outdoor - 9 Touren-Packs Testsieger

9 Touren-Packs im Test-Vergleich von outdoor

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09/2024 - outdoor

Tourenrucksäcke im Test

In der Welt der Outdoor-Abenteuer sind Tourenrucksäcke unverzichtbare Begleiter. Ob für Hüttentouren, kleinere Zeltabenteuer oder ausgedehnte Tagestouren – die richtige Ausrüstung kann den Unterschied zwischen einer angenehmen oder beschwerlichen Tour ausmachen. Das Magazin Outdoor hat 16 Tourenrucksäcke mit einem Volumen zwischen 35 und 55 Litern getestet. Diese Allrounder sollen in unterschiedlichen Szenarien überzeugen und werden auf Tragekomfort, Funktionalität und Vielseitigkeit geprüft.

Der perfekte Tourenrucksack: Anforderungen und Einsatzgebiete

Ein Tourenrucksack muss vielseitig sein. Für Tageswanderungen, aber auch für mehrtägige Hüttentreks oder kurze Zeltabenteuer sollte er ausreichend Stauraum bieten. Das ideale Volumen für solche Unternehmungen liegt zwischen 35 und 55 Litern. Rucksäcke in dieser Größenordnung bieten genügend Platz für Wechselkleidung, Proviant, Schlafutensilien und, falls nötig, leichte Zeltausrüstung. Sie lassen sich mit Hilfe von Kompressionsriemen verkleinern, sodass sie auch bei kürzeren Touren nicht zu sperrig wirken.

Besonders bei längeren Touren spielt der Tragekomfort eine entscheidende Rolle. Rucksäcke mit Körperkontaktrücken und Belüftungssystemen sorgen dafür, dass der Träger weniger schwitzt und die Last gleichmäßig verteilt wird. Modelle mit Netzrücken bieten zusätzlich eine verbesserte Belüftung, was insbesondere in warmen Klimazonen oder bei schweißtreibenden Aktivitäten von Vorteil ist. Wichtig ist auch, dass der Rucksack stabil sitzt, insbesondere bei anspruchsvollen Bergtouren oder Klettersteigen, wo Bewegungsfreiheit und Lastenstabilität unerlässlich sind.

Testkriterien: Komfort, Belüftung und Stabilität

Die 16 getesteten Rucksäcke stammen aus verschiedenen Preiskategorien und bewegen sich zwischen 160 und 399 Euro. Beim Test lag der Fokus auf drei Hauptkriterien:

  1. Tragekomfort: Für den Tragekomfort ist das Rückensystem entscheidend. Fast alle getesteten Modelle verwenden Körperkontaktrücken mit Ventilationskanälen, die den Luftstrom zwischen Rücken und Rucksack verbessern und so Schweißbildung verringern. Eine Ausnahme bildet der Bach Molecule, der für maximale Kontrolle sehr nah am Rücken anliegt, was besonders bei Kletterpassagen von Vorteil ist.
  2. Belüftungssysteme: Rucksäcke mit Netzrücken sorgen für eine verbesserte Belüftung, indem sie den Abstand zwischen Rücken und Rucksack vergrößern. Dies erhöht den Luftstrom und verhindert übermäßiges Schwitzen. Der Fjällräven Abisko Friluft sowie modifizierte Varianten von Lowe Alpine und Gregory setzen auf Netzrücken, während der Klättermusen Vån ein besonders minimalistisches Belüftungssystem verwendet, das ausschließlich aus Hüftgurt und Schulterauflagen besteht. Diese Systeme bieten eine maximale Belüftung, aber auch einen weniger direkten Sitz.
  3. Stabilität und Bewegungsfreiheit: Für Touren mit technischen Herausforderungen, wie Klettersteigen oder kraxelintensiven Bergtouren, sind Rucksäcke gefragt, die stabil am Rücken sitzen und gleichzeitig genug Bewegungsfreiheit bieten. Der Bach Molecule konnte in diesem Bereich besonders überzeugen. Durch seine enge Passform bleibt er sicher am Rücken und schränkt dabei die Bewegungsfreiheit nicht ein.

Die besten Rucksäcke im Test

  • Erstklassiger Tragekomfort: Die Modelle Gregory Zulu (für Herren) und Jade (für Damen) stechen besonders durch ihren erstklassigen Tragekomfort hervor. Sie eignen sich hervorragend für Hüttentouren, da sie eine ausgezeichnete Kombination aus Komfort und praktischen Features bieten. Die Belüftungssysteme und die ergonomischen Träger sorgen für ein angenehmes Tragegefühl, auch bei längeren Touren.
  • Ideal für heiße Tage: Wer einen klassischen Netzrücken bevorzugt, findet im Fjällräven Abisko Friluft einen zuverlässigen Begleiter. Der Rucksack punktet vor allem durch seine hervorragende Belüftung, die besonders bei heißen Bedingungen von Vorteil ist. Durch das Netzrückensystem wird die Luftzirkulation maximiert, sodass der Rücken des Trägers trocken bleibt. Dies macht ihn ideal für sommerliche Touren oder Wanderungen in warmen Klimazonen.
  • Preis-Leistungs-Tipp: Für preisbewusste Käufer ist der Lowe Alpine Airzone Camino Trail eine hervorragende Wahl. Mit einem Preis von 180 Euro bietet er ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Tragekomfort und Funktionalität. Allerdings zeigt er Schwächen bei schwereren Beladungen. Bei einem Gewicht von über 12 Kilogramm kommt der Rucksack an seine Grenzen, sodass er nur für leichtere Touren empfohlen wird.
  • Stabilität für Klettertouren: Der Bach Molecule ist der perfekte Rucksack für Bergsteiger und Kletterfreunde. Durch seine enge Passform bietet er maximale Stabilität bei anspruchsvollen Kletterpartien, ohne dabei die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Er ist besonders für Touren mit vielen Kraxelstellen geeignet und besitzt genügend Lastkapazität für leichte Zelttouren.
  • Leichtgewicht für Sparfüchse: Mit einem Gewicht von weniger als einem Kilo ist der Ferrino Agile 45 ein Spitzenmodell für Grammzähler. Er kostet lediglich 160 Euro und ist damit das preisgünstigste Modell im Test. Trotz seines leichten Gewichts bietet er ausreichend Platz und Stabilität für Mehrtagestouren. Dieses Modell eignet sich besonders für Wanderer, die auf ein minimales Gewicht bei maximaler Funktionalität Wert legen.
  • Regendicht und leicht: Der Klättermusen Vån beeindruckt mit einem regendichten Leichttrekkingrucksack. Das Rückensystem besteht nur aus Hüftgurt und Schulterauflage, was für maximale Belüftung sorgt. Der Rucksack eignet sich besonders für Trekker, die oft in feuchten oder regnerischen Gebieten unterwegs sind und ein leichtes Modell mit ausreichender Wetterschutzfunktion suchen.
  • Vielseitig und reisetauglich: Für Trekking-Fans, die auch gerne auf Reisen gehen, bietet Tatonka ein üppig ausgestattetes Modell, das sich hervorragend für Reisen eignet. Mit vielen Taschen, robusten Materialien und einer durchdachten Ausstattung ist dieser Rucksack besonders vielseitig einsetzbar und eine gute Wahl für Outdoor-Abenteurer, die auch auf Reisen nicht auf ihre Trekking-Ausrüstung verzichten möchten.

Der richtige Tourenrucksack für jede Tour

Der Test von Outdoor hat gezeigt, dass es nicht den einen perfekten Tourenrucksack gibt, sondern dass die Wahl des richtigen Modells stark vom jeweiligen Einsatzzweck abhängt. Während der Gregory Zulu und Jade ideal für Hüttentouren sind, punkten der Bach Molecule und der Klättermusen Vån bei anspruchsvollen Bergtouren und schlechten Wetterbedingungen. Preisbewusste Käufer finden im Lowe Alpine Airzone Camino Trail und im Ferrino Agile 45 hervorragende Allrounder, die trotz eines günstigeren Preises durch Leistung und Funktionalität überzeugen.

Bevor man sich für einen Rucksack entscheidet, ist es wichtig, das Modell mit einer ähnlichen Beladung wie auf der geplanten Tour zu testen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass er auch unter realen Bedingungen bequem sitzt und die notwendige Stabilität bietet.

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