Computer Bild - 2 neue eBook-Reader von Onyx und PocketBook Testsieger
2 neue eBook-Reader von Onyx und PocketBook im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
14/2025 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
Sind Einsteiger mit dem PocketBook Verse Lite gut bedient?
COMPUTER BILD-Tester Rainer Schuldt hat sich den 99-Euro-Reader genau angesehen. Sein Urteil: Für das tägliche Schmökern reicht das Sechs-Zoll-Display trotz der nur 212 ppi aus, weil die E-Ink-Carta-Technik sauber ausleuchtet und flink umblättert. Linux als Betriebssystem bringt ungewöhnlich viele vorinstallierte Apps mit – vom RSS-Reader bis zum kleinen Spiel –, zudem liest das Gerät nahezu jedes E-Book-Format und versteht die öffentliche Onleihe. Weniger überzeugend ist das Fehlen jeglicher Audiofunktionen; wer Hörbücher oder Text-to-Speech erwartet, muss zu einem größeren Modell greifen. COMPUTER BILD lobt die intuitive Bedienung, merkt aber an, dass Display und Gehäuse leichter verkratzen als bei teureren Geschwistern.
Lohnt sich der Aufpreis für den Onyx Boox Go 7?
Mit rund 250 Euro positioniert sich der Boox Go 7 klar über dem PocketBook – doch COMPUTER BILD bescheinigt ihm auch ein klares Plus an Möglichkeiten. Android 13 öffnet den Google Play Store, sodass sich zusätzliche Lese- oder Notiz-Apps nachrüsten lassen; dank Achtkern-CPU und 4 GB RAM blättert der Sieben-Zöller fast so flott wie ein Tablet. Das E-Ink-Carta-1300-Panel liefert 300 ppi und mischt Kalt- und Warmweiß stufenlos, was in jeder Umgebung kontrastreiche, augenfreundliche Seiten ergibt. Ein Stylus wird separat verkauft, doch bereits ohne Stift punktet der eBook-Reader mit zwei Seitentasten für komfortables Umblättern. Anders als beim Verse Lite ist Audio hier integriert: Ein kleiner Lautsprecher liest vor, Bluetooth koppelt Kopfhörer an – ideal für Pendler, so Rainer Schuldt im Testbericht.
Wie schlägt sich der günstigere Kandidat im direkten Vergleich?
Im Lesefluss liegt der Verse Lite kaum zurück, solange man sich mit der leicht weicheren Schrift abfindet. Auch Akkulaufzeit und Bediengeschwindigkeit gehen für den Preis völlig in Ordnung. Fehlt allerdings die Hörbuch-Option oder wächst der Wunsch nach größerem Speicher, gerät der 8-GB-Einsteiger schnell an Grenzen. Hier trumpft der Boox Go 7 mit 64 GB internem Flash und microSD-Slot auf. Im Gegenzug wirkt Android auf E-Ink nicht immer ideal: Bewegungsreiche Apps oder Spiele machen wenig Freude, und wer nur Bücher liest, zahlt für Funktionen, die er nie nutzt.
Welche Empfehlung gibt COMPUTER BILD letztlich?
Für reine Leseratten, die wenig ausgeben und viele Formate öffnen möchten, bleibt das PocketBook Verse Lite die vernünftige Wahl – COMPUTER BILD vergibt eine solide 2,3. Wer hingegen viel Speicher, Stylus-Option, Audiowiedergabe und den vollen Play-Store-Zugriff schätzt, findet im Onyx Boox Go 7 das ausgewogenere Gesamtpaket; seine Testnote 1,6 spiegelt diesen Komfort wider. Damit liefert derselbe Test von COMPUTER BILD die passende Antwort für Sparfüchse wie für anspruchsvolle Vielleser.