MAC LIFE - 3 Smarte Ringe Testsieger

3 Smarte Ringe im Test-Vergleich von MAC LIFE

MAC LIFE

09/2024 - MAC LIFE

Smarte Ringe im Vergleich: Eine Alternative zur Apple Watch?

In einer Welt voller Bildschirme und ständiger Ablenkungen suchen viele Menschen nach Geräten, die weniger intrusive, aber dennoch nützliche Funktionen bieten. Für viele ist die Apple Watch ein unverzichtbarer Alltagsbegleiter, der Aktivitätsdaten, Benachrichtigungen und Gesundheitsinformationen bereitstellt. Doch manchmal kann diese Fülle an Funktionen und ständigen Vibrationen zu viel werden. Smarte Ringe könnten hier eine minimalistische Alternative sein, da sie Gesundheitsdaten diskret erfassen, ohne die Aufmerksamkeit des Nutzers ständig zu beanspruchen.

Das Mac Life Magazin hat in seiner August-Ausgabe 2024 drei smarte Ringe getestet: den Oura Heritage, den Ringconn Smart Ring und den Newgen Medicals Fitness Ring. Diese Ringe wurden auf ihre Funktionalität, Tragekomfort, Akkulaufzeit und Alltagstauglichkeit untersucht. Die Apple Watch diente als Referenzgerät, um die Leistung der Ringe im Vergleich zu bewerten.

Tragekomfort: Diskretes Tragen zählt

Eine der größten Stärken smarter Ringe ist ihr dezenter Charakter. Sie sind klein, leicht und fallen im Alltag kaum auf. Der Oura Heritage und der Ringconn Smart Ring schnitten in dieser Kategorie besonders gut ab. Beide Modelle sind so leicht und angenehm zu tragen, dass sie kaum spürbar sind. Der Newgen Medicals Fitness Ring hingegen erwies sich als zu schwer und klobig, was ihn beim längeren Tragen unbequem machte.

Besonders beim Schlafkomfort zeigen die Ringe ihre Stärke im Vergleich zur Apple Watch, die nachts oft als störend empfunden wird. Allerdings sorgten die leuchtenden Sensoren des Ringconn und Newgen Medicals gelegentlich für Irritationen beim Einschlafen.

Funktionsumfang: Auf Augenhöhe mit der Apple Watch?

Alle drei getesteten Ringe bieten die grundlegenden Gesundheitsfunktionen wie die Messung von Herzfrequenz, Blutsauerstoff, Körpertemperatur und Schlafdaten. Hier bieten die Ringe eine ähnliche Funktionalität wie die Apple Watch, jedoch mit einem wesentlichen Unterschied: Die Ringe fokussieren sich ausschließlich auf Gesundheitsdaten und bieten keine Benachrichtigungen oder umfangreiche Apps wie die Apple Watch.

Der Oura Heritage punktet mit detaillierten Schlafdaten und anpassbaren Tageszielen basierend auf dem Stresslevel des Nutzers. Diese Funktion, die vorschlägt, die Trainingsintensität zu reduzieren, wenn das Stressniveau zu hoch ist, bietet weder die Apple Watch noch die anderen getesteten Ringe. Die Apple Watch hingegen überzeugt durch ihre breite Palette an Funktionen, die über das reine Tracking von Gesundheitsdaten hinausgeht. Besonders bei der Aktivitätserkennung hat die Apple Watch einen klaren Vorteil, da sie automatisch Aktivitäten erkennt, während die Ringe hier oft manuell eingestellt werden müssen.

Apps: Benutzerfreundlichkeit entscheidet

Die Apps, die mit den Ringen verbunden sind, spielen eine entscheidende Rolle. Die App des Ringconn Smart Ring überzeugte im Test am meisten. Sie bietet eine klare, übersichtliche Darstellung aller wichtigen Daten, die auf der Startseite in Kacheln angeordnet sind. Im Gegensatz dazu enttäuschte die Oura-App, da sie nur über ein kostenpflichtiges Abonnement alle Funktionen freischaltet und nicht alle Daten direkt auf der Startseite anzeigt.

Die App des Newgen Medicals Fitness Ring fiel im Test besonders negativ auf. Sie war schlecht übersetzt, unübersichtlich und die Nutzer wurden ständig ausgeloggt. Zudem war die App nicht mit der Apple Health-App kompatibel, was die Nutzung weiter erschwerte.

Akkulaufzeit: Deutlicher Vorteil für die Ringe

Ein klarer Pluspunkt der smarten Ringe ist die längere Akkulaufzeit. Während die Apple Watch in der Regel täglich geladen werden muss, halten die Ringe bis zu sechs Tage ohne Aufladen durch. Besonders der Ringconn überzeugte hier, da er bis zu 25 Tage im Standby-Modus durchhält. Damit bieten die Ringe eine größere Flexibilität für Nutzer, die ihre Geräte nicht ständig laden möchten.

Alltagstauglichkeit und Robustheit

In puncto Robustheit zeigte die Apple Watch ihre Stärke. Nach einem Jahr ununterbrochener Nutzung wies das Gehäuse kaum Kratzer auf, während die Ringe, insbesondere der Oura Heritage, bereits nach kurzer Zeit Kratzer auf der Oberfläche zeigten. Einzig der Newgen Medicals Fitness Ring blieb während des gesamten Tests kratzfrei.

Fazit: Smarte Ringe – eine sinnvolle Alternative?

Der Test zeigt, dass smarte Ringe eine interessante Alternative zur Smartwatch darstellen können, vor allem für Nutzer, die sich auf Gesundheitsfunktionen konzentrieren und weniger Ablenkung im Alltag wünschen. Der Oura Heritage überzeugt durch detaillierte Schlafdaten und personalisierte Empfehlungen, ist aber aufgrund seines Abonnementmodells und der schnellen Kratzerbildung nicht der klare Sieger.

Der Ringconn Smart Ring bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, da er eine gute App, solide Funktionen und eine lange Akkulaufzeit ohne Zusatzkosten kombiniert. Der Newgen Medicals Fitness Ring konnte hingegen weder durch Tragekomfort noch durch App-Nutzung überzeugen und schnitt im Test am schlechtesten ab.

Für Nutzer, die alle Funktionen der Apple Watch schätzen, bleibt diese weiterhin die beste Wahl. Doch wer eine minimalistische Alternative sucht, wird bei den smarten Ringen – besonders beim Ringconn – fündig.

nach oben