selbst ist der Mann - 7 Multifunktionswerkzeuge Testsieger
7 Multifunktionswerkzeuge im Test-Vergleich von selbst ist der Mann
01/2026 - selbst ist der Mann
Inhaltsverzeichnis
Multitools im Test: Welche Oszillationswerkzeuge überzeugen?
Sägen, schleifen, schaben – Multitools sind echte Alleskönner für Heimwerker. Doch welche Modelle halten, was sie versprechen? „Selbst ist der Mann“ hat in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland sieben Akku-Oszillationswerkzeuge geprüft. Im Fokus: Leistung, Handhabung, Sicherheit und Vielseitigkeit.
Was macht Oszillationswerkzeuge so besonders?
Die Technik basiert auf schnellen Pendelbewegungen mit kleinem Winkel. Der Vorteil: präzises Arbeiten, auch in schwer zugänglichen Bereichen. Ursprünglich als medizinisches Werkzeug erfunden, ist das Oszillationsprinzip heute im Heimwerkerbereich weit verbreitet – vor allem dank der Marke Fein, die den Begriff „Multimaster“ geprägt hat.
Welche Geräte wurden getestet?
Im Vergleich standen Modelle von Makita, Fein, Einhell, Bosch, Ryobi, Worx und Stanley. Die Preise reichten von rund 130 bis über 660 Euro – je nach Ausstattung mit Akku, Ladegerät und Zubehör.
Wer hat die Nase vorn?
Testsieger ist Makita, dicht gefolgt von Fein. Beide Geräte überzeugten mit starker Leistung, hochwertiger Verarbeitung und komfortabler Bedienung. Makita bietet zudem viel Zubehör und punktet mit sehr guter Balance. Fein glänzt durch exzellente Staubabsaugung, allerdings ohne Arbeitslicht.
Einhell sicherte sich die Preis-Leistungs-Empfehlung: Das Gerät kostet deutlich weniger, arbeitet solide und ist Starlock-kompatibel – allerdings nur mit optionalem Zubehör zur Staubabsaugung.
Wie wurde getestet?
Der Praxistest umfasste typische Anwendungen wie das Schneiden von Holz, Metall oder Türzargen, das Schleifen von Kanten sowie das Fräsen von Fugen und Kleberesten. Bewertet wurden:
- Handhabung (z. B. Werkzeugwechsel, Ergonomie)
- Vibration und Lautstärke
- Zubehör und Kompatibilität
- Sicherheitsfunktionen (z. B. Anlaufschutz)
- Staubabsaugung
Alle getesteten Geräte verfügen über werkzeuglosen Wechsel der Vorsätze. Unterschiede gab es jedoch bei der Werkzeugaufnahme. Die Starlock-Aufnahme, wie bei Makita, Fein und Bosch, bietet die beste Kraftübertragung und Zubehörvielfalt.
Worauf kommt es bei der Auswahl an?
Neben Leistung und Komfort ist die Kompatibilität entscheidend. Geräte mit Starlock- oder Starlock Max-Aufnahme sind am flexibelsten. Bei Stanley oder Worx gab es im Test hingegen Probleme mit der festen Werkzeugaufnahme – das kann zu unsauberem Arbeiten oder sogar zum Lösen der Vorsätze führen. Auch die Staubabsaugung sollte nicht unterschätzt werden: Nur Makita, Fein und Stanley liefern passende Adapter direkt mit. Bei anderen Geräten ist das Zubehör optional – oder gar nicht verfügbar. Dabei kann Schleifstaub gesundheitlich belastend sein.
Was sind die Schwächen?
Die größten Kritikpunkte betrafen:
- Fehlende Staubabsaugung (z. B. Ryobi, Worx)
- Laute Arbeitsgeräusche – Gehörschutz wird empfohlen
- Kompatibilitätsprobleme bei der Werkzeugaufnahme (insbesondere bei Stanley)
- Schwankende Drehzahlen und mögliche Verschleißanzeichen bei einzelnen Geräten (z. B. Stanley)
Das richtige Gerät hängt vom Bedarf ab
Wer regelmäßig mit verschiedenen Materialien arbeitet, sollte auf Qualität, Ausstattung und Werkzeug-Kompatibilität achten. Der Test zeigt: Gute Multitools kosten mehr – bieten dafür aber auch mehr. Wer nur gelegentlich damit arbeitet, findet mit dem Modell von Einhell ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Egal ob Profi oder Gelegenheitsnutzer: Ohne passende Schutzkleidung – vor allem Gehör- und Augenschutz – geht beim Oszillieren nichts.