Spiegel Tests - 7 Powerstations Testsieger
7 Powerstations im Test-Vergleich von Spiegel Tests
11/2024 - Spiegel Tests
Inhaltsverzeichnis
Powerstations im Test: Mobiler Strom für Camping und Alltag
Diese Stromspender sind längst mehr als nur eine Lösung für Stromausfälle: Sie versorgen Campingplätze, Outdoor-Abenteuer und sogar den Alltag mit mobiler Energie. Ob Smartphone, Wasserkocher oder Kühlbox – die Geräte bieten vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Doch welche Modelle lohnen sich wirklich? Der SPIEGEL hat sieben Powerstations getestet, um ihre Praxistauglichkeit zu bewerten.
Was ist eine Powerstation?
Im Kern ist sie ein tragbarer Akku mit Anschlüssen für verschiedene Geräte. Von kleinen Varianten, die lediglich Smartphones und Notebooks laden, bis hin zu massiven Akkus, die sogar Elektrogrills oder Kaffeemaschinen betreiben können, reicht die Auswahl. Entscheidend sind zwei Kennzahlen:
- Kapazität (in Wattstunden, Wh): Sie gibt an, wie viel Energie gespeichert werden kann.
- Leistung (in Watt): Sie zeigt, wie stromhungrig die angeschlossenen Geräte sein dürfen.
Je nach Bedarf – von der Beleuchtung im Zelt bis hin zur mobilen Stromversorgung für Events – gibt es passende Modelle.
Warum eine Powerstation?
Die Einsatzbereiche sind vielfältig:
- Camping und Outdoor: Powerstations betreiben Kühlboxen, Lampen oder Wasserpumpen.
- Hobby und Handwerk: Sie liefern Strom für Werkzeuge an Orten ohne Steckdosen.
- Notstromversorgung: Bei Stromausfällen springen sie als Reserve ein.
- Freizeitaktivitäten: Vom Smartphone-Laden im Park bis zum Betrieb von Musikboxen auf Festivals.
Was macht eine gute Powerstation aus?
Leistung und Kapazität
Je mehr Wattstunden, desto länger hält die Powerstation durch. Modelle mit höheren Wattzahlen ermöglichen den Betrieb von leistungshungrigen Geräten wie Wasserkochern oder Heizplatten.
Anschlüsse und Extras
Vielfältige Anschlussmöglichkeiten (USB, 230-Volt-Steckdosen, Kfz-Buchsen) sind entscheidend. Einige Modelle bieten Extras wie integrierte Lampen, App-Steuerung oder die Möglichkeit, Solarpanels anzuschließen.
Mobilität und Gewicht
Das Gewicht variiert stark: Während leichte Modelle unter fünf Kilogramm wiegen und einfach zu transportieren sind, können größere Varianten bis zu 20 Kilogramm auf die Waage bringen.
Wie wurde getestet?
Die Testreihe bewertete die Powerstations in drei Kategorien:
- Leistungsfähigkeit: Wie gut versorgen die Geräte verschiedene Verbraucher mit Strom?
- Ausstattung: Welche Anschlüsse und Funktionen stehen zur Verfügung?
- Praxistauglichkeit: Wie einfach ist der Transport? Wie laut oder leise arbeiten die Geräte?
Zusätzlich wurde die Ladezeit geprüft – sowohl über Steckdosen als auch mit Solarpanels.
Was leistet eine Powerstation im Alltag?
Die getesteten Geräte zeigten, dass Powerstations längst vielseitig einsetzbar sind. Kleinere Modelle wie die Jackery Explorer 300 Plus eignen sich für minimalistische Campingausflüge, bei denen nur Licht oder ein Smartphone geladen werden muss. Leistungsstarke Varianten wie die Jackery Explorer 2000 Pro oder die Anker Solix F1200 können sogar Wasserkocher, Elektrogrills und Studiobeleuchtung versorgen.
Trotz ihrer Vielseitigkeit haben die Geräte auch Grenzen. Einige Modelle lassen sich beispielsweise nur langsam per Solarpanel laden oder bieten eingeschränkte Anschlussmöglichkeiten.
Umweltaspekte: Nachhaltige Energie mit Einschränkungen
Powerstations können umweltfreundlich betrieben werden, wenn sie mit Solarpanels kombiniert werden. Die tatsächliche Ladegeschwindigkeit hängt jedoch von der Sonneneinstrahlung ab. Für eine vollständige Ladung benötigt ein Solarpanel oft einen ganzen Tag – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.
Ein weiterer Aspekt ist die Batterietechnologie: Moderne Geräte wie die EcoFlow Delta 2 oder die Anker Solix F1200 setzen auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LiFePO4), die langlebiger und sicherer sind als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus.
Fazit: Welche Powerstation passt zu mir?
Die Wahl der richtigen Station hängt stark vom Einsatzzweck ab:
- Für minimalistische Nutzer: Die XLayer Powerstation 150W ist kompakt und ausreichend für kleine Geräte wie Smartphones oder Lampen.
- Für Camping-Enthusiasten: Die Anker Solix C1000 bietet ein gutes Verhältnis von Gewicht und Leistung, ideal für längere Outdoor-Aufenthalte.
- Für hohe Anforderungen: Die Jackery Explorer 2000 Pro ist ein Kraftpaket für große Geräte, allerdings schwer und teuer.
Sie sind eine sinnvolle Ergänzung für unterwegs, aber auch als Notstromreserve zu Hause. Besonders für Camping-Fans und Outdoor-Liebhaber revolutionieren sie den Zugang zu Energie – mobil, vielseitig und immer verfügbar.