Rennrad Radsportmagazin - 7 Pedale fürs Rennrad Testsieger
7 Pedale fürs Rennrad im Test-Vergleich von Rennrad Radsportmagazin
In diesem Vergleich wurden getestet:
08/2026 - Rennrad Radsportmagazin
Inhaltsverzeichnis
Wie unterscheiden sich die sieben Rennrad-Pedalsysteme?
RennRad hat sieben Pedalsysteme von Ekoi, Shimano, SQlab, Time, Look, Wahoo/Speedplay und Q36.5/SRM miteinander verglichen. Preislich reicht das Testfeld von unter 200 bis über 500 Euro. Die meisten Modelle arbeiten nach dem klassischen Klickprinzip mit Cleat und Federmechanismus. Time verwendet ein vorgespanntes Blattfedersystem, während Wahoo Speedplay mit beidseitigem Einstieg und einem in der Cleat sitzenden Schließmechanismus einen anderen Ansatz verfolgt. Neben Preis und Gewicht spielen vor allem Auflagefläche und Pedal-Stack eine Rolle. Ein geringer Abstand zwischen Pedalachse und Schuhsohle soll eine direkte Kraftübertragung unterstützen.
Welche Rolle spielen Float und Q-Faktor?
Für die individuelle Anpassung ist der Float entscheidend: Er beschreibt, wie weit sich der Fuß im eingerasteten Zustand drehen kann. Während viele Hersteller unterschiedliche Cleats für verschiedene Bewegungsfreiheiten anbieten, lässt sich der Float bei Wahoo Speedplay laut Test stufenlos zwischen null und 15 Grad einstellen. Auch der Q-Faktor beziehungsweise die seitliche Fußposition gewinnt an Bedeutung. SQlab bietet sein Modell 512 beispielsweise mit vier unterschiedlichen Q-Faktoren an. Ebenso wichtig ist die korrekte Cleat-Position. Als Ausgangspunkt sollte das Großzehengrundgelenk ungefähr auf Höhe der Pedalachse liegen; Längsposition und Winkel können anschließend individuell angepasst werden.
Worauf kommt es in der Praxis an?
Der Vergleich zeigt, dass sich die Pedalsysteme vor allem bei Einstellbarkeit und Alltagstauglichkeit unterscheiden. Speedplay und Ekoi setzen beispielsweise auf großflächig gummierte Cleats, die beim Gehen mehr Halt bieten sollen. Wichtig bleibt bei allen Systemen eine sorgfältige Montage: Pedale und Cleats müssen korrekt ausgerichtet und nach Herstellervorgabe befestigt werden. Damit entscheidet nicht allein ein geringes Gewicht oder eine möglichst große Auflagefläche über die Qualität. Das passende System ergibt sich vielmehr aus dem Zusammenspiel von Schuh, Pedal, Cleat, Float, Q-Faktor und individueller Fußstellung.