Computer Bild - 5 Solar-Powerbanks Testsieger

5 Solar-Powerbanks im Test-Vergleich von Computer Bild

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17/2024 - Computer Bild

Testbericht zu Solar-Powerbanks: Wie effizient ist das Laden mit Sonnenenergie?

In der heutigen Welt, in der Mobilität und Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle spielen, bieten Solar-Powerbanks eine praktische Lösung für unterwegs. Mit der Fähigkeit, Sonnenenergie in Strom umzuwandeln, versprechen sie, leere Smartphone-Akkus auch abseits von Steckdosen wieder aufzuladen. Doch wie effektiv sind diese Geräte tatsächlich? COMPUTER BILD hat fünf Solar-Powerbanks getestet, um herauszufinden, ob sie halten, was sie versprechen.

Bauweise und Solarmodulgröße

Die getesteten Solar-Powerbanks lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Geräte mit einem kleinen, fest integrierten Solarmodul auf der Rückseite und solche mit ausklappbaren Modulen, die eine größere Fläche zur Sonnenenergieaufnahme bieten. Die Modelle mit einem ausklappbaren Solarmodul – wie die Sandberg 4-Panel Powerbank 25000 und die Revolt PB-90.S – erreichten im Test eine maximale Leistung von bis zu 8 Watt. Im Vergleich dazu bieten Geräte wie die Boompods Neutron Solar Powerbank oder die Voltcraft SL-80 nur etwa 1 Watt Leistung, da ihre Solarmodule deutlich kleiner sind.

Solarladeleistung: Theoretische Werte und Praxis

Die theoretischen Werte einer Solar-Powerbank klingen vielversprechend. Ein 1-Watt-Modul könnte in 12 Stunden direkter Sonneneinstrahlung bis zu 12 Wattstunden (Wh) erzeugen. Ein Smartphone benötigt jedoch ungefähr 22 Wh, um vollständig aufgeladen zu werden. In der Praxis schnitten die Geräte jedoch deutlich schlechter ab. Im Test konnte keines der Modelle an einem sonnigen Tag genug Energie sammeln, um ein Smartphone vollständig aufzuladen.

Die besten Ergebnisse erzielte die Sandberg 4-Panel Powerbank 25000, die nach einem Tag in der Sonne 12,6 Wh generierte – gerade genug, um rund die Hälfte eines Smartphone-Akkus zu füllen. Die Revolt PB-90.S erreichte 9,2 Wh, während die Modelle mit festem Solarmodul nur enttäuschende 1 bis 5,3 Wh lieferten. Besonders schlecht schnitten hier die Boompods Neutron Solar Powerbank und die Voltcraft SL-80 ab, die kaum genug Energie für ein halbes Smartphone-Ladegerät sammeln konnten.

Ladegeschwindigkeit über das Stromnetz

Da die Solarmodule bei den meisten Geräten nicht ausreichen, um einen Smartphone-Akku vollständig zu laden, ist es ratsam, die Powerbank vor dem Ausflug über das Stromnetz aufzuladen. In den Tests zeigten sich auch hier deutliche Unterschiede in der Ladegeschwindigkeit. Am schnellsten war die XLayer Powerbank Plus Solar 15000 mAh, die in gut vier Stunden vollständig geladen war. Die Boompods Neutron und Voltcraft SL-80 benötigten etwa fünfeinhalb Stunden, während die Sandberg 4-Panel Powerbank aufgrund ihrer höheren Kapazität knapp sieben Stunden brauchte. Am längsten dauerte das Aufladen der Revolt PB-90.S mit acht Stunden.

Ein relevanter Faktor für die Ladegeschwindigkeit ist die Ladeleistung pro Wattstunde. Hier war die Sandberg 4-Panel Powerbank mit fünf Minuten pro Wattstunde am schnellsten, gefolgt von Revolt mit neun Minuten. Die anderen Modelle brauchten mehr als zehn Minuten pro Wattstunde, was zeigt, dass auch hier Effizienzunterschiede bestehen.

Kapazität und reale Nutzbarkeit

Die Kapazität einer Powerbank wird meist in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Allerdings zeigt sich, dass die tatsächliche nutzbare Kapazität oft deutlich von den Herstellerangaben abweicht. Im Test lag die Revolt PB-90.S mit einer Abweichung von 14 % zur versprochenen Kapazität noch im akzeptablen Bereich. Auch die Modelle von Sandberg, Boompods und Voltcraft wichen mit etwa 16 % von den Herstellerangaben ab. Die XLayer Powerbank Plus Solar 15000 mAh enttäuschte jedoch besonders stark – nur 6215 mAh, also weniger als die Hälfte der angegebenen Kapazität, waren tatsächlich nutzbar.

Anschlüsse und Designqualität

Bei der Wahl einer Powerbank spielen auch die verfügbaren Anschlüsse und die Qualität des Designs eine wichtige Rolle. Moderne Geräte wie die Sandberg 4-Panel Powerbank und die Revolt PB-90.S bieten USB-C-Anschlüsse, während andere Modelle wie Voltcraft und XLayer auf veraltete Micro-USB-Anschlüsse setzen. Alle getesteten Geräte bieten zudem mehrere USB-A-Ausgänge, um verschiedene Geräte gleichzeitig zu laden.

In puncto Design konnte die Sandberg 4-Panel Powerbank dank ihrer hochwertigen Verarbeitung und der Stoffverkleidung um das Solarmodul überzeugen. Das Modell von Revolt wirkte hingegen weniger robust, mit einer wackeligen Kunststoffrückseite. Auch bei der Boompods Neutron Solar Powerbank gab es Kritik an der Staubanfälligkeit der Gummibeschichtung. Die Voltcraft SL-80 fiel durch große Spaltmaße negativ auf, was auf eine eher minderwertige Verarbeitung hindeutet.

Gewicht und Handhabung

Solar-Powerbanks sollen in erster Linie unterwegs praktisch sein, weshalb das Gewicht und die Handhabung ebenfalls entscheidend sind. Das schwerste Modell im Test, die Sandberg 4-Panel Powerbank, wiegt knapp 900 Gramm, während die leichteste Powerbank von Voltcraft nur gut 200 Gramm auf die Waage bringt. Je größer die Kapazität, desto schwerer ist das Gerät, was sich bei längeren Ausflügen als Nachteil erweisen kann. In Sachen Benutzerfreundlichkeit boten alle getesteten Modelle ähnliche Funktionen: vier LED-Leuchten zur Anzeige des Ladestands sowie eine zusätzliche LED, die den Betrieb des Solarmoduls signalisiert.

Fazit: Solarmodul – nützlich oder nur Dekoration?

Der Test von COMPUTER BILD zeigt, dass viele Solar-Powerbanks mit festem Modul eher enttäuschen. In der Praxis ist es fast unmöglich, ein Smartphone allein durch Solarenergie aufzuladen, es sei denn, man greift zu einer Powerbank mit ausklappbarem Modul. Hier bieten Modelle wie die Sandberg 4-Panel Powerbank und die Revolt PB-90.S die besten Ergebnisse, obwohl auch diese Geräte nicht in der Lage sind, ein Smartphone an einem einzigen sonnigen Tag vollständig zu laden. Wer eine verlässliche Powerbank für längere Ausflüge sucht, sollte sie vor der Reise vollständig über das Stromnetz aufladen.

Die Wahl des richtigen Modells hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Wer Wert auf hohe Kapazität und schnelles Laden legt, ist mit der Sandberg 4-Panel Powerbank gut beraten. Für preisbewusste Nutzer bietet die Revolt PB-90.S eine gute Alternative, obwohl sie in puncto Verarbeitungsqualität nicht ganz mithalten kann. Geräte mit nur einem kleinen Solarmodul, wie die Modelle von Voltcraft, Boompods und XLayer, enttäuschen sowohl bei der Solar- als auch bei der Ladeleistung.

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