PC Games Hardware - 7 günstige SSDs mit PCle 4.0 Testsieger

7 günstige SSDs mit PCle 4.0 im Test-Vergleich von PC Games Hardware

PC Games Hardware

07/2025 - PC Games Hardware

Muss es wirklich PCIe 5.0 sein?

Nein – zumindest noch nicht. Wer ein performantes SSD-Upgrade sucht, muss nicht zwangsläufig zu den teureren PCIe-5.0-Modellen greifen. Die Redaktion von PC Games Hardware hat sieben aktuelle PCIe-4.0-SSDs getestet und zeigt, wie viel Leistung die günstigeren Alternativen tatsächlich bringen – und in welchen Szenarien sich ein Aufpreis lohnt.

Was leisten günstige SSDs heute?

SSDs der PCIe-4.0-Generation haben sich längst etabliert – und das mit gutem Grund. Im Alltag liefern sie Transferraten, die für Gaming, Streaming und Office mehr als ausreichend sind. Auch neue Spiele wie Doom: The Dark Ages setzen bereits PCIe-SSDs als Mindestanforderung voraus – nicht unbedingt PCIe 4.0, aber ohne NVMe geht es nicht mehr. Die getesteten Modelle zeigen: Selbst SSDs ohne DRAM-Cache wie die Lexar NM790, Kioxia Exceria Plus G3 oder MSI Spatium M470 Pro erreichen im Lesen solide Werte. Bei längeren Schreibvorgängen oder unter Dauerlast zeigen sich allerdings Unterschiede – vor allem dann, wenn der SLC-Cache erschöpft ist.

Wo liegen die Grenzen im Alltag?

Im typischen Gaming-Einsatz sind die Unterschiede zwischen schnellen PCIe-4.0-SSDs und ihren PCIe-5.0-Geschwistern oft kaum spürbar. Ladezeiten verbessern sich in Benchmarks nur minimal. Erst bei großen Datenmengen, etwa beim Schneiden von 4K-Videos, beim Arbeiten mit VM-Images oder bei umfangreichen Backups, machen sich DRAM-Cache und höhere Schreibgeschwindigkeiten wirklich bemerkbar. In diesen Szenarien liefern Modelle wie Kingstons KC3000 oder die Fury Renegade deutliche Vorteile – beide mit DRAM und starkem Phison-E18-Controller. Auch im Dauerlasttest bleiben sie leistungsfähig, was vor allem bei gefülltem Laufwerk oder längerem Schreiben wichtig wird.

Wie stark schwanken Preis und Ausstattung?

Die Preisdifferenz ist teils enorm. Zwischen der günstigen Kingston NV3 (rund 110 Euro) und der voll ausgestatteten KC3000 (etwa 135 Euro) liegen nicht nur 25 Euro, sondern auch Unterschiede bei Cache, TBW-Werten und teilweise der Hardware-Bestückung selbst – gerade bei Modellen mit Multi-BOM-Strategie wie der NV3. Die WD Black SN7100 ohne DRAM ist ein gutes Beispiel für ein solides Gesamtpaket zum kleinen Preis. Sie bleibt kühl, liest schnell und fällt auch im Stresstest nicht durch. Die Lexar NM790 hingegen bringt gute Leistung, kann aber im engen System durch hohe Temperaturen auffallen – ein zusätzlicher Kühler ist hier ratsam.

Warum sind manche SSDs so viel günstiger?

Bei Budget-Modellen wird meist auf DRAM verzichtet, was in der Theorie zu höheren Latenzen führen kann. Der sogenannte Host-Memory-Buffer (HMB) mildert das im Alltag spürbar ab – zumindest bei Lesevorgängen. In der Praxis reichen diese Festplatten für viele Aufgaben aus, bei dauerhaftem Schreiben oder voller Belegung sinkt die Performance jedoch messbar. Das betrifft vor allem SSDs wie die M470 Pro von MSI, die im Test mit rund 61 °C zwar noch im grünen Bereich liegt, aber bei Dauerlast abfällt. Hier hilft ein Blick auf die Garantie (TBW) und ob ein Aufpreis zu einem besseren Modell langfristig nicht lohnenswerter ist.

Welche SSD passt zu welchem Einsatzzweck?

Für reine Gaming-Systeme: Eine gute PCIe-4.0-SSD ohne DRAM reicht meist aus. Die WD SN7100 oder Lexar NM790 sind in solchen Fällen gute Optionen. Für Medienproduktion und Vielschreiber: Hier lohnt der Griff zu DRAM-Modellen wie der Kingston KC3000 oder Fury Renegade, die auch unter hoher Last stabil bleiben und mehr TBW-Reserven bieten. Für Budget-Builds oder als Zweit-SSD: Die Kioxia Exceria Plus G3 bietet wenig Spektakel, bleibt dafür kühl und günstig – ideal für Zweitlaufwerke oder Office-Systeme.

Was sagt der Test am Ende aus?

Der Test von PC Games Hardware zeigt, dass nicht jede SSD Superlativen liefern muss. Eine clevere Auswahl, basierend auf Einsatzgebiet, Systemgröße und Preis-Leistung, bringt oft mehr als ein teures Topmodell. Wer regelmäßig große Daten bewegt oder einfach Ruhe beim Aufrüsten haben möchte, sollte auf Cache, TBW und Temperatur achten. In vielen Fällen ist aber auch ein günstiges Modell mehr als ausreichend - mit kleinen Abstrichen, aber großem Preisvorteil.

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