Computer Bild - 4 USB-C-Netzteile unter 100 Watt Testsieger

4 USB-C-Netzteile unter 100 Watt im Test-Vergleich von Computer Bild

Computer Bild

14/2025 - Computer Bild

Welches Mini-Netzteil überzeugt im Alltag?

Im Test von Computer Bild standen vier handliche Ladeblöcke mit nominell 65 bis 67 Watt Gesamtleistung. Alle setzen auf GaN-Technik, bieten wenigstens zwei USB-C-Ports und sollen Smartphone, Tablet und Ultrabook zugleich versorgen. Doch wie groß sind die Unterschiede wirklich?

Verbatim GaN Charger 65 W – der Rundum-Sorglos-Kandidat

Mit fest integriertem USB-C-Schnellladekabel, Leistungsanzeige am Gehäuse und beigelegten Reiseadaptern punktet das Verbatim sofort beim Auspacken. Im Labor bestätigte sich der Komfort: Selbst wenn drei Geräte hängen, bleiben am Hauptport bis zu 45 Watt – also genug für aktuelle iPads oder kompakte Notebooks. Die gemessenen 67 Watt Gesamtleistung sowie ein flottes PPS-Profil (Programmable Power Supply) brachten dem nur 118 Gramm leichten Netzteil die Bestnote „sehr gut (1,1)“. Einziger Bauchschmerz ist seine Würfelform von 5 × 6,5 × 5 cm, die Mehrfachsteckdosen manchmal blockiert.

Anykon HNT-T6550 – viel Leistung, wenig Schnickschnack

Wer auf Extras verzichten kann, spart beim Anykon: Für 33 Euro liefert der 71 Gramm leichte Quader ebenfalls bis zu 67 Watt, davon 45 Watt bei Doppelbelegung. Ein beiliegendes USB-C-Kabel erleichtert den Start, doch auf Display, Reiseadapter oder festes Kabel verzichtet Anykon. Im Test zählte vor allem die konstante Leistung, weshalb die Note „sehr gut (1,2)“ nur knapp hinter Verbatim rangiert. Optik und Haptik wirken einfacher, dafür passt der nur 2,9 cm schmale Stecker in fast jede Leiste.

Ugreen Nexode Pro X755 – klein, schön, aber ohne Zubehör

Ugreens Kandidat ist der kompakteste im Feld: 4,0 × 3,3 × 5,5 cm bei 81 Gramm. Er liefert 65 Watt Gesamtleistung, behält unter Volllast jedoch maximal 45 Watt an einem Port. Gehäusequalität und feste Klappstecker überzeugten, allerdings fehlt jegliches Zubehör. Im Alltag lud das Netzteil ein MacBook Air, ein Smartphone und eine Uhr ohne Murren, bekam wegen der minimalen Abwärme viel Sympathie, landete aber mit „sehr gut (1,4)“ hinter den beiden Erstplatzierten – Abzüge gab es für die knappere Leistungsspanne.

Belkin USB-C Wall Charger 67 W – solide, aber mit Protokoll-Lücken

Belkin setzt als Einziger auf drei USB-C-Ports und verzichtet vollständig auf USB-A. Die gemessenen 67 Watt erreicht er problemlos, verteilt sie jedoch nicht ganz so flexibel: Unter Volllast fallen an jeder Buchse höchstens 45 Watt an. Zudem fehlen einige proprietäre Schnelllade­protokolle (Samsung AFC/SFC, Huawei FCP/SCP), was in der Praxis vor allem Nutzer exotischer Android-Modelle betrifft. Mit 78 Gramm bleibt das Gerät dennoch mobilfreundlich. Die Endnote „gut (1,7)“ spiegelt eine tadellose Basis wider, aber eben ohne das gewisse Extra.

Fazit: Welches Lade­päckchen passt zu wem?

  • Verbatim 65 W ist der komfortabelste Allrounder – ideal für Vielreisende, die Adapter und Anzeige schätzen.
  • Anykon T6550 liefert nahezu gleiche Technik zum kleineren Preis und passt in jede Steckdose.
  • Ugreen X755 richtet sich an Minimalisten, denen Gehäusegröße wichtiger ist als Zubehör.
  • Belkin 67 W überzeugt mit drei USB-C-Ports, lohnt sich aber vor allem für Nutzer reiner Power-Delivery-Geräte.

Im Kern zeigt der Test, dass schon die 65-Watt-Klasse heute genug Reserven für das mobile Ökosystem bietet – vorausgesetzt, das Netzteil beherrscht Power Delivery 3.0 mit PPS und verteilt die Leistung intelligent. Wer Extras wie Display, Reiseadapter oder festes Kabel wünscht, greift zum Verbatim; wer nur Lade­leistung zum kleinen Kurs sucht, wird beim Anykon fündig.

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