PCgo + PC Magazin - 9 Video-Türklingel Testsieger
9 Video-Türklingel im Test-Vergleich von PCgo + PC Magazin
In diesem Vergleich wurden getestet:
08/2025 - PCgo + PC Magazin
Inhaltsverzeichnis
- Wie sicher und smart sind Video-Türklingeln heute?
- Wie funktionieren moderne Video-Türklingeln?
- Wie wichtig ist Datenschutz bei Video-Türklingeln?
- Welche Modelle konnten im Test überzeugen?
- Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz?
- Worauf sollte man beim Kauf achten?
- Fazit: Welche Video-Türklingel ist die beste Wahl?
Wie sicher und smart sind Video-Türklingeln heute?
Ein lautes Klingeln an der Haustür – und schon rennt man los. Doch diese klassische Reaktion gehört dank moderner Video-Türklingeln immer häufiger der Vergangenheit an. Per App lässt sich auf dem Smartphone oder Tablet sofort erkennen, wer vor der Tür steht – egal ob zu Hause oder unterwegs. Mit vielen Modellen kann man sogar mit dem Besucher sprechen oder per Knopfdruck ein Tor öffnen. Kurz: Diese Geräte bringen Komfort und Sicherheit zusammen.
Die Redaktion von PCgo und PC Magazin hat zwölf aktuelle Modelle unter die Lupe genommen. Im Fokus standen dabei nicht nur Bild- und Tonqualität, sondern auch Datenschutz, Energieversorgung, Bedienbarkeit und der Funktionsumfang – inklusive der häufig umstrittenen Cloud-Speicherung.
Wie funktionieren moderne Video-Türklingeln?
Die meisten Türklingeln im Test lassen sich relativ unkompliziert montieren und betreiben. Viele Modelle setzen auf einen integrierten Akku, der per USB oder über den vorhandenen Klingeltrafo aufgeladen wird. Einige Geräte lassen sich alternativ auch mit einem kleinen Solarmodul betreiben – was besonders praktisch für die langfristige Nutzung ohne regelmäßiges Aufladen ist.
Im Inneren verbergen sich hochwertige Kameras mit teils extrem großem Sichtfeld (bis zu 180 Grad), Mikrofone und Lautsprecher für die Zwei-Wege-Kommunikation sowie Bewegungssensoren. Einige Hersteller wie Ezviz oder Eufy bieten sogar Nachtsicht in Farbe, basierend auf Restlichtverstärkung oder zusätzlichen LEDs.
Wie wichtig ist Datenschutz bei Video-Türklingeln?
Ein entscheidender Aspekt bei Video-Türklingeln ist der rechtliche Rahmen. In Deutschland dürfen keine fremden Grundstücke oder öffentliche Wege gefilmt werden – zumindest nicht dauerhaft oder ohne Zustimmung. Das bedeutet: Das Kamerabild sollte sich auf das eigene Grundstück beschränken. Modelle mit Bildmaskierung helfen, diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Besonders kritisch wird es bei der Speicherung der Videodaten. Viele Geräte bieten cloudbasierte Dienste an, bei denen die Aufnahmen oft tage- oder wochenlang gespeichert werden. Das widerspricht häufig dem deutschen Datenschutzrecht, wie die Tester betonen. Aus diesem Grund bewerten PCgo und PC Magazin Cloud-Speicherlösungen nicht mehr als Pluspunkt, sondern neutral oder sogar kritisch – auch weil es bereits Fälle von Abmahnungen gab.
Welche Modelle konnten im Test überzeugen?
Die getesteten Modelle unterscheiden sich erheblich – sowohl in Preis als auch in Funktion. Dennoch zeigen sich gewisse Trends:
- Topmodelle wie die Ezviz EP7 oder die TP-Link Tapo D235 punkten mit hohem Bedienkomfort, sehr guter Bildqualität, vielseitiger Stromversorgung und optionaler Cloud-Anbindung.
- Die Eufy E340 setzt auf eine Dualkamera – ideal zur Erkennung von Paketen oder Haustieren am Boden.
- Annke Whiffle ist mit rund 35 Euro die mit Abstand günstigste Türklingel im Test – liefert dafür aber nur Basisfunktionen und verlangt für viele Extras ein kostenpflichtiges Abo.
- Doorline Slim DECT ist ein Sonderfall: Sie arbeitet eng mit der Fritz!Box zusammen und speichert aus Prinzip keine Videos – eine bewusste Entscheidung zugunsten des Datenschutzes.
- Auch im Test vertreten sind bekannte Marken wie Arlo, Ring und Reolink, deren Modelle zwar durch hochwertige Technik auffallen, jedoch bei vielen Funktionen auf Cloud-Abos setzen. Besonders Ring fällt durch KI-Erkennung und Cloud-Speicherung nur im Abo auf – ohne Abo bleibt der Funktionsumfang begrenzt.
Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz?
Ein zunehmend wichtiger Bestandteil moderner Video-Türklingeln ist die KI-gestützte Objekterkennung. Viele Modelle erkennen nicht nur Menschen, sondern unterscheiden auch zwischen Paketen, Haustieren und Fahrzeugen. Das reduziert Fehlalarme deutlich – etwa wenn eine Pflanze im Wind wackelt oder eine Katze über die Einfahrt schleicht.
Doch auch hier gilt: Oft ist diese KI nur im Abo verfügbar. Lediglich einige Hersteller wie Reolink, TP-Link und Eufy (mit Homebase) ermöglichen die KI-Erkennung auch ohne Zusatzkosten – ein echter Pluspunkt im Vergleich.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Neben Preis und Bildqualität spielen folgende Punkte eine wichtige Rolle:
- Stromversorgung: Akku, Klingeldraht oder Solar – je nach Einbausituation ist ein flexibles System von Vorteil.
- Datenschutz: Maskierfunktionen, lokale Speicherung und Transparenz über Cloud-Optionen sollten unbedingt berücksichtigt werden.
- Kompatibilität: Wer bereits ein Smart-Home-System nutzt (z. B. Alexa, Google Home, Fritz!Box), sollte auf entsprechende Unterstützung achten.
- Abo-Fallen: Einige Funktionen wie Speicherzugriff, KI oder Benachrichtigungen auf die Smartwatch funktionieren nur mit einem kostenpflichtigen Abonnement.
Fazit: Welche Video-Türklingel ist die beste Wahl?
Die Redaktion von PCgo und PC Magazin hat über 100 Kriterien geprüft und eine klare Bewertung vorgenommen. Die höchste Punktzahl (894 von 1000) erreicht die Ezviz EP7 2K, dicht gefolgt von der TP-Link Tapo D235 und der Ubiquiti UVC-G4 Doorbell Pro. Diese Modelle bieten besonders viel Technik, eine durchdachte App-Steuerung und hohen Bedienkomfort.
Gleichzeitig zeigt der Test auch: Datenschutz ist ein zentrales Thema – und hier schneiden nicht alle Geräte gut ab. Wer sicher gehen will, dass keine rechtlichen Probleme drohen, sollte auf Cloud-freie Speicherung und kameraseitige Bildbegrenzung achten.
Und für Sparfüchse? Die Annke Whiffle ist zwar funktional eingeschränkt, bietet aber zum Mini-Preis von 35 Euro erstaunlich viel – allerdings mit Kompromissen bei Datenschutz und Ausstattung.
Der ausführliche Test von PCgo und PC Magazin liefert damit nicht nur eine Marktübersicht, sondern zeigt auch, wie weit Technik, Komfort und Datenschutz bei Video-Türklingeln heute auseinandergehen können. Wer überlegt, seine Haustür smarter zu machen, sollte sich vor dem Kauf gut informieren – und auf das Kleingedruckte achten.