DigitalPhoto - Die neuen iPhone 16 Modelle im Kameracheck Testsieger
Die neuen iPhone 16 Modelle im Kameracheck im Test-Vergleich von DigitalPhoto
In diesem Vergleich wurden getestet:
03/2025 - DigitalPhoto
Inhaltsverzeichnis
Testreihe von DigitalPhoto: Das iPhone 16 im Fotografie-Check
Apple gehört mit einem Marktanteil von rund 26 Prozent weiterhin zu den führenden Smartphone-Herstellern in Deutschland. Doch gerade in der Fotografie mussten die iPhones in den letzten Jahren Rückschläge hinnehmen, da Konkurrenten wie Sony, Samsung oder XIAOMI mit Leica-Partnerschaft an ihnen vorbeizogen. Die neue iPhone-16-Serie soll das ändern. Eine der auffälligsten Neuerungen ist der dedizierte Kamera-Button, der den Zugriff auf die Kamera-App erleichtert und das Fotografieren schneller machen soll. Doch reichen die Verbesserungen aus, um sich wieder an die Spitze zu setzen? Die Redaktion von DigitalPhoto hat die vier Modelle der Serie – iPhone 16, iPhone 16 Plus, iPhone 16 Pro und iPhone 16 Pro Max – unter die Lupe genommen.
Apple iPhone 16: Die solide Basis
Mit dem iPhone 16 setzt Apple auf bewährte Technik und optimiert sie an entscheidenden Stellen. Der neue Kamera-Button ist dabei ein praktisches Feature, das jedoch keinen fundamentalen Unterschied zur gewohnten Bedienung über das Display macht. Fotografisch bleibt das iPhone 16 auf einem hohen Niveau, auch wenn es einige Einschränkungen gibt. Die Hauptkamera mit 26 mm (f/1.6) liefert zuverlässig gute Ergebnisse, während die Ultraweitwinkel-Linse mit 13 mm (f/2.2) eine willkommene Ergänzung ist.
Allerdings fehlt die Möglichkeit, in ProRAW zu fotografieren, was Profis vermissen dürften. Der zweifache optische Zoom ist hilfreich, reicht für ambitionierte Fotografen aber nicht aus. Die Software-Bildverarbeitung sorgt für ansprechende Farben und Dynamik, doch wer Bilder stärker nachbearbeiten möchte, stößt an Grenzen. Die Akkulaufzeit liegt mit 22 Stunden im soliden Bereich.
Apple iPhone 16 Plus: Der Geheimtipp für Social-Media-Fans
Das iPhone 16 Plus bietet ein 6,7-Zoll-Display, das sich besonders für Bildbearbeitung und Medienkonsum eignet. Wer ein älteres iPhone Pro Max nutzt, aber den hohen Preis für die neueste Pro-Max-Version scheut, findet hier eine interessante Alternative. Allerdings fehlen auch bei diesem Modell einige Features, die für professionelle Fotografen relevant sind. Es gibt keinen optischen Zoom und keine ProRAW-Unterstützung, was die Möglichkeiten zur Nachbearbeitung einschränkt.
Für Content-Creator bietet das iPhone 16 Plus hingegen eine attraktive Lösung. Die sogenannten Photographic Styles ermöglichen es, bereits vor der Aufnahme verschiedene Farblooks und Stimmungen auszuwählen. Wer keine Zeit mit der Nachbearbeitung verbringen möchte, kann mit diesen Voreinstellungen schnell ansprechende Ergebnisse erzielen. Mit einer Akkulaufzeit von 27 Stunden übertrifft das Modell die Standardversion deutlich.
Apple iPhone 16 Pro: Variable Brennweiten für anspruchsvolle Fotografen
Das iPhone 16 Pro ist die erste Wahl für Nutzer, die fotografisch mehr Flexibilität benötigen. Die Kamera-Ausstattung umfasst drei Brennweiten: eine Hauptlinse mit 24 mm (f/1.78), eine Ultraweitwinkel-Linse mit 13 mm (f/2.2) und eine Telekamera mit 120 mm (f/2.8). Besonders der verbesserte Telezoom bietet neue Möglichkeiten für Porträts und Detailaufnahmen.
Ein weiteres Feature ist der neue Action-Button, der als Schnellzugriff für verschiedene Funktionen belegt werden kann. Das ermöglicht eine flexiblere Bedienung, ersetzt aber keine klassische Kamerasteuerung. Trotz dieser Verbesserungen bleibt ein Kritikpunkt die Speichergröße. Die Basisversion startet mit 128 GB, was für Nutzer, die in ProRAW oder ProRes filmen, schnell an Grenzen stößt. Wer mehr Platz benötigt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Apple iPhone 16 Pro Max: Die beste Kamera mit Kompromissen
Das iPhone 16 Pro Max positioniert sich als das leistungsstärkste Modell der Serie. Vor allem in der Videofunktion setzt Apple neue Maßstäbe. ProRes-Aufnahmen lassen sich direkt auf externe Speichermedien aufzeichnen, was besonders für professionelle Filmemacher interessant ist.
Die Kamera bietet zwar beeindruckende Ergebnisse, weist aber auch einige Schwächen auf. Die Telekamera verfügt über einen vergleichsweise kleinen Sensor, was die Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen einschränkt. Die minimale Fokusdistanz von etwa einem Meter macht Makroaufnahmen mit dem Teleobjektiv nahezu unmöglich. Auch die Ultraweitwinkel- und Frontkamera liefern nur durchschnittliche Resultate.
Ein weiteres Problem ist die Software. Während des Tests zeigten sich immer wieder visuelle Fehler und gelegentliche Abstürze von Apps, was darauf hindeutet, dass iOS 18 noch nicht vollständig ausgereift ist. Wer sich für dieses Modell entscheidet, profitiert jedoch von der besten Akkulaufzeit der Serie mit bis zu 33 Stunden.