ADAC motorwelt - 17 Kindersitze Testsieger
17 Kindersitze im Test-Vergleich von ADAC motorwelt
In diesem Vergleich wurden getestet:
10/2025 - ADAC motorwelt
Inhaltsverzeichnis
- Wie sicher ist Ihr Kind im Auto wirklich?
- Was wurde getestet?
- Welcher Sitz ist Testsieger?
- Welche Sitze sind nicht empfehlenswert?
- Wie sieht es mit günstigeren Modellen aus?
- Was sollten Eltern beim Kauf beachten?
- Was bringt die neue Umweltbewertung?
- Was ist neu an der Testmethode?
- Warum der Test für Eltern wichtig ist
Wie sicher ist Ihr Kind im Auto wirklich?
Kindersitze sollen schützen – doch nicht alle Modelle im aktuellen ADAC Kindersitztest erfüllen diese Aufgabe zufriedenstellend. 17 neue Sitze hat der ADAC gemeinsam mit anderen europäischen Automobilclubs geprüft – das Ergebnis ist durchwachsen: Während fünf Modelle mit „gut“ abschneiden, sind drei Sitze klar durchgefallen.
Was wurde getestet?
Untersucht wurden Kindersitze für alle Altersklassen – von Babyschalen bis zu Sitzerhöhungen für Kinder bis etwa zwölf Jahre. Bewertet wurden neben der Sicherheit auch Handhabung, Ergonomie, Schadstoffe und erstmals auch PFAS als Umweltschadstoffe. Die Preisspanne war groß: Einige Modelle sind schon für rund 100 Euro erhältlich, andere kosten über 800 Euro. Wichtig: Alle Sitze erfüllen die gesetzlichen Vorgaben – doch das allein garantiert keine gute Qualität.
Welcher Sitz ist Testsieger?
Bester Sitz im Test ist überraschenderweise keine Babyschale, sondern eine Sitzerhöhung: Der Britax Römer Kidfix Pro erhielt als einziger Sitz die Note 1,8. Er eignet sich für Kinder von rund vier bis zwölf Jahren und überzeugte besonders bei der Sicherheit. Ebenfalls „gut“ schnitten weitere Modelle für Babys und Kleinkinder ab, unter anderem von Joie, Axkid und Besafe.
Welche Sitze sind nicht empfehlenswert?
Drei Sitze fielen im ADAC Test mit „mangelhaft“ durch – aus unterschiedlichen Gründen:
- Zwei mitwachsende Sitze, Reecle 360 (ZA10 i-Size) und Chipolino Olympus i-Size, zeigten gravierende Sicherheitsmängel beim Crashtest.
- Beim Maxi-Cosi Nomad Plus wurde eine zu hohe PFAS-Belastung festgestellt – ein klarer Umweltrisiko-Faktor.
- Eltern, die diese Modelle bereits besitzen, sollten sich an den Händler wenden – auch wenn ein Rückgaberecht rechtlich nicht automatisch gegeben ist.
Wie sieht es mit günstigeren Modellen aus?
Nicht jeder günstige Sitz ist schlecht – aber Schwächen sind häufig. Einige Modelle unter 200 Euro erhielten immerhin ein „befriedigend“. Diese Sitze sind nutzbar, wenn man ihre Grenzen kennt. Sicherheitseinbußen oder Komforteinbußen sollten jedoch nicht unterschätzt werden – besonders bei Modellen mit aufwendiger Handhabung oder wenig Seitenhalt.
Was sollten Eltern beim Kauf beachten?
Neben Testergebnissen ist die Passform entscheidend: Kind und Auto müssen zum Sitz passen. Der ADAC rät, den Kauf im Fachhandel zu tätigen und den Sitz vorher im eigenen Auto zu testen. Auch das Gewicht des Sitzes spielt eine Rolle – besonders wenn das Modell regelmäßig zwischen Autos gewechselt wird. Leichtere Sitze mit ISOFIX sind hier oft praktischer.
Was bringt die neue Umweltbewertung?
Seit 2025 prüft der ADAC neben klassischen Schadstoffen auch PFAS – sogenannte „Ewigkeitschemikalien“. Diese Stoffe belasten Umwelt und Gesundheit. Überschreiten Sitze dabei Grenzwerte, fließt das in die Gesamtnote ein – wie beim genannten Fall von Maxi-Cosi. Der ADAC unterstreicht damit seine Rolle als Verbraucherschützer und macht deutlich: Auch Umweltaspekte gehören zur Kindersicherheit.
Was ist neu an der Testmethode?
Die Crashtests beim ADAC gehen bewusst über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus. Ergänzt werden sie durch umfangreiche Prüfungen zur Handhabung, Sitzergonomie und chemischen Belastungen. Zudem werden die Sitze anonym im Handel gekauft, um die Serienqualität zu sichern. Seit 2025 gilt: Nur wer in allen Bereichen solide abschneidet, kann insgesamt mit einem guten Ergebnis rechnen. Einzelne Schwächen, vor allem bei Sicherheit oder Schadstoffen, führen zu einer Abwertung.
Warum der Test für Eltern wichtig ist
Eltern möchten nur das Beste für ihre Kinder – das gilt auch für die Sicherheit im Auto. Der ADAC Kindersitztest hilft dabei, die richtige Wahl zu treffen. Und zeigt: Teuer ist nicht immer automatisch besser, aber bei extrem günstigen Modellen ist oft Vorsicht geboten.
Mehr Informationen zum Test und alle Ergebnisse seit 2020 bietet der ADAC auf seiner Website.