Computer Bild - 3 PCI-Express-5.0-SSDs Testsieger

3 PCI-Express-5.0-SSDs im Test-Vergleich von Computer Bild

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07/2025 - Computer Bild

Was leisten moderne PCIe-5.0-SSDs wirklich?

Lange wurde spekuliert, wann Marktführer Samsung endlich seine erste SSD mit PCI-Express-5.0-Technologie vorstellt. Nun ist sie da: Die Samsung 9100 Pro-Serie markiert den Einstieg des Herstellers in die neue Geschwindigkeitsebene für SSDs. COMPUTER BILD hat sich die Modelle mit und ohne Kühlkörper im Detail angesehen und sie mit der deutlich günstigeren PNY CS2150 verglichen, die ebenfalls auf den neuen PCIe-5.0-Standard setzt. Der Test zeigt, wie viel Tempo man heute für sein Geld erwarten darf – und wo Abstriche nötig sind.

Was bringt PCIe 5.0 gegenüber PCIe 4.0?

PCIe-5.0-SSDs sollen bis zu 16 Gigabyte pro Sekunde schaffen – doppelt so viel wie ihre Vorgänger mit PCIe 4.0. In der Praxis erreichen Samsungs neue 9100 Pro-Modelle zwar nicht ganz diese Maximalwerte, kommen mit rund 14,6 GB/s beim Lesen und 13,4 GB/s beim Schreiben aber sehr nahe heran. Das gilt sowohl für die Standardversion als auch für das Modell mit Heatsink. Die Unterschiede zwischen beiden Varianten sind im Alltag praktisch irrelevant, wie COMPUTER BILD in seinem Test bestätigt.

Deutlich zurück fällt die PNY CS2150, die es bei maximal 10,2 GB/s im Lesebetrieb belässt und beim Schreiben mit rund 5,5 GB/s auf dem Niveau schneller PCIe-4.0-SSDs wie der Samsung 990 Pro bleibt. Die Frage stellt sich also: Ist eine günstige PCIe-5.0-SSD automatisch die bessere Wahl? Der Test liefert eine klare Antwort.

Reicht günstige Technik für moderne Anwendungen?

In Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis will PNY mit der CS2150 punkten. Zwar ist sie mit etwa 120 Euro für 1 Terabyte deutlich günstiger als die 9100 Pro von Samsung, doch im Gegenzug muss man auch spürbar längere Lade- und Speicherzeiten in Kauf nehmen. Das Lesetempo liegt gut 45 Prozent unter dem Samsung-Modell, beim Schreiben fällt der Unterschied noch drastischer aus. Vor allem im Bereich der Programmstarts und -ladezeiten (gemessen in IOPS) zeigte sich die PNY weniger dynamisch. Damit ist sie nur bedingt für Nutzer geeignet, die regelmäßig mit großen Datenmengen arbeiten oder das Maximum aus modernen Spielen und Anwendungen herausholen wollen.

COMPUTER BILD stellt im Test fest, dass die Samsung 9100 Pro nicht nur bei sequentiellen Datenraten, sondern auch bei der sogenannten Programm- oder Anwendungsbeschleunigung neue Maßstäbe setzt. Mit erstmals über zwei Millionen IOPS beim Lesen ist sie die schnellste jemals getestete SSD im Labor des Magazins.

Wie viel kostet echte Spitzenleistung?

Die hohe Performance der 9100 Pro-Serie hat ihren Preis. Mit rund 500 Euro für die 4-Terabyte-Variante ist sie deutlich teurer als die CS2150. Allerdings ist der Unterschied in der tatsächlichen Leistung auch erheblich. Samsung verbaut nicht nur modernen TLC-Speicher mit bis zu 236 Schichten, sondern auch den leistungsstarken Presto-Controller und nutzt die Vorteile des PCIe-5.0-Protokolls konsequent aus.

Die PNY CS2150 hingegen setzt auf Speicher von Kioxia mit 218 Layern und einen Phison-Controller, der sich im Test als bremsender Faktor erwies. So fällt die CS2150 im Vergleich zur ebenfalls günstigeren PCIe-4.0-SSD Samsung 990 Pro sogar leicht zurück – was ihre Preiswürdigkeit relativiert.

Was sagt der Test zu Langzeitwert und Alltagstauglichkeit?

Auch wenn die Samsung 9100 Pro in der Variante mit Kühlkörper schwerer und dicker ausfällt, sind die Unterschiede zur Standardversion im Praxisbetrieb minimal. Beide Modelle überzeugen mit sehr kurzen Zugriffszeiten von unter 0,05 Millisekunden beim Lesen und Schreiben. Das spricht für eine exzellente Reaktionsgeschwindigkeit in Alltagsanwendungen.

Dagegen bleibt bei der PNY CS2150 vor allem das deutlich schwächere Schreiben ein Wermutstropfen. Wer häufig Daten kopiert oder größere Mengen verarbeitet, wird hier spürbare Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Die CS2150 eignet sich damit eher für Leselastige Anwendungen oder als günstiger Einstieg in PCIe 5.0 – falls es nur darum geht, auf dem Datenblatt die neueste Technik stehen zu haben.

Lohnt sich der Umstieg?

Für Besitzer einer SSD mit PCIe 4.0 stellt sich die Frage nach dem Mehrwert. Laut COMPUTER BILD lohnt der Umstieg auf die Samsung 9100 Pro vor allem dann, wenn maximale Performance gefragt ist – etwa bei professionellem Arbeiten mit hochauflösenden Medien oder sehr datenintensiven Anwendungen. Nutzer älterer PCIe-3.0-Modelle profitieren zusätzlich von einem deutlichen Temposchub.

Wer dagegen bereits mit einer flotten PCIe-4.0-SSD wie der Samsung 990 Pro unterwegs ist, wird in der Praxis nicht unbedingt einen revolutionären Unterschied spüren – außer es geht um Benchmark-Werte oder Extrembedingungen. Für Spieler oder Content-Creator mit höchsten Ansprüchen allerdings kann der Wechsel durchaus sinnvoll sein.

Was ist das Fazit von COMPUTER BILD?

Der Test von COMPUTER BILD zeigt klar: Die Samsung 9100 Pro ist aktuell die schnellste SSD mit PCIe-5.0-Anbindung. Sie erreicht nicht nur extrem hohe Transferraten, sondern übertrifft alle bisher getesteten Modelle bei der Programmleistung und Reaktionsgeschwindigkeit. Die Heatsink-Version bietet kaum messbare Vorteile, kostet aber mehr – der Griff zur Standardausführung genügt in den meisten Fällen.

Die PNY CS2150 bleibt als günstige Alternative hinter den Erwartungen zurück. Ihr Preis ist zwar niedrig, doch die Leistung genügt bestenfalls einfachen Anforderungen. Wer wirklich von PCIe 5.0 profitieren will, sollte etwas mehr investieren.

Auch deshalb fällt das Urteil der Redaktion eindeutig aus: Die 9100 Pro-Serie von Samsung setzt neue Maßstäbe. Wer Wert auf kompromisslose Geschwindigkeit legt, findet hier den neuen Referenzstandard. Die PNY CS2150 hingegen empfiehlt sich nur mit Einschränkungen – und bleibt letztlich hinter den Möglichkeiten des neuen Standards zurück.

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