PC Games Hardware - 6 Gaming-Tastaturen von 50 bis 250 Euro Testsieger

6 Gaming-Tastaturen von 50 bis 250 Euro im Test-Vergleich von PC Games Hardware

PC Games Hardware

07/2025 - PC Games Hardware

Muss eine gute Custom-Tastatur teuer sein?

Wer eine Tastatur sucht, die sich individuell anpassen lässt und dabei noch leise arbeitet, muss sich häufig mit hohen Preisen abfinden – zumindest auf den ersten Blick. Der Test von PC Games Hardware zeigt jedoch: Auch unterhalb der 200-Euro-Marke gibt es spannende Modelle. Sechs aktuelle Custom-Tastaturen wurden untersucht, darunter High-End-Geräte wie Be Quiet Dark Mount oder Keychron K2 HE, aber auch günstige Alternativen wie die Endorfy Celeris 1800 oder die Genesis Thor 230 TKL.

Was macht eine Tastatur „custom“?

Hot-Swap-Platinen, die den Tausch der Switches ermöglichen, PBT-Tastenkappen für höhere Langlebigkeit und eine gute Dämmung gegen Tippgeräusche – all das sind Merkmale, die bei Custom-Tastaturen gefragt sind. Viele Modelle setzen außerdem auf magnetische Hall-Effekt-Schalter, die nicht nur besonders präzise auslösen, sondern sich auch in Auslösepunkt und Funktion fein abstimmen lassen. Nicht jede Tastatur im Test bietet dieses Feature, was sich direkt im Preis widerspiegelt.

Wo liegen die Unterschiede bei der Ausstattung?

Die teuersten Modelle im Test – darunter Be Quiet Dark Mount und Nyfter Nyfboard HE – bringen modulare Nummernblöcke, Displays, multifunktionale Drehregler und umfangreiche Softwareanpassungen mit. Die günstige Endorfy Celeris 1800 bietet zwar weniger Zusatzfeatures, punktet aber mit guter Verarbeitungsqualität, drahtloser Verbindung und Hot-Swap-fähigen Schaltern – für unter 100 Euro. Die Genesis Thor 230 TKL wiederum zeigt, was bei einem Budget von rund 45 Euro noch möglich ist: solide Basisfunktionen, aber auch spürbare Abstriche bei Dämmung und Schalterqualität.

Wie leise darf’s sein?

Gerade bei mechanischen Tastaturen spielt die Lautstärke für viele eine große Rolle – insbesondere im Homeoffice oder bei nächtlichen Gaming-Sessions. Im Testfeld zeigen die Dark Mount und Light Mount von Be Quiet, wie effektiv moderne Dämmmaterialien (Silikon, Schaumstoff, Poron) störende Klack- und Pinggeräusche reduzieren können. Auch das Nyfboard HE überzeugt mit seiner dreilagigen Dämmung. Weniger gedämmt, aber immerhin nachrüstbar, zeigen sich die günstigeren Modelle von Genesis und Endorfy.

Sind magnetische Schalter wirklich ein Mehrwert?

Für Vielspieler oder Enthusiasten bieten Hall-Effekt-Schalter einen echten Vorteil: Der Auslösepunkt ist anpassbar, und Features wie Rapid Trigger oder Mod-Tap ermöglichen mehr Kontrolle im Spiel. Im Testfeld überzeugen hier besonders die Keychron K2 HE und das Nyfter Nyfboard HE, die mit Gateron-Magnet-Switches ausgestattet sind. Diese Technik treibt allerdings auch den Preis nach oben – rund 200 Euro müssen dafür eingeplant werden.

Welches Format ist das richtige?

Neben Fullsize-Layouts mit Nummernblock bietet der Test auch 75-Prozent- und TKL-Varianten – kompakter und platzsparender, aber mit Einschränkungen bei Sondertasten und Bedienkomfort. Gerade Modelle wie die K2 HE oder das Nyfboard HE setzen hier auf Funktionsebenen, die über Fn-Tasten aktiviert werden. Für viele Nutzer kein Problem, für Vielschreiber aber potenziell gewöhnungsbedürftig.

Wie viel Tastatur braucht man wirklich?

Der Test von PC Games Hardware zeigt deutlich: Wer höchste Individualisierung und leisesten Tastenanschlag sucht, findet sie bei Modellen ab etwa 160 Euro – vorausgesetzt, die Anforderungen passen. Doch auch für unter 100 Euro lassen sich solide, gut ausgestattete Custom-Tastaturen finden, die für viele Zwecke völlig ausreichen. Entscheidend ist, was einem persönlich wichtig ist: Funktechnik, Hot-Swap, magnetische Schalter – oder einfach ein gutes Tippgefühl.

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