CT Magazin - 6 Konfigurierbare Ethernet-Switches Testsieger

6 Konfigurierbare Ethernet-Switches im Test-Vergleich von CT Magazin

CT Magazin

10/2025 - CT Magazin

Warum lohnt sich ein Blick auf günstige 2,5-Gbit/s-Switches?

Weil selbst ambitionierte Heimvernetzer längst nicht mehr für Multigigabit-Technik in tiefrote Zahlen geraten müssen. Viele unserer getesteten Modelle kosten deutlich unter 70 Euro und liefern dennoch echten Durchsatz, VLAN-Unterstützung und Features wie Port-Mirroring. In seinem Test hat Ernst Ahlers fünf dieser Preisbrecher mit einem Profi-Switch von Zyxel verglichen, um herauszufinden, ob beim Sparen an der falschen Stelle gespart wird.

Wie wurden die Geräte ausgewählt und geprüft?

Alle Testmuster bezog das c’t-Team über Amazon, um Zollprobleme und Garantie-Hürden auszuschließen. Neben vier 2,5-Gbit/s-RJ45-Ports verfügen einige Modelle über SFP+-Slots für Glasfaser oder 10-Gigabit-Kupfer, einige sogar über einen echten 10GBase-T-Port. Im Test von Ernst Ahlers mussten alle Switches VLAN-Tags korrekt erkennen, Trunk-Ports betreiben, Port-Mirroring realisieren und bei voller Last stabil bleiben. Die Konfigurationsoberflächen zeigten dabei große Unterschiede: Während die Billig-Switches mit schlichtem 90er-Browserlook auskommen, bietet Zyxel HTTPS, IPv6-Management und Cloud-Anbindung.

Welche Einschränkungen treten häufig auf?

Viele Hersteller weichen vom VESA-Standard ab, hier geht es jedoch um Ethernet: Die billigen Switches basieren meist auf Realtek-Chips (RTL8372) und haben einfache Web-GUIs, die nur Englisch kennen und bei komplexen Einstellungen bisweilen schweigen. Firmware-Updates sind selten, Dokumentation oft nur online als kurze PDF. IPv6-Management klappte im Test nur bei Zyxel zuverlässig, und nur er akzeptierte dynamische Präfixe ohne Aussetzer—ein Punkt, den Ernst Ahlers ausdrücklich lobt.

Was leisten VLANs, Trunking und Extras?

32 VLANs decken den Bedarf kleiner und mittlerer Netze ab; Zyxel verwaltet sogar bis zu 1024. Link Aggregation bündelt zwei Ports zu 5 Gbit/s, Port-Mirroring hilft beim Netzwerk-Troubleshooting. Alle Geräte unterstützen Storm Control, Loop Prevention und Port-Isolation; einige bieten zusätzlich DHCP-Snooping und MAC-Constraint. Besonders MokerLink punktet mit einem echten 10GBase-T-Port, nimmt dafür allerdings etwas mehr Strom auf.

Welches Fazit zieht der Test?

Laut Ernst Ahlers und seinem Team genügen günstige 2,5-Gbit/s-Switches für die meisten Heimanwender und Kleinbüros. Sie bringen die wichtigsten Profi-Funktionen mit, verbrauchen wenig Energie und sind sofort über Amazon lieferbar. Wer jedoch auf moderne Verwaltung, regelmäßige Firmware-Pflege und IPv6-Support Wert legt, greift besser zum etwas teureren Zyxel-Switch.