Computer Bild - 3 Balkonkraftwerk-Stromspeicher Testsieger

3 Balkonkraftwerk-Stromspeicher im Test-Vergleich von Computer Bild

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13/2025 - Computer Bild

Wie sinnvoll sind Speicherlösungen für Balkonkraftwerke?

Die Idee ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Kleine Solaranlagen auf dem Balkon, im Garten oder auf dem Dach produzieren tagsüber Sonnenstrom, der über einen Wechselrichter direkt ins Hausnetz eingespeist wird. Doch was passiert mit der Energie, wenn niemand zu Hause ist, um sie zu nutzen? Genau hier kommen Speicherlösungen ins Spiel. Die Zeitschrift Computer Bild hat in ihrer Ausgabe 13/2025 drei Batteriesysteme getestet, die überschüssigen Solarstrom zwischenlagern und so den Eigenverbrauch erhöhen sollen. Der Test zeigt: Die Systeme funktionieren – aber mit Einschränkungen.

Warum überhaupt speichern?

Ein zentrales Problem von Balkonkraftwerken besteht darin, dass der erzeugte Strom sofort verbraucht werden muss. Wer tagsüber nicht viel Strom benötigt, etwa weil niemand zu Hause ist, verschenkt den Überschuss praktisch an den Netzbetreiber. Ein Speicher hilft, diese Energie für später aufzuheben – zum Beispiel für den Fernsehabend oder den Betrieb der Waschmaschine am Abend. Das erhöht den Eigenverbrauchsanteil und senkt langfristig die Stromkosten. Doch Speicher sind teuer, brauchen Platz und müssen effizient arbeiten. Zudem muss ihre Steuerung gut auf das System abgestimmt sein, sonst entstehen technische Verluste oder ein ungewollter Rückfluss ins Netz. All das wurde von Computer Bild unter realistischen Bedingungen getestet.

Wie wurde getestet?

Die Redaktion nutzte professionelle Testbedingungen und prüfte, wie viel Strom sich tagsüber tatsächlich in den Speicher laden und später abrufen lässt. Neben der Energiebilanz spielte auch die Alltagstauglichkeit eine Rolle: Wie einfach ist die Einrichtung? Wie zuverlässig ist die App? Funktioniert die Notstromversorgung bei einem Netzausfall? Und wie gut harmoniert das Gesamtsystem mit einem bestehenden Balkonkraftwerk? Besonders praxisnah: Getestet wurde unter verschiedenen Wetterbedingungen und mit Blick auf typische Haushaltsnutzung – also kein reiner Labortest, sondern ein realitätsnaher Härtetest.

Was leistet moderne Speichertechnik heute?

Drei Speicherlösungen standen im Fokus: Modelle von EcoFlow, Growatt und SunLit. Alle drei überzeugten mit einem Speichervolumen von rund zwei Kilowattstunden, was für den Abendbedarf eines Zwei-Personen-Haushalts oft ausreicht. Unterschiede zeigten sich vor allem in der Bedienung, der Datenaufbereitung und der Erweiterbarkeit. EcoFlow lieferte mit seiner App die übersichtlichste und funktionsreichste Lösung – inklusive Smart-Home-Integration. Growatt punktete durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und flexible Erweiterungsmöglichkeiten. Das System von SunLit überzeugte vor allem durch hohe Einspeiseleistung und einfache Bedienbarkeit. Im Gesamtergebnis schnitt der EcoFlow-Speicher als Testsieger ab. Er überzeugte nicht nur durch eine starke technische Performance, sondern auch durch durchdachte Zusatzfunktionen wie eine Notstromversorgung. Damit lässt sich auch im Fall eines Stromausfalls etwa ein Kühlschrank weiter betreiben. Computer Bild lobt insbesondere die durchdachte Systemintegration und die App-Steuerung.

Welche Hürden gibt es noch?

Trotz der positiven Bilanz gibt es auch Herausforderungen. So ist der Aufbau eines Speichersystems technisch komplexer als der eines reinen Balkonkraftwerks. Zudem sind Speicher aktuell noch relativ teuer, was sich erst nach vielen Jahren Nutzung durch geringere Stromkosten amortisiert. Für Haushalte mit hohem Tagesstromverbrauch – etwa durch Heimarbeit oder viele elektrische Geräte – lohnen sich Speicher schneller. Auch die rechtliche Lage ist noch nicht abschließend geklärt: Während Balkonkraftwerke mit bis zu 800 Watt Einspeiseleistung inzwischen klar geregelt sind, fehlt für Speichersysteme oft noch eine eindeutige Normung. Das betrifft vor allem die Frage, wie sich Speicher ins Hausnetz einspeisen lassen und wie dabei Sicherheit und Netzstabilität gewährleistet werden können.

Für wen lohnt sich ein Speicher?

Laut Computer Bild profitieren vor allem Nutzer, die tagsüber wenig Strom verbrauchen und möglichst viel der Solarenergie selbst nutzen wollen. Wer zudem Wert auf ein autarkes System legt – etwa im Fall von Netzausfällen –, ist mit einem Speichersystem gut beraten. Voraussetzung ist allerdings, dass man bereit ist, sich mit der Technik auseinanderzusetzen und den teils hohen Einstiegspreis zu tragen. Für den Einstieg empfiehlt sich daher ein System mit guter App-Unterstützung, solider Dokumentation und optionaler Erweiterbarkeit – Punkte, in denen insbesondere EcoFlow und Growatt gut abschnitten.

Fazit: Reif für die Steckdose – mit Bedacht

Der Test von Computer Bild zeigt: Speicherlösungen für Balkonkraftwerke sind technisch ausgereift und können sinnvoll sein – vorausgesetzt, man setzt sie gezielt ein. Die getesteten Systeme funktionieren zuverlässig und lassen sich teils sogar in Smart-Home-Umgebungen einbinden. Doch sie sind kein Muss für jedes Balkonkraftwerk. Wer das Maximum aus seiner Solaranlage holen will und bereit ist, etwas mehr Geld zu investieren, für den sind sie eine lohnende Ergänzung. Wer hingegen primär tagsüber Strom verbraucht, kommt auch gut ohne Speicher aus. Der Markt für Balkonkraftwerke wächst – und mit ihm das Angebot an Speichermöglichkeiten. Tests wie jener von Computer Bild helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen und die Systeme zu finden, die nicht nur technisch überzeugen, sondern auch im Alltag bestehen.

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