb von 30 Euro?
- Was unterscheidet die Premium-Klasse bei der Verbindungstechnik?
- Akkus, Gesten, Tasten – wo sieht man den Aufpreis im Alltag?
- Spielt die Gehäuseform eine wichtigere Rolle als technische Daten?
- Kann eine teure Maus auch beim Stromsparen glänzen?
- Welches Modell empfiehlt Computer Bild für welche Nutzer?
Braucht man für komfortables Arbeiten wirklich eine Funkmaus oberhalb von 30 Euro?
Nach dem Vergleich der günstigen Modelle hat Computer Bild nun auch acht kabellose Mäuse in der Preisklasse darüber untersucht. Testautor Sven Schulz wollte wissen, ob der Aufpreis tatsächlich in spürbaren Mehrwert mündet – von intelligenter Funktechnik bis zu besserer Ergonomie.
Was unterscheidet die Premium-Klasse bei der Verbindungstechnik?
Während Einsteigermäuse oft nur einen 2,4-Gigahertz-Dongle oder einfaches Bluetooth bieten, funken fast alle teureren Kandidaten parallel auf beiden Wegen. Sven Schulz hebt besonders Logitechs Doppelstrategie hervor: Bei der MX Master 3S und der M650 L liegt zusätzlich der „Bolt“-Empfänger bei, falls im Großraumbüro zu viele Bluetooth-Signale querfunken. Im Computer Bild-Labor erwiesen sich beide Mäuse aber schon per Bluetooth als völlig störungsfrei, sodass viele Nutzer den Extra-Dongle gleich im Karton lassen können.
Akkus, Gesten, Tasten – wo sieht man den Aufpreis im Alltag?
Sieben der acht Testgeräte tragen einen USB-C-Ladeanschluss statt AA-Batterien. So kann man weiterarbeiten, während der Akku Saft zieht – ein Komfort, den Sven Schulz im Dauertest schnell zu schätzen lernte, zumal Windows den Reststrom zuverlässig meldete (einzige Ausnahme: Trust Ozaa+). Außerdem bringen Premiummäuse oft seitliche Gestentasten, ein frei dreh- und arretierbares Scrollrad sowie eine DPI-Umschaltung, die fließend statt stufenweise arbeitet. Besonders bei der MX Master 3S zeigte sich, wie exakt sich der Zeiger an verschiedene Monitore anpasst, ohne dass man am Rad drehen muss.
Spielt die Gehäuseform eine wichtigere Rolle als technische Daten?
Im Praxisteil der Computer Bild-Studie fiel auf, wie stark Größe und Haltung den Arbeitskomfort beeinflussen. Die voluminöse MX Master 3S mit ausladender Daumenauflage fühlte sich nach acht Stunden noch angenehm an, war für kleine Hände jedoch fast zu mächtig. Logitech kontert hier mit der M650, die es in separaten Rechts-, Links- und XL-Varianten gibt. Vertikal-Optionen wie Acers Lift (ebenfalls > 30 Euro) entlasten das Handgelenk spürbar, erfordern aber etwas Eingewöhnung. Sven Schulz rät deswegen, vor dem Kauf kurz Probezugreifen – ein 80-Euro-Gerät soll schließlich nicht zur Notlösung in der Schreibtischschublade werden.
Kann eine teure Maus auch beim Stromsparen glänzen?
Ja – allein der Wechsel vom Einweg-AA-Batteriepaar zu einem eingebauten Lithium-Pack sorgt laut Messprotokoll von Computer Bild für Jahreseinsparungen. Alle Premium-Testkandidaten schafften im Schnitt sechs bis acht Wochen Dauerbetrieb, bevor sie für zwei Stunden ans Ladekabel mussten. Die Trust Ozaa+ lag mit rund fünf Wochen etwas darunter – vermutlich ein Tribut an ihre besonders hellen Status-LEDs.
Welches Modell empfiehlt Computer Bild für welche Nutzer?
Der Test sieht die Logitech MX Master 3S als Referenz: beste Ergonomie, cleveres Rad, umfangreiche Software-Makros. Budgetbewusste erhalten mit der Logitech M650 fast dieselben Vorzüge ab 35 Euro, allerdings ohne frei drehendes MagSpeed-Rad. Wer Wert auf leise Klicks und mehrere Funkprofile legt, findet in der Trust Ozaa+ eine solide Alternative. Bei vertikaler Haltung überzeugte der Acer Lift all jene, deren Handgelenk bereits gereizt war.