Computer Bild - 8 Smarte Ringe Testsieger
8 Smarte Ringe im Test-Vergleich von Computer Bild
05/2025 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
- Smarte Ringe im COMPUTER BILD-Test: Wer bietet die beste Technik?
- Was können smarte Ringe wirklich?
- Wie wichtig ist die richtige Größe?
- Welcher Ring misst am genauesten?
- Wie lange halten smarte Ringe durch?
- Wie bequem ist das Laden?
- Welche App ist am besten?
- Kann ein smarter Ring eine Smartwatch ersetzen?
- Lohnt sich ein smarter Ring?
Smarte Ringe im COMPUTER BILD-Test: Wer bietet die beste Technik?
Smartwatches und Fitnesstracker sind längst Alltag, doch nun drängt eine neue Technologie auf den Markt: Smarte Ringe. Sie sind klein, leicht und versprechen präzises Gesundheits- und Fitness-Tracking. COMPUTER BILD hat acht smarte Ringe getestet und untersucht, welche Modelle wirklich überzeugen und ob günstige Alternativen mit den teureren Varianten mithalten können.
Was können smarte Ringe wirklich?
Ähnlich wie Fitnesstracker messen smarte Ringe die Herzfrequenz, den Ruhepuls und die zurückgelegten Schritte. Einige Modelle erfassen zusätzlich die Hauttemperatur und die Sauerstoffsättigung im Blut. Besonders interessant ist die Schlafanalyse, denn der Ring stört nachts weniger als eine klobige Smartwatch. Ein großer Unterschied zu klassischen Fitness-Wearables ist das fehlende Display. Alle Daten lassen sich nur über eine App auf dem Smartphone abrufen. Eine eigenständige Nutzung ist nicht möglich.
Wie wichtig ist die richtige Größe?
Ein smarter Ring muss perfekt sitzen, damit die Messwerte genau erfasst werden. Da sich die Größe nachträglich nicht anpassen lässt, bieten viele Hersteller sogenannte Sizing-Kits mit Dummyringen an. Damit können Nutzer die optimale Größe bestimmen. Die meisten Modelle sollten am Zeige- oder Mittelfinger getragen werden. Da sich die Finger im Laufe des Tages leicht verändern können, empfiehlt COMPUTER BILD, den Dummyring mindestens 24 Stunden zur Probe zu tragen.
Welcher Ring misst am genauesten?
Die Herzfrequenzmessung war bei den meisten Testkandidaten zuverlässig. Besonders exakt arbeiteten der Samsung Galaxy Ring, der Amazfit Helio Ring, der RingConn Gen 1 & 2 sowie der Oura Ring 3 & 4. Weniger überzeugend war der Babyelf Smart Ring, der Werte teils stark verfälschte. Auch der Circular Slim hatte Schwierigkeiten, gleichmäßige Messungen zu liefern. Bei der Schlafanalyse zeigten sich ebenfalls Unterschiede. Der RingConn Gen 2 und der Samsung Galaxy Ring konnten nicht nur Schlafphasen erkennen, sondern auch kurze Wachphasen zuverlässig aufzeichnen. Einige Modelle, wie der Circular Slim, erfassten manche Nächte überhaupt nicht.
Eine Besonderheit bietet der RingConn Gen 2: Er erkennt mögliche Anzeichen von Schlafapnoe und warnt den Nutzer, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten.
Wie lange halten smarte Ringe durch?
Ein großes Problem vieler smarter Geräte ist die Akkulaufzeit. Hier gab es im Test erhebliche Unterschiede.
Die besten Werte erzielte der RingConn Gen 1 & 2, die mehr als eine Woche durchhielten. Auch der Oura Ring 4 und der Samsung Galaxy Ring kamen auf rund fünf bis sieben Tage. Schlechter schnitten der Circular Slim und der Amazfit Helio Ring ab. Beide hielten nur zwei Tage durch und mussten dann wieder aufgeladen werden.
Wie bequem ist das Laden?
Die Art des Ladens unterscheidet sich je nach Modell. Besonders komfortabel sind Ladecases, wie sie bei Samsung und RingConn zum Einsatz kommen. Diese speichern Energie und ermöglichen auch unterwegs ein einfaches Nachladen. Der Circular Slim fiel im Test negativ auf, da sein Ladestick nicht zuverlässig funktionierte. Immer wieder rutschte der Ring von der Ladefläche, wodurch das Gerät nicht geladen wurde.
Welche App ist am besten?
Die zugehörige Smartphone-App ist das wichtigste Interface für smarte Ringe. COMPUTER BILD prüfte, welche Apps die besten Analysen bieten und wie zuverlässig die Verbindung zwischen Ring und Smartphone funktioniert. Besonders übersichtlich waren die Apps von Samsung, Oura und RingConn. Sie boten detaillierte Auswertungen und eine intuitive Navigation.
Probleme gab es bei der App von Circular. Neben Verbindungsabbrüchen störte eine unvollständige Übersetzung. Der Babyelf Smart Ring fiel ebenfalls negativ auf, da seine App nur wenige Funktionen bot und viele Werte nicht nachvollziehbar waren.
Ein wichtiger Punkt im Test war der Datenschutz. Hier zeigte sich, dass viele Hersteller Verbesserungspotenzial haben. Amazfit schnitt in dieser Kategorie am besten ab. Kritisch waren die Datenschutzrichtlinien von RingConn und Babyelf, da sie unzureichende Angaben zur Datenweitergabe enthielten.
Kann ein smarter Ring eine Smartwatch ersetzen?
Der Test zeigt, dass smarte Ringe in einigen Bereichen mit Fitnesstrackern und Smartwatches mithalten können. Besonders beim Schlaftracking sind sie durch ihre kompakte Bauweise im Vorteil. Allerdings gibt es auch klare Einschränkungen. Die meisten Ringe bieten nur eine eingeschränkte Sporterfassung und keine GPS-Funktion. Auch das kontaktlose Bezahlen ist mit keinem der getesteten Modelle möglich. Welcher Ring ist der beste? Der Samsung Galaxy Ring gewann den Test. Er überzeugte mit präziser Messung, gutem Schlaftracking und einer hochwertigen Verarbeitung. Allerdings funktioniert er nur mit Android-Smartphones. Für iPhone-Nutzer sind die Oura Ringe die beste Wahl. Der Oura Ring 3 & 4 boten detaillierte Analysen, allerdings nur mit kostenpflichtigem Abo. Ohne Abonnement sind nur Basiswerte wie Schlafdauer und Aktivitätsniveau sichtbar. Der RingConn Gen 2 konnte mit seiner Schlafapnoe-Erkennung punkten, hat aber Defizite beim Datenschutz. Den Preis-Leistungs-Sieg holte der Amazfit Helio Ring. Er bietet eine solide Messgenauigkeit, eine brauchbare App und die besten Datenschutzbedingungen im Test.
Lohnt sich ein smarter Ring?
Smarte Ringe sind eine interessante Alternative zu Fitnesstrackern, insbesondere für Nutzer, die ein unauffälliges Gerät bevorzugen. Sie eignen sich besonders gut für Schlaftracking und die Erfassung der Herzfrequenz im Alltag. Wer jedoch umfangreiche Sportfunktionen oder ein Display für Benachrichtigungen sucht, ist mit einer Smartwatch besser bedient.
Der Test von COMPUTER BILD zeigt: Wer bereit ist, etwas mehr zu investieren, bekommt mit Modellen wie dem Samsung Galaxy Ring oder dem Oura Ring 4 ein zuverlässiges Wearable mit präzisen Messungen und guter Verarbeitung. Günstige Alternativen wie der Babyelf Smart Ring bieten dagegen kaum brauchbare Funktionen und sind eher Spielerei als ernsthaftes Gesundheits-Tool.