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Fitnesstracker oder Smartring? im Test-Vergleich von Computer Bild

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13/2025 - Computer Bild

Sind smarte Ringe die Zukunft der Fitness-Tracker?

In der Welt der Wearables kündigt sich eine kleine Revolution an: Smarte Ringe könnten bald klassische Fitnesstracker am Handgelenk ablösen. Schlank, unauffällig und dennoch funktionsstark – so präsentieren sich die neuen Gesundheits-Gadgets. Doch wie viel Technik steckt tatsächlich in den Mini-Geräten? Die Redaktion von Computer Bild hat Fitnesstracker und smarte Ringe in einem direkten Vergleich getestet. Das Ergebnis überrascht: Nicht immer ist der Fortschritt auch ein Vorteil.

Warum dieser Vergleich?

Der Boom um smarte Gesundheitsgadgets hält an – gleichzeitig werden sie immer spezialisierter. Die Redaktion wählte deshalb drei Vergleichsduelle aus, die typische Nutzerinteressen abdecken: Testsieger gegen Testsieger (Fitbit Charge 6 vs. Samsung Galaxy Ring), Preis-Leistungs-Hits (Huawei Band 9 vs. Amazfit Helio Ring) und Premiumlösungen mit Abo-Modell (Whoop 5.0 vs. Oura Ring 4). Ziel war es herauszufinden, welche Geräteklasse sich in welcher Disziplin durchsetzt – und für wen sich welches Modell lohnt.

Duell 1: Testsieger im Ring-Check

Im Duell der Top-Modelle trifft der Fitbit Charge 6 (98 Euro) auf den Samsung Galaxy Ring (294 Euro). Beide bieten zuverlässige Schrittzählung, präzise Herzfrequenzmessung und gute Schlafanalyse. Dennoch offenbaren sich fundamentale Unterschiede:

  • Vorteil Tracker: Der Charge 6 besitzt ein helles Display, EKG-Funktion und integriertes GPS – das macht ihn beim Sport zum autonomen Begleiter. Zudem lässt er sich mit iOS und Android koppeln, was die Zielgruppe erweitert.
  • Vorteil Ring: Der Galaxy Ring ist leichter, unauffälliger und bequemer – besonders nachts. Auch die Herzfrequenzmessung ist präzise. Die Laufzeit von fünf Tagen übertrifft die des Trackers deutlich.

Trotz einiger Einschränkungen (etwa fehlende Smartfunktionen und iPhone-Inkompatibilität) lieferte der Galaxy Ring ein überzeugendes Ergebnis und wurde zum besten Ring im Test gekürt.

Duell 2: Preistipp mit Überraschung

Im unteren Preissegment trat das Huawei Band 9 (39 Euro) gegen den Amazfit Helio Ring (134 Euro) an. Beide liefern solide Basisfunktionen, aber nur einer konnte wirklich überzeugen:

  • Das Huawei Band bietet deutlich mehr Sportmodi und eine bessere automatische Trainingserkennung.
  • Beide Geräte messen Puls und Schlaf zuverlässig, doch bei den Zusatzfunktionen (z. B. Musiksteuerung) liegt das Band vorne.
  • Der Helio Ring schwächelt vor allem bei der Akkulaufzeit (nur zwei Tage) und eingeschränkter Größenverfügbarkeit.

Das Urteil fiel eindeutig aus: Für rund ein Drittel des Preises bietet das Huawei Band 9 das klar bessere Gesamtpaket.

Duell 3: Premiumlösungen mit Abo-Zwang

In der dritten Kategorie standen sich der Whoop 5.0 (nur im Abo, bis 399 Euro/Jahr) und der Oura Ring 4 (399 Euro + 70 Euro/Jahr) gegenüber. Beide setzen auf langfristige Gesundheitsanalyse – mit Licht und Schatten:

  • Der Whoop punktet mit außergewöhnlicher Akkulaufzeit (bis zu 14 Tage) und kabellosem Laden. Seine Schlafanalyse ist präzise, allerdings ist die Herzfrequenzmessung bei Bewegung ungenau.
  • Der Oura Ring bietet ohne Abo nur eingeschränkten Funktionsumfang. Mit Abo ist die Trainings- und Schlafanalyse jedoch sehr detailliert und zuverlässig.

Trotz hoher Preise bleibt festzuhalten: Beide Systeme sprechen eher Gesundheits-Enthusiasten an als Alltagsnutzer. Wer sich auf die Abo-Logik einlassen will, erhält aber tiefgreifende Einsichten in körperliche Leistung und Erholung.

Fazit: Wer sollte zu welchem Gerät greifen?

Der Test von Computer Bild zeigt klar: Smarte Ringe sind keine bloße Modeerscheinung, sondern ernstzunehmende Alternativen zu klassischen Fitnesstrackern – besonders wenn Komfort und unauffälliges Tragen im Vordergrund stehen.

  • Für Sportler mit Fokus auf Trainingsvielfalt und Unabhängigkeit vom Smartphone bleiben Fitnesstracker wie der Fitbit Charge 6 erste Wahl.
  • Wer maximale Akkulaufzeit und Schlafkomfort sucht, findet im Samsung Galaxy Ring oder dem Whoop 5.0 innovative Alternativen.
  • Sparfüchse sind mit dem Huawei Band 9 besser bedient als mit günstigen Ringen.
  • Für Technik-Enthusiasten mit Anspruch auf umfassende Analyse bieten der Whoop 5.0 und der Oura Ring 4 ein beeindruckendes, wenn auch kostenintensives Paket.

In der Welt der Gesundheits-Wearables wird sich künftig entscheiden müssen, was dem Nutzer wichtiger ist: maximale Funktionalität oder maximale Diskretion. Der Wandel vom klobigen Tracker zum eleganten Ring ist in vollem Gange – aber die Fitness-Zukunft bleibt vorerst zweigleisig.

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