Spiegel Tests - 3 Pizzaöfen Testsieger
3 Pizzaöfen im Test-Vergleich von Spiegel Tests
In diesem Vergleich wurden getestet:
05/2025 - Spiegel Tests
Inhaltsverzeichnis
Wie beliebt sind Pizzaöfen für den Hausgebrauch geworden?
In der Welt des Kochens unter freiem Himmel bahnt sich eine kleine Revolution an: Immer mehr Menschen ersetzen den klassischen Grill durch einen Pizzaofen. Der Gedanke, originalgetreue neapolitanische Pizza im eigenen Garten oder auf der Terrasse zu backen, hat etwas Verlockendes. Besonders in der warmen Jahreszeit sind die Öfen im Dauereinsatz – oft auch auf Reisen, beim Campen oder im Wohnmobil. Der SPIEGEL-Journalist Gerd Blank hat sich diesem Trend angenommen und drei Pizzaöfen im Preisbereich bis etwa 500 Euro getestet.
Was macht einen guten Pizzaofen aus?
Der Reiz eines Pizzaofens liegt in seiner Fähigkeit, hohe Temperaturen zu erreichen – idealerweise rund 400 bis 500 Grad Celsius. Nur bei diesen Temperaturen gelingt die Pizza so, wie man sie aus der Pizzeria kennt: knusprig am Rand, dünn im Boden, perfekt geschmolzener Käse, nicht zu trocken. Wichtig sind dabei sowohl die Bauweise als auch die Hitzeverteilung. Gerd Blank achtete im Test auf Merkmale wie Aufheizdauer, Verarbeitung, Nutzerfreundlichkeit und das Backergebnis.
Ein zentrales Element ist der Pizzastein, der für den knusprigen Boden sorgt. Einige Öfen verfügen zudem über drehbare Steine oder gar motorisierte Drehteller, was das gleichmäßige Garen erleichtert. Auch eingebaute Thermometer, ein oft vermisstes Detail, spielen eine Rolle – denn nur wer weiß, wie heiß der Ofen ist, kann die Backzeit optimal bestimmen.
Wie lief der Test ab?
Gerd Blank testete die drei Modelle nicht nur auf dem Papier, sondern unter realen Bedingungen. Die Geräte wurden auf der Terrasse und unterwegs eingesetzt, unter anderem beim Camping. Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich die Öfen in Größe, Gewicht und Handhabung ausfallen – und wie viel Erfahrung es manchmal braucht, bis die erste perfekte Pizza gelingt.
Im Fokus standen nicht nur die Backeigenschaften, sondern auch praktische Details wie Transportmöglichkeiten, Reinigungsaufwand und Zubehör. Modelle, die mit wenigen Handgriffen einsatzbereit sind und konstant hohe Temperaturen halten, erhielten im Test besondere Anerkennung.
Welche Rolle spielt das Zubehör?
Zubehör wie Pizzaschieber oder Thermometer sind mehr als nur nette Extras – sie beeinflussen den Nutzungskomfort und das Backergebnis erheblich. Während manche Hersteller solche Utensilien direkt mitliefern, müssen sie bei anderen separat erworben werden. Auch der Reinigungsaufwand unterscheidet sich: Pizzasteine speichern nicht nur Wärme, sondern auch Fett und Beläge, was die Pflege anspruchsvoller macht.
Gerd Blank wies darauf hin, dass man mit den getesteten Pizzaöfen auch andere Gerichte zubereiten kann. Feuerfeste Schalen machen es möglich, Gemüse, Brot oder sogar Lasagne im Ofen zu garen – eine Vielseitigkeit, die klassische Grills oft nicht bieten.
Was sagen die Ergebnisse über den Markt aus?
Die getesteten Geräte – darunter der Tefal Pizza Pronto, der Witt Piccolo Rotante und der Gozney Tread – zeigen, dass sich der Markt für Pizzaöfen in Bewegung befindet. Während früher vor allem schwere Steinöfen fest im Garten verbaut wurden, setzen die aktuellen Modelle auf Mobilität, leichte Materialien und einfache Handhabung. Besonders auffällig ist dabei das gestiegene Interesse an Geräten mit hoher Maximaltemperatur, unabhängig davon, ob diese mit Gas oder Strom betrieben werden.
Gerd Blank kommt in seinem Test zu dem Schluss, dass sich auch mit kompakten Geräten Pizza auf hohem Niveau zubereiten lässt. Allerdings hängt der Erfolg auch stark vom Bedienkomfort und der Ausstattung ab. Der Test zeigt, dass nicht jeder Ofen gleich funktioniert – und dass sich ein genauer Blick auf Details lohnt.
Fazit: Sind Pizzaöfen eine lohnenswerte Investition?
Für Pizza-Liebhaber eindeutig: ja. Wer einmal selbst gebackene Pizza mit krossem Boden und saftigem Belag aus dem eigenen Ofen probiert hat, wird sich kaum wieder mit Tiefkühlware oder Ofenpizza aus der Küche zufriedengeben. Die getesteten Modelle zeigen, dass gute Qualität bereits unter 500 Euro möglich ist – und dass Pizzaöfen auch für Einsteiger geeignet sein können, wenn Aufbau und Bedienung stimmen.
Gerd Blank, der für DER SPIEGEL seit vielen Jahren über Technik und Outdoor-Themen schreibt, betont, dass der richtige Ofen den Unterschied macht. Mit dem passenden Gerät, ein wenig Übung und hochwertigen Zutaten lässt sich ein echtes Stück italienischer Genusskultur ins eigene Zuhause holen. Oder, wie er es formulierte: »Wer einmal Pizza selbst gemacht hat, wird süchtig.«