Motorrad - 14 Membranjacken für innen und außen Testsieger
14 Membranjacken für innen und außen im Test-Vergleich von Motorrad
In diesem Vergleich wurden getestet:
22/2025 - Motorrad
Inhaltsverzeichnis
- Membranjacken im Motorradtest: Was leisten die neuen „In-and-Out“-Lösungen?
- Was unterscheidet die neuen Konzepte von klassischen Regenjacken?
- Wie flexibel sind diese Membranjacken wirklich?
- Wie steht es um den Tragekomfort bei wechselhaftem Wetter?
- Wie praxistauglich sind die neuen Alleskönner abseits vom Motorrad?
- Gibt es noch Grenzen bei der neuen Systemlösung?
- Wie fiel die Bewertung im Test des Motorrad-Magazins aus?
Membranjacken im Motorradtest: Was leisten die neuen „In-and-Out“-Lösungen?
Moderne Motorradbekleidung muss viel leisten: Schutz bei Stürzen, Komfort bei langen Fahrten, Luftzirkulation im Sommer – und natürlich zuverlässigen Nässeschutz. Die zentrale Rolle spielt dabei eine dünne, technische Schicht: die Membran. Ihre Aufgabe ist klar definiert – sie soll Wasser und Wind abhalten, gleichzeitig aber den vom Körper erzeugten Wasserdampf entweichen lassen. So bleibt die Fahrerin oder der Fahrer auch bei Regen trocken, ohne im eigenen Schweiß zu stehen.
Das Motorrad-Magazin hat nun eine Reihe von Textilkombis getestet, bei denen diese Membran nicht fest vernäht ist oder nur innen sitzt, sondern flexibel eingesetzt werden kann – also sowohl unter als auch über der eigentlichen Schutzjacke getragen werden darf.
Was unterscheidet die neuen Konzepte von klassischen Regenjacken?
Lange Zeit waren zwei Lösungen üblich: Entweder die Membran war fest in die Schutzkleidung eingearbeitet – meist als Laminat –, oder sie lag als herausnehmbare Innenjacke direkt am Körper. Beide Varianten haben ihre Stärken, bringen aber auch Nachteile mit sich. Laminat trocknet schnell, ist aber teuer und wenig luftdurchlässig. Innenjacken schützen vor Wind und Kälte, erfordern aber beim Einsetzen Geduld – insbesondere bei plötzlichem Wetterumschwung.
Die im Test vorgestellten „In-and-Out“-Modelle kombinieren beide Ansätze. Dank elastischer Materialien kann die Membran sowohl innen als Windblocker getragen werden als auch außen als eigenständiger Regenschutz. Eine Anpassung an die jeweilige Wetterlage ist damit deutlich schneller möglich. Das Motorrad-Magazin hat 14 dieser Systeme getestet und sich besonders die Praxistauglichkeit der Membranjacke genau angeschaut.
Wie flexibel sind diese Membranjacken wirklich?
Damit eine Jacke über die Schutzkleidung passt, muss sie dehnbar genug sein – und dabei trotzdem wind- und wasserdicht bleiben. Hier trennten sich im Testfeld schnell Theorie und Praxis. Während einige Modelle problemlos übergezogen werden konnten und sich auch als eigenständige Regenjacke für Alltag oder Freizeit eigneten, waren andere zu knapp geschnitten oder im Material zu steif.
Auch die Ausstattung machte Unterschiede: Taschen, Reflektoren oder verstellbare Kragen waren bei manchen Membranjacken vorhanden, bei anderen nicht. Besonders interessant waren dabei Modelle, bei denen die Membran fast unsichtbar integriert war – keine sichtbaren Druckknöpfe oder Laschen, die sie als Bestandteil einer Motorradkombi verraten hätten.
Wie steht es um den Tragekomfort bei wechselhaftem Wetter?
Ein zentrales Kriterium im Test des Motorrad-Magazins war, wie sich die Jacken unter realistischen Bedingungen tragen lassen. Denn besonders bei gemischter Witterung zeigt sich, ob das System funktioniert. Einige Modelle überzeugten durch gute Belüftungslösungen in der Schutzjacke und sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten. Bei hohen Temperaturen konnte die Membran weggelassen werden, bei plötzlichem Regen war sie schnell übergezogen. Modelle mit großzügigen Mesh-Einsätzen profitierten dabei besonders von dieser Flexibilität – etwas, das klassische Laminatjacken kaum bieten können.
Andere Testkandidaten litten unter zu wenig Dehnbarkeit oder ungünstig platzierten Befestigungen. Gerade beim Tragen unter der Schutzjacke kam es teils zu Faltenbildung oder Stauwärme, was den Komfort auf längeren Strecken deutlich beeinträchtigte.
Wie praxistauglich sind die neuen Alleskönner abseits vom Motorrad?
Eine interessante Nebenfrage im Test war: Wie gut schlagen sich die neuen Membranjacken im Alltag, zum Beispiel beim Stadtbummel oder auf dem Campingplatz? Denn wenn man die Jacke ohnehin dabei hat, wäre es ein praktischer Bonus, sie auch unabhängig vom Motorrad nutzen zu können. Hier schnitten einige Modelle überraschend gut ab. Dezente Farben, alltagstauglicher Schnitt und sinnvolle Details wie Taschen oder Reflektoren machten die Membran zu einem echten Mehrwert - nicht nur als Regenschutz, sondern als eigenständige Jacke. Andere hingegen waren durch technische Optik, wenig Bewegungsfreiheit oder fehlende Taschen weniger alltagsgeeignet.
Gibt es noch Grenzen bei der neuen Systemlösung?
Auch wenn viele Membranjacken im Test des Motorrad-Magazins einen guten Eindruck hinterließen - perfekt war keine. Besonders im Bereich der Passform und der Dehnbarkeit offenbarten sich Unterschiede. Manche Jacken waren innen angenehm, außen aber zu eng. Andere ließen sich außen gut tragen, wirkten unter der Kombi jedoch auftragend.
Zudem war das Packmaß oft ein Thema. Während einige Modelle kompakt und leicht zu verstauen waren, nahmen andere vergleichsweise viel Platz ein – ein Nachteil bei längeren Touren mit begrenztem Stauraum. Auch der Einbau war nicht bei allen Modellen intuitiv. Wenn Reißverschlüsse hakten oder Druckknöpfe schlecht erreichbar waren, trübte das den Eindruck.
Wie fiel die Bewertung im Test des Motorrad-Magazins aus?
Das Magazin verzichtete bewusst auf eine Gesamtnote für jede Kombination. Stattdessen wurde die Membranjacke als zentrales Element unter die Lupe genommen. In den Einzelbewertungen reichte das Spektrum von „befriedigend“ bis „sehr gut“. Besonders positiv fiel auf, wenn die Jacke sowohl unter als auch über der Schutzkleidung überzeugte – und zusätzlich als eigenständige Regenjacke taugte.
Auffällig war: Hersteller, die viel Wert auf durchdachte Details und hochwertige Materialien legten, konnten mit ausgereiften Konzepten punkten. Bei günstigeren Modellen wurde der Rotstift oft bei der Passform oder Ausstattung angesetzt – mit entsprechendem Einfluss auf die Alltagstauglichkeit.