Rennrad Radsportmagazin - 11 Allroad-Bikes Testsieger

11 Allroad-Bikes im Test-Vergleich von Rennrad Radsportmagazin

Rennrad Radsportmagazin

11-12/2025 - Rennrad Radsportmagazin

Was zeichnet die getesteten Allroad-Bikes aus?

In der aktuellen Vergleichsstudie des Magazins RennRad standen elf Allroad-Räder im Fokus – eine Radgattung, die Komfort, Sportlichkeit und Geländetauglichkeit vereint. Im Test ging es nicht nur um Performance auf Asphalt, sondern auch um den Einsatz auf Feldwegen, Schotter und Kopfsteinpflaster. Getestet wurden Modelle mit Reifenbreiten von 30 bis 47 Millimetern – mit dem Ziel, ihre Vielseitigkeit auf unterschiedlichen Untergründen zu bewerten.

Die Bandbreite der getesteten Räder ist groß. Sie reicht vom günstigen Rose Blend Gravel (ab 1399 Euro) bis hin zum maßgefertigten Festka Rover (rund 12.900 Euro). Materialien wie Aluminium, Carbon und sogar Stahl kamen dabei zum Einsatz. Die Geometrien unterscheiden sich ebenso stark wie das zulässige Systemgewicht, das zwischen 110 und 140 Kilogramm liegt. Trotz dieser Unterschiede zeigen alle Modelle, dass sich Allroad-Bikes nicht klar in Rennrad oder Gravel unterteilen lassen – vielmehr verbinden sie beide Welten.

Wie unterscheiden sich Komfort und Handling im Gelände?

Ein entscheidender Faktor für den Geländeeinsatz ist die Dämpfung – sie wird vor allem durch breite Reifen und flexende Rahmen erreicht. Besonders komfortabel im Test: das Bombtrack Audax mit seinen 47 mm breiten Reifen auf 650B-Laufrädern und Stahlrahmen. Hier sorgt das Material zusätzlich für Vibrationsdämpfung. Auch das Kona Libre CR überzeugt mit 45 mm breiten Pneus und einem eher komfortorientierten Aufbau.

Weniger auf maximalen Offroad-Komfort, dafür stärker auf Langstrecken-Performance ausgerichtet, zeigen sich Modelle wie das Cube Attain C:62 SLT oder das Lapierre Pulsium 6.0. Sie bieten gute Dämpfung auf festem Untergrund, erreichen ihre Grenzen aber bei lockerem oder schlammigem Terrain. Das Focus Paralane wiederum punktet mit Vielseitigkeit und Ausstattung: Schutzbleche, Oberrohrtasche und komfortable Reifen machen es zum idealen Alltagsbegleiter – auch abseits des Asphalts.

Welche Rolle spielen Gewicht und Ausstattung?

Das Gewicht spielt bei Allroad-Bikes eine doppelte Rolle: Es beeinflusst sowohl die Beschleunigung als auch das Handling im Gelände. Mit nur 7,33 Kilogramm ist das Storck Fascenario.5 das leichteste Rad im Test – dank High-End-Komponenten wie Dura-Ace Di2, Carbonlaufrädern und Monocoque-Cockpit. Dieses Setup macht es ideal für sportliche Fahrer, auch auf kompaktem Schotter. Deutlich schwerer fällt etwa das Bombtrack Audax mit über 11 Kilogramm aus, was sich besonders beim Klettern und in engen Kurven negativ bemerkbar macht.

Bei der Ausstattung dominiert die Shimano GRX-Gruppe, die mit ihrer breiten Übersetzung und guter Bremspower für den Allroad-Einsatz entwickelt wurde. Einige Hersteller setzen auf elektronische Gruppen wie die Shimano Ultegra Di2 oder SRAM AXS – sie bringen präzise Schaltvorgänge, treiben aber auch den Preis. Bremsseitig setzt fast jedes Modell auf 160-mm-Scheiben – teilweise kombiniert mit einer größeren 180er-Disc vorne für bessere Verzögerung bei voller Beladung.

Für wen lohnt sich welches Rad?

Die Ergebnisse des RennRad-Tests zeigen: Die Wahl des richtigen Allroad-Rads hängt stark vom Einsatzprofil ab. Wer ein leichtes, schnelles Rad mit Aerodynamik und hoher Agilität sucht, ist mit dem Storck Fascenario.5 oder dem Cube Attain C:62 SLT gut beraten. Für Vielseitigkeit auf Asphalt und Schotter mit einem Schuss Komfort eignen sich das Focus Paralane, Bergamont Grandurance oder Kona Libre CR. Wer besonders große Reifenfreiheit und robuste Ausstattung für Bikepacking oder raue Wege sucht, wird beim Bombtrack Audax fündig.

Besondere Individualität bietet das Festka Rover: Maßgefertigt, leicht und hochwertig ausgestattet, ist es ein Rad für Fahrer mit klaren Vorstellungen – und dem entsprechenden Budget. Am anderen Ende des Spektrums liefert das Rose Blend Gravel erstaunlich viel Allroad-Bike für wenig Geld. Es richtet sich an Einsteiger und preisbewusste Vielfahrer.

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