Computer Bild - 8 Sofortbildkameras Testsieger

8 Sofortbildkameras im Test-Vergleich von Computer Bild

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07/2025 - Computer Bild

Sofortbildkameras im Test: Zwischen Retro-Charme, Hightech und Spielereien

Der Reiz, ein frisch aufgenommenes Foto direkt in der Hand zu halten, hat auch im Jahr 2025 nichts von seiner Faszination verloren. Während Smartphone-Fotografie das Alltagsbild bestimmt, feiern Sofortbildkameras als kreative Alternative ihr Comeback – nicht zuletzt, weil sie zur bewussteren Fotografie einladen. Computer BILD hat acht Modelle von Fujifilm, Polaroid, Kodak, Lomography und Easypix getestet. Das Ergebnis: Zwischen High-End und Kinderkamera ist alles vertreten.

Wie unterscheiden sich die Modelle grundsätzlich?

Ein Blick ins Testfeld zeigt eine enorme Bandbreite. Vom stylischen Instax Wide Evo mit App-Anbindung und zahlreichen Filtern bis zur ultraleichten Easypix InstantFun, die für gerade einmal 50 Euro zu haben ist – die Geräte bedienen sehr unterschiedliche Zielgruppen. Gewicht, Bedienkomfort und Bildqualität variieren deutlich. Die schwersten Geräte wie die Lomography Instant Wide bringen über 700 Gramm auf die Waage, während Kodak und Easypix Kameras unter 220 Gramm anbieten.

Welche Technik steckt dahinter – analog oder digital?

Je nach Modell kommen verschiedene Technologien zum Einsatz. Instax-Filme von Fujifilm basieren auf einem chemischen Entwicklungsprozess, Kodak setzt auf Thermosublimation, während Easypix auf günstiges Thermopapier druckt. Letzteres ist besonders kostengünstig (ab 4 Cent pro Bild), bietet allerdings nur Schwarz-Weiß-Ausdrucke mit begrenzter Qualität. Polaroid wiederum bleibt dem Retro-Stil treu und liefert den ikonischen Bildlook – inklusive der typischen Farbverfälschungen bei schwierigen Lichtverhältnissen.

Was leisten die Kameras bei der Bildqualität?

Spitzenreiter ist laut COMPUTER BILD die Instax Wide Evo, deren Ausdrucke sowohl bei Tageslicht als auch unter Kunstlicht überzeugen. Farben sind kräftig, Details klar, der Ausdruck wirkt insgesamt hochwertig. Auch andere Instax-Modelle wie die mini 12 oder Wide 400 schneiden solide ab. Kodak Mini Shot 3 zeigt bei Tageslicht ordentliche Ergebnisse, versagt jedoch im Dunkeln durch Überbelichtung.

Die beiden günstigsten Modelle – Easypix InstantFun und Kodak Memo Shot Era – liefern aufgrund ihrer Drucktechnik nur eingeschränkte Qualität. Besonders bei wenig Licht sind die Bilder kaum zu gebrauchen. Bei Tageslicht erzielen sie jedoch immerhin unterhaltsame und mitunter künstlerisch wirkende Ergebnisse.

Wie einfach ist die Bedienung?

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Fujifilm bietet mit seinen Kameras eine intuitive Handhabung, einfache Menüs und bei der Evo sogar App-Support mit Kreativfunktionen. Auch Polaroid Now+ Gen3 bietet viele Modi, allerdings nur über die App – direkt an der Kamera ist vieles wenig intuitiv. Kodak-Modelle wie die Memo Shot Era leiden unter träger Bedienung und teils fummeliger Ersteinrichtung. Easypix punktet mit schneller Einsatzbereitschaft, versagt aber bei der Ergonomie – insbesondere durch das billig wirkende Gehäuse.

Welche Features gibt es für Kreative?

Hier setzt die Instax Wide Evo Maßstäbe. Sie kombiniert zehn Objektiv- mit zehn Film-Effekten, die sich frei kombinieren lassen. Auch Kodak bietet per App einfache Filter. Lomography bleibt analog: Farbfolien vor dem Blitz und eine aufsteckbare Weitwinkeloptik sorgen für kreativen Retro-Charme. Easypix überrascht mit Multimedia-Extras – darunter ein Musik-Player, Videofunktion und sogar Spieleklassiker wie „Snake“. Ob das sinnvoll oder eher kurios ist, bleibt Geschmackssache.

Und wie sieht es mit den Druckkosten aus?

Auch hier gibt es deutliche Unterschiede. Polaroid verlangt rund 2 Euro pro Bild, Fujifilm Instax etwa 90 bis 95 Cent, Kodak mit Thermodruck ca. 39 Cent. Mit Abstand am günstigsten druckt Easypix – hier kostet ein Ausdruck lediglich 4 Cent. Allerdings spiegelt sich der Preis auch in der Bildqualität wider.

Sind die Kameras mit dem Smartphone nutzbar?

Nicht alle – aber einige. Instax Wide Evo, Kodak Mini Shot 3 und Polaroid Now+ lassen sich mit dem Handy koppeln. Besonders Kodak bietet mit der Memo-App Fernsteuerung und hochwertigere Ausdrucke direkt vom Smartphone. Wer also moderne Digitaltechnik mit dem Charme analoger Fotos verbinden will, ist hier gut aufgehoben.

Fazit: Welche Sofortbildkamera passt zu wem?

Testsieger wird die Instax Wide Evo – sie vereint Bildqualität, Bedienkomfort, kreative Features und Smartphone-Konnektivität. Kodak Mini Shot 3 überzeugt mit soliden Ergebnissen bei Tageslicht und attraktiven Kosten. Easypix InstantFun ist Preis-Leistungs-Sieger – ideal für Kinder oder Schnäppchenjäger, die keine hohen Ansprüche an Bildqualität haben. Wer Nostalgie pur will, greift zur Lomography Instant Wide.

Polaroid Now+ bleibt stilistisch einzigartig, muss aber mit Bildfehlern und hohem Preis leben. Die Instax mini 12 ist ein guter Kompromiss für Einsteiger.

Die Redaktion von COMPUTER BILD zieht ein positives Fazit:

„Ein Bild aufnehmen und sofort in der Hand halten – das macht auch 2025 mächtig Laune! Die teils hohen Fotopreise allerdings weniger.“

Sofortbildfotografie lebt – nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer Unvollkommenheit. Wer ein bewussteres Fotografiererlebnis sucht, liegt mit diesen Kameras genau richtig.

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