CT Magazin - 5Mini-PCs Testsieger

5Mini-PCs im Test-Vergleich von CT Magazin

CT Magazin

12/2025 - CT Magazin

Warum lohnt sich der Kauf eines gebrauchten Mini-PCs?

Die c’t-Redaktion zeigt im großen Zweites Leben für Bürodiener­Test, dass es oft nicht mehr sein muss als ein glänzend aufgearbeiteter Business-Mini-PC, um die Anforderungen an Windows 11 zu erfüllen. Statt 500 Euro für ein neues Gerät mit moderner Mobiltechnik auszugeben, genügt manchmal ein gebrauchtes Dell Optiplex, HP EliteDesk oder Intel NUC aus der achten Core-i-Generation. Sie bringen TPM 2.0, UEFI Secure Boot und vier bis sechs Kerne mit – genug für Office, Web und gelegentliche Bildbearbeitung. Ein aktueller Billig-Mini-PC mit Intel N150 mag sparsamer sein, doch bei praxisrelevanter Rechen- und Grafikleistung liegt er klar hinter den aufgearbeiteten Business-Rechnern zurück.

Wie stehen Leistung und Energieverbrauch im Vergleich?

Im c’t-Lab treten vier Refurbished-PCs gegen einen selbst bestückten Asus NUC14MNK an. Alle gebrauchten Mini-PCs erreichen in Cinebench und PCMark 10 Werte, die für den Büroeinsatz komfortable Arbeitsabläufe ermöglichen. Die N150-CPU ist zwar im Leerlauf ausgesprochen sparsam, doch bei anspruchsvolleren Multithread- oder 3D-Tasks reicht ihre Power kaum an die Core-i-Systeme heran. Dafür verbraucht der Asus-Nuc unter Dauerlast nur ein Fünftel der Energie eines Dell oder HP. Wer also vor allem surft, mailelt und mit Office-Anwendungen arbeitet, profitiert von aktuellen Effizienz-Kernen – für alles darüber hinaus empfiehlt c’t die gebrauchten Business-Rechner mit Vier- bis Sechs-Kern-CPUs.

Welche Fallstricke gilt es beim Refurbished-Kauf zu vermeiden?

Gebrauchte Mini-PCs kauft man bevorzugt bei MAR-refurbishern wie AfB, Backmarket, Green-IT.shop oder Itsco, denn hier gibt es legale Windows-11-Lizenzen und 12 bis 24 Monate Gewährleistung. Auf Plattformen wie eBay oder Kleinanzeigen finden sich häufiger Geräte mit inkompatiblen CPUs vor der Core-i-8000-Serie oder ohne TPM 2.0. Solche Rechner können per Registry-Hack zwar Windows 11 installieren, bleiben aber ohne Funktions- und Sicherheits­updates hängen. c’t rät: Nur Modelle mit Intel Core i-8000/Ryzen 3000 oder neuer taugen als Zweit-PC im Home-Office.

Warum sind Arbeitsspeicher und SSD-Kapazität so wichtig?

Wer heute noch auf 8 GByte RAM setzt, stößt schnell an Grenzen: Browser mit mehreren Tabs, Mail-Clients und Office-Programme verbrauchen im Zusammenspiel leicht mehr als 10 GByte. Für flüssiges Multitasking sollte man deshalb ein Upgrade auf 16 GByte RAM einplanen. Die SSD-Kapazität entscheidet über den Arbeitskomfort: 256 GByte reichen für einfache Office-PCs, wer Fotos oder Videos lokal bearbeitet, wählt mindestens 512 GByte. Manche Refurbisher bieten Aufrüst-Bundles fürs kleine Geld, das erspart das Eigen­basteln und wahrt die Garantie.

Wie gut funktionieren Linux-Distributionen auf den aufbereiteten Geräten?

c’t hat alle Mini-PCs zusätzlich mit Ubuntu 24.10 getestet. Ob HP EliteDesk, Dell Optiplex oder Intel NUC – in keiner Konstellation gab es Probleme mit Netzwerk, Grafik oder USB. Selbst der 2,5-Gbit/s-Ethernet-Adapter in einem Modell ließ sich nach einem Kernel-Update problemlos nutzen. Refurbished-Business-PCs sind also nicht nur für Windows 11, sondern auch für Linux-Einsteiger eine hervorragende und sichere Wahl.

Wann ist ein New-Build die bessere Alternative?

Wer maximale Leistung, topaktuelles WLAN 6E/7 und DisplayPort-Alternate-Mode über USB-C braucht, liegt mit einem selbst bestückten Mini-PC wie dem Asus NUC14MNK manchmal günstiger. Doch dieser Ansatz erfordert Eigen­initiative bei Hardware­auswahl, Windows-Lizenz und Montage. Für alle, die sich das ersparen möchten und einen sofort einsatzbereiten, gehobenen Office-PC wünschen, sind die geprüften Gebraucht-Mini-PCs von Dell, HP und Intel die bessere Wahl – solide, performant und umweltschonend.

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