Computer Bild - 4 Soundbars ohne Surround-Boxen Testsieger

4 Soundbars ohne Surround-Boxen im Test-Vergleich von Computer Bild

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23/2025 - Computer Bild

Lohnt sich eine Soundbar ohne Surround-Boxen?

Nicht jeder möchte sein Wohnzimmer mit zusätzlichen Lautsprechern ausstatten – sei es aus Platzgründen, wegen des Aufwands oder schlicht aus ästhetischen Gründen. Genau hier kommen Soundbars ohne externe Surround-Boxen ins Spiel. COMPUTER BILD hat vier aktuelle Modelle getestet, die auf Zusatzlautsprecher verzichten und dennoch kräftigen Heimkino-Klang versprechen. Doch wie gut gelingt das in der Praxis?

Reicht eine einzelne Soundbar für 3D-Klang?

Die beste Nachricht zuerst: Ja, unter den getesteten Geräten liefert mindestens eine Soundbar ein fast vollständiges Heimkino-Erlebnis – auch ohne Raumklangboxen. Besonders überzeugt hat im Test die Samsung QS710GF. Sie schafft es, Dolby Atmos-Effekte hörbar zu machen, indem sie den Klang über gezielt platzierte Lautsprecher an Decke und Wände reflektiert. Dadurch entsteht ein deutlich erweiterter Klangraum – ohne dass zusätzliche Lautsprecher aufgestellt werden müssen. Und selbst bei höherer Lautstärke blieb der Klang stabil und sauber. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Technik hörbar verbessert.

Aber auch die JBL Bar 500MK2 konnte im Test mit kräftigem Bass und gutem Grundklang punkten. Zwar fehlt ihr die ausgeprägte Höhenstaffelung, wie sie die Samsung-Bar mit ihren nach oben gerichteten Treibern erreicht. Dennoch liefert sie solides Heimkino-Audio mit wuchtigem Sound – besonders bei Actionfilmen. Allerdings wird der Klang bei höheren Lautstärken etwas blechern, gerade im Hochtonbereich.

Wie klingen kompakte Modelle mit Subwoofer?

Die Teufel Cinebar 11 2.1 zeigt, dass es auch günstiger geht. Mit einem besonders flachen Subwoofer, der sich unauffällig im Raum platzieren lässt, liefert sie solide Ergebnisse – vor allem im Tieftonbereich. Der Klang ist angenehm druckvoll, nur Stimmen wirken etwas unnatürlich. Virtueller Raumklang ist vorhanden, allerdings nicht vergleichbar mit echtem 3D-Sound. Dafür punktet die Cinebar mit einfacher Bedienung und allen wichtigen Anschlüssen – eine Lösung für alle, die ohne App oder Zusatzfunktionen auskommen möchten.

Ganz anders präsentiert sich die Marshall Heston 120. Das Design erinnert an Gitarrenverstärker des Herstellers – stilecht mit Drehreglern und ganz in Schwarz gehalten. Im Test überzeugte sie vor allem mit einem ausgewogenen, musikalischen Klangbild. Für Filmton bietet sie zwar ausreichend Druck, kann aber nicht ganz mit der Raumfülle der anderen Kandidaten mithalten. Auch fehlt ein Subwoofer im Lieferumfang – dieser kann nur separat erworben werden. Wer ihn weglässt, muss auf Tiefbass verzichten. Punkten kann die Marshall-Bar dagegen mit besonders vielen unterstützten Musikdiensten und einem klar strukturierten Bedienkonzept.

Wie steht es um Anschlussmöglichkeiten und Bedienung?

Alle getesteten Soundbars verfügen über einen HDMI-eARC-Anschluss – der wichtigste Standard, wenn es um die Übertragung von Mehrkanalton geht. Zusätzliche HDMI-Eingänge bieten die Möglichkeit, weitere Geräte wie Blu-ray-Player oder Streamingboxen direkt anzuschließen. Die Samsung QS710GF und die Teufel Cinebar 11 setzen außerdem auf praktische Fernbedienungen und einfache Menüführung.

Im Gegensatz dazu setzt Marshall stärker auf App-Steuerung – inklusive Nutzerkonto. Ob das notwendig ist, bleibt Geschmackssache, denn auch ohne App funktioniert der Betrieb weitgehend problemlos. Bei der JBL Bar 500MK2 wiederum braucht es die App für die Einrichtung – auch, weil die Soundbar selbst kein echtes Display hat, sondern nur mit LEDs arbeitet.

Alle vier Modelle unterstützen zudem kabelloses Musikstreaming über Bluetooth und WLAN. Internetradio, Spotify, Apple AirPlay und Chromecast sind bei JBL, Marshall und Samsung mit an Bord. Die Teufel-Soundbar beschränkt sich auf Bluetooth – was für einfache Nutzung reicht, aber eben auch keine Multiroom-Optionen bietet.

Welche Soundbar ohne Surround-Boxen ist die richtige?

Im Test wurde deutlich, dass Soundbars auch ohne externe Lautsprecher ein starkes Upgrade für den TV-Ton darstellen können – wenn das Modell passt. Die Samsung QS710GF zeigte sich als besonders ausgewogen und vielseitig. Sie ist einfach zu bedienen, liefert echten 3D-Klang und bleibt auch bei hohen Pegeln stabil. Wer wenig Platz hat und trotzdem raumfüllenden Ton möchte, wird hier fündig.

Für Nutzer mit Fokus auf satten Bass und einfache Installation ist die Teufel Cinebar 11 2.1 eine attraktive Lösung – insbesondere dank ihres platzsparenden Subwoofers. Klanglich etwas rustikaler, aber mit viel Druck: JBL Bar 500MK2. Und für Musikfans, die Wert auf Design und Stil legen, ist die Marshall Heston 120 eine interessante Alternative – mit Abstrichen beim Heimkino-Feeling.

Ein Surround-System ersetzen diese Modelle nicht vollständig. Aber sie zeigen, wie viel Klang heute auch ohne Zusatzboxen möglich ist.

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