CT Magazin - 5 smarte Baumlichterketten Testsieger

5 smarte Baumlichterketten im Test-Vergleich von CT Magazin

CT Magazin

12/2025 - CT Magazin

Welche smarte Lichterkette passt zu meinem Baum?

Smarte Lichterketten machen den Weihnachtsbaum vielseitiger – und lassen sich einfach per App steuern. Die c’t-Redaktion hat fünf Modelle getestet, von Govee, Nanoleaf, Philips Hue, Twinkly und Wiz. Trotz ähnlicher Grundfunktion gibt es bei Bedienung, Lichtgestaltung und smarten Extras deutliche Unterschiede.

Muss es immer Wi-Fi sein – oder geht auch offline?

Alle getesteten Ketten setzen auf eine App, die über Bluetooth oder WLAN mit dem Baumlicht kommuniziert. Eine permanente Internetverbindung ist im Alltag nicht nötig. Nur bei der Ersteinrichtung verlangen fast alle Hersteller ein Cloudkonto. Praktisch: Die Apps speichern Zeitpläne lokal auf der Kette – so klappt der automatische Start auch offline.

Wie einfach ist die Einrichtung?

Die Installation der Apps und das Hinzufügen zur Heimnetzwerkstruktur verlief im Test reibungslos. Bei Govee, Nanoleaf und Twinkly kann man den Baum sogar per Smartphone-Kamera abfilmen, damit die App die genaue Position der LEDs erfasst – das erspart präzises Wickeln. Philips Hue lässt sich alternativ per Bluetooth schnell starten, entfaltet seinen vollen Funktionsumfang aber erst mit passender ZigBee-Bridge.

Welche Effekte bietet welche App?

Bei der Lichtgestaltung trennt sich die Spreu vom Weizen. Twinkly und Govee bieten besonders viele und verspielte Farb- und Lauflichteffekte – aber oft recht grell und bunt. Nanoleaf kombiniert smarte Szenen mit moderner Oberfläche und KI-Tools. Philips Hue zeigt sich bei den Effekten zurückhaltender, liefert dafür aber elegante, stimmige Farben. Wiz liegt in Funktionsumfang und Stil irgendwo dazwischen – und ist die günstigste Option im Test.

Was ist beim Aufhängen zu beachten?

Die Lichterketten von Hue, Nanoleaf und Wiz lassen sich klassisch um den Baum wickeln – das kann je nach Form des Baums und Länge der Kette etwas Geduld erfordern. Govee und Twinkly erleichtern diesen Teil mit ihrer App-gestützten Kartierung. Die LEDs der Govee-Kette sitzen auf kleinen Kunststoffkerzen – das wirkt klassischer, braucht aber beim Drapieren mehr Platz.

Wie sieht es mit Smart-Home-Integration aus?

Alle Ketten lassen sich in Systeme wie Alexa, Google Assistant oder Apple Home einbinden. Hue und Nanoleaf sind dabei am weitesten vernetzt, Twinkly punktet mit vielen Plattformanbindungen. Wer Sensoren oder Geofencing nutzen möchte, braucht bei manchen Marken zusätzliche Komponenten. Hue integriert Bewegungsmelder direkt ins System, andere nutzen Umwege über Smart-Home-Dienste.

Welche Unterschiede gibt es bei Stromverbrauch und Preis?

Beim Energiebedarf im Betrieb lagen die getesteten Ketten zwischen 7 und knapp 24 Watt. Im Standby war Philips Hue mit 0,28 Watt am sparsamsten. Beim Preis reicht die Spanne von 70 Euro (Wiz) bis 220 Euro (Hue). Auch die Drahtfarbe (grün oder schwarz), die LED-Anzahl und ob RGB oder RGBW zum Einsatz kommt, unterscheiden sich.

Worauf sollte man besonders achten?

Wer sich möglichst viele Lichteffekte wünscht, wird bei Govee und Twinkly fündig – mit dem Nachteil einer teils überladenen App. Wer es stilvoll und reduziert mag, liegt mit Hue richtig. Nanoleaf bietet eine gelungene Mischung aus einfacher Bedienung, KI-gestützten Szenen und ordentlichem Funktionsumfang. Wiz ist ein günstiger Einstieg, der sich auf das Wesentliche beschränkt.

Und wenn es draußen leuchten soll?

Vier der fünf getesteten Lichterketten sind spritzwassergeschützt (mindestens IP44) und damit auch für den Außenbereich geeignet. Einzig Govee bewirbt sein Modell offiziell nur für den Inneneinsatz – obwohl Steckverbinder und Netzteil ebenfalls wetterfest wirken. Wer draußen dekorieren will, sollte hier vorsichtig sein.

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