Tauchen Magazin - 4 Tauchcomputer mit großen Displays Testsieger

4 Tauchcomputer mit großen Displays im Test-Vergleich von Tauchen Magazin

Tauchen Magazin

11/2026 - Tauchen Magazin

Was zeichnet moderne Tauchcomputer mit großem Display aus?

Tauchcomputer gehören zur wichtigsten Sicherheitsausrüstung beim Tauchen. Sie überwachen unter anderem Tauchtiefe, Tauchzeit und Dekompressionsinformationen und helfen dabei, den Tauchgang sicher zu planen und durchzuführen. Neben klassischen Modellen im Uhrenformat gewinnen Geräte mit besonders großen Bildschirmen zunehmend an Bedeutung. Sie versprechen eine bessere Ablesbarkeit unter Wasser, umfangreiche Zusatzfunktionen und eine übersichtliche Darstellung wichtiger Tauchdaten. Das Magazin TAUCHEN hat in seiner Ausgabe 11/2026 vier Großdisplay-Tauchcomputer einem Vergleichstest unterzogen. Untersucht wurden der Garmin Descent X50i, der Halcyon Symbios, der Shearwater Peregrine AI und der Suunto Nautic. Die Geräte unterscheiden sich hinsichtlich ihrer technischen Ausstattung, Bedienkonzepte, Akkulaufzeiten und Kommunikationsmöglichkeiten. Während Garmin mit einem besonders umfangreichen Funktionsangebot und einem großen Farbdisplay aufwartet, richtet sich Halcyon insbesondere an technisch orientierte Taucher. Shearwater setzt auf eine unkomplizierte Bedienung und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis, während Suunto mit moderner AMOLED-Technologie und zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten überzeugen möchte. Die Preisspanne reicht von rund 699 Euro für den Suunto Nautic bis zu etwa 1.300 Euro für den Garmin Descent X50i. Im Mittelpunkt des Vergleichs steht die Frage, wie gut sich die unterschiedlichen Geräte unter realistischen Tauchbedingungen bedienen und ablesen lassen.

Wie unterscheiden sich die vier Tauchcomputer bei Ausstattung und Bedienung?

Die Testreihe berücksichtigt neben der technischen Ausstattung insbesondere die praktische Handhabung unter Wasser. Alle vier Tauchcomputer wurden bei mehreren Tauchgängen unter unterschiedlichen Bedingungen eingesetzt, darunter Tauchgänge in warmem und kaltem Gewässer sowie in Süß- und Salzwasser. Dabei standen die Ablesbarkeit der Displays, die Bedienbarkeit mit dicken Handschuhen und die Zuverlässigkeit der Funktionen im Vordergrund. Der Garmin Descent X50i besitzt ein 3,0 Zoll großes Farbdisplay, unterstützt Luftintegration mit bis zu acht Sendern und bietet eine Vielzahl zusätzlicher Funktionen. Dazu gehören unter anderem GPS, Tauchgangskarten und Kommunikationsmöglichkeiten zwischen kompatiblen Geräten. Besonders positiv bewertet die Redaktion den großen Funktionsumfang und die individuell konfigurierbare Anzeige. Allerdings fallen der hohe Preis und die vergleichsweise kurze Akkulaufzeit von etwa 16 bis 20 Stunden auf. Der Halcyon Symbios verfügt über ein 2,4 Zoll großes Farbdisplay und wurde ursprünglich als Bestandteil eines Kreislaufgerätesystems entwickelt. Er zeichnet sich durch seine robuste Konstruktion und eine gute Ablesbarkeit aus. Die Menüführung erfordert jedoch teilweise längere Tastendrücke, während die umfangreichen technischen Möglichkeiten eine gewisse Einarbeitung verlangen. Der Shearwater Peregrine AI bietet ein 2,2 Zoll großes Farbdisplay und überzeugt mit einer besonders intuitiven Bedienung. Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller rund 30 Stunden. Auch die Möglichkeit zur Luftintegration mit bis zu vier Sendern gehört zur Ausstattung. Der Suunto Nautic setzt auf ein 3,0 Zoll großes AMOLED-Display, das selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen eine sehr gute Ablesbarkeit ermöglicht. Hinzu kommen umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten der Anzeige und eine angegebene Akkulaufzeit von bis zu 120 Stunden. Allerdings bemängelt die Redaktion die Befestigung am Arm sowie die fehlende Möglichkeit, das Gerät automatisch über den Wasserkontakt einzuschalten.

Welcher Großdisplay-Tauchcomputer überzeugt im Vergleich besonders?

Die Ergebnisse zeigen, dass alle vier getesteten Geräte für den Einsatz beim Tauchen gut geeignet sind, ihre Stärken jedoch in unterschiedlichen Bereichen liegen. Einen klassischen Testsieger benennt die Redaktion bewusst nicht, da sich die Anforderungen von Sporttauchern, technischen Tauchern und Unterwasserfotografen erheblich unterscheiden. Der Garmin Descent X50i empfiehlt sich vor allem für anspruchsvolle Taucher, die umfangreiche Funktionen und eine individuelle Konfiguration benötigen. Besonders die Kommunikationsmöglichkeiten und das große Display heben ihn von den anderen Modellen ab. Der Halcyon Symbios richtet sich hauptsächlich an technische Taucher und Nutzer von Kreislaufgeräten. Seine robuste Bauweise, die gute Anzeigequalität und die Verbindungsmöglichkeiten mit Sauerstoffsensoren sprechen für spezialisierte Einsätze. Der Shearwater Peregrine AI punktet dagegen mit seiner einfachen Bedienung, einem leistungsfähigen Akku und einem Preis von rund 840 Euro. Damit stellt er insbesondere für Sporttaucher und Einsteiger in das technische Tauchen eine interessante Alternative dar. Der Suunto Nautic überzeugt mit seinem kontrastreichen AMOLED-Display, der langen Akkulaufzeit und einem Preis von etwa 699 Euro. Besonders für Sporttaucher, die Wert auf eine übersichtliche Anzeige legen, ist er eine attraktive Wahl. Gleichzeitig macht der Vergleich deutlich, dass selbst hochwertige Tauchcomputer nicht frei von Schwächen sind. Dazu gehören gelegentliche Verzögerungen bei Tasteneingaben, gewöhnungsbedürftige Menüführungen und unterschiedliche Lösungen bei der Befestigung am Handgelenk. Das Fazit der Testreihe lautet daher, dass nicht allein der Funktionsumfang oder der Preis über die Eignung eines Tauchcomputers entscheidet. Vielmehr kommt es darauf an, dass sich die wichtigsten Informationen während des Tauchgangs schnell erfassen lassen und die Bedienung auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktioniert.

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