Testmagazin - 2 Akku-Stabmixer Testsieger

2 Akku-Stabmixer im Test-Vergleich von Testmagazin

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03/2025 - Testmagazin

Wie leistungsfähig sind Stabmixer mit Akku wirklich?

In der Welt der Küchenhelfer erleben Stabmixer mit Akku eine kleine Revolution. Sie versprechen mehr Flexibilität, keine störenden Kabel und trotzdem eine Leistung, die der kabelgebundenen Konkurrenz möglichst nahekommen soll. Doch wie gut funktioniert das wirklich in der Praxis? Dieser Frage ist das ETM TESTMAGAZIN in seiner Ausgabe 03/2025 nachgegangen. Getestet wurden zwei aktuelle Akku-Stabmixer – einer von GASTROBACK, einer von Sichler Haushaltsgeräte. Das Ziel des Tests: Herauszufinden, wie sich diese Geräte im Alltag bewähren – beim Zerkleinern, in der Handhabung, bei der Akkuleistung und natürlich beim Reinigungskomfort.

Wie wurde getestet – und worauf kam es an?

Auch bei diesem Vergleich orientierte sich das ETM TESTMAGAZIN an praxisnahen Bedingungen. Die Mixer mussten Bananen, Erdbeeren und Orangensaft zu Smoothies verarbeiten, rohe Karottenscheiben pürieren und faserigen Ingwer zerkleinern – jeweils für 30 Sekunden. Anschließend wurde geprüft, wie viel Rückstand beim Passieren durch ein Sieb mit 1 mm Maschenweite zurückblieb. Zusätzlich wurde untersucht, wie gut sich die Geräte montieren und bedienen lassen, wie sicher sie in der Hand liegen, wie laut sie beim Arbeiten sind und wie schnell sie nach vollständiger Entladung wieder aufgeladen sind.

Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Geräten?

Beide getesteten Stabmixer verwenden Lithium-Ionen-Akkus, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Ausführung. Der Testsieger von GASTROBACK überzeugte mit einem separaten Akku, der sich magnetisch verbinden und leicht wechseln lässt. Die stufenlose Leistungsregelung ermöglicht eine flexible Anpassung an die jeweilige Aufgabe. Der Akku hält im Test erstaunlich lange durch – über 30 Minuten – benötigt aber über vier Stunden zum vollständigen Laden. Dafür bekommt man ein sehr umfangreiches Zubehörpaket, das unter anderem einen Emulgierstab, einen Milchaufschäumer und einen Klingenschutz umfasst.

Der Stabmixer von Sichler, der als Preis-Leistungssieger ausgezeichnet wurde, setzt hingegen auf eine fest verbaute Akkueinheit. Das spart Gewicht und Platz, macht aber den Austausch bei Verschleiß deutlich schwieriger. Zudem steht nur eine einzige Leistungsstufe zur Verfügung, was die Flexibilität im Einsatz spürbar einschränkt. Positiv fällt dafür die relativ kurze Ladezeit auf, die im Test bei knapp zweieinhalb Stunden lag. Auch bei harten Zutaten wie Karotten konnte das Gerät mit überraschend guter Leistung überzeugen – beim Ingwer jedoch offenbarte es Schwächen.

Wie schneiden die Mixer bei der Zubereitung verschiedener Lebensmittel ab?

Beide Modelle zeigten bei der Zubereitung von Smoothies gute Ergebnisse. Besonders der GASTROBACK-Stabmixer konnte hier mit einer sehr feinen Konsistenz punkten. Nur 5 g Rückstand im Sieb sprechen für eine saubere Verarbeitung. Auch der Mixer von Sichler lieferte eine brauchbare Leistung, obwohl mit 9 g etwas mehr Rückstand auf dem Sieb blieb.

Bei der Verarbeitung harter Zutaten offenbarten sich deutliche Unterschiede. Während der GASTROBACK-Mixer bei Karotten mit einem Rückstand von 74 g relativ schwach abschnitt, zeigte Sichler hier mit nur 40 g Rückstand eine erstaunlich gute Performance. Bei faserigem Ingwer wiederum drehten sich die Ergebnisse: GASTROBACK schnitt solide ab, während Sichler mit teils unzureichender Zerkleinerung und ungleichmäßiger Textur zu kämpfen hatte.

Welche Rolle spielt die Handhabung im Alltag?

Beide Modelle fordern die Nutzer in unterschiedlicher Weise heraus. Während GASTROBACK bei der Montage und dem Zubehör punktet, wird das Modell durch die lange Ladezeit etwas ausgebremst. Die Bedienung der stufenlosen Leistungsregelung hätte zudem ergonomischer gestaltet sein können. Dafür lässt sich der Akku einfach wechseln, und der Betrieb ist mit 84,5 dB angenehm leise.

Sichler setzt auf eine einfache Ein-Knopf-Bedienung, was auf den ersten Blick unkompliziert wirkt, im Alltag aber Nachteile mit sich bringt – insbesondere beim Wechseln des Zubehörs oder beim Einsetzen in die Ladestation. Hier ist etwas Geduld gefragt. Dafür überzeugt das Gerät mit geringem Gewicht und einer insgesamt erfreulich kurzen Ladezeit.

Was bedeutet das für Verbraucherinnen und Verbraucher?

Der Test zeigt deutlich: Auch bei kabellosen Stabmixern lohnt sich ein genauer Blick auf die Details. Wer maximale Ausstattung, hohe Akkulaufzeit und Zubehörvielfalt schätzt, ist mit dem GASTROBACK-Modell bestens beraten. Es bietet eine fast schon professionelle Vielseitigkeit, verlangt aber auch etwas Geduld beim Laden. Wer hingegen einen kompakten, günstigen und schnell aufladbaren Stabmixer für den gelegentlichen Einsatz sucht, sollte sich den Preis-Leistungs-Sieger von Sichler näher ansehen – auch wenn man dabei Kompromisse bei Handhabung und Leistung eingehen muss.

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