selbst ist der Mann - 7 Saug-Laub-Bläser mit 18 und 36V Testsieger
7 Saug-Laub-Bläser mit 18 und 36V im Test-Vergleich von selbst ist der Mann
09/2026 - selbst ist der Mann
Inhaltsverzeichnis
Wie gut schlagen sich Akku-Laub-Saug-Bläser im echten Garteneinsatz?
Sieben aktuelle Akku-Laub-Saug-Bläser hat das Do-it-yourself-Magazin „selbst“ gemeinsam mit TÜV Rheinland einem umfangreichen Praxistest unterzogen. Im Vergleich standen Modelle von Stihl, Husqvarna, Ryobi, Scheppach, Makita, Einhell und Gardena. Die Testreihe sollte vor allem klären, wie gut die Kombigeräte ihre beiden wichtigsten Aufgaben beherrschen: Laub und anderen leichten Gartenschmutz kraftvoll zusammenblasen und das Material anschließend zuverlässig aufsaugen. Dabei wurden leistungsstärkere Geräte der 36-Volt-Klasse beziehungsweise vergleichbarer Akkusysteme ebenso berücksichtigt wie kompaktere 18-Volt-Modelle. Die Preisspanne war entsprechend groß und reichte bei den angegebenen Geräten beziehungsweise Sets von rund 125 bis 370 Euro. Entscheidend war jedoch nicht allein die Motorleistung. In die Gesamtwertung flossen Verarbeitung, Montage, Bedienungsanleitung, Ergonomie und Balance ebenso ein wie praktische Saug- und Blasversuche. Hinzu kamen Messungen und Sicherheitsprüfungen. Damit sollte die Testreihe möglichst realistisch zeigen, welche Unterschiede bei der Gartenarbeit tatsächlich spürbar werden.
Was mussten die sieben Geräte im Praxistest wirklich leisten?
Den größten Anteil an der Gesamtnote hatte mit 50 Prozent der Praxistest. Dafür schufen die Tester auf einem Bauhof vergleichbare Bedingungen. Unter anderem mussten die Geräte ein vorbereitetes Gemisch aus trockenem Laub, Tannennadeln sowie feinem und gröberem Kies aufsaugen. Dabei ging es nicht nur darum, möglichst viel Material aufzunehmen. Ebenso wichtig war, ob der Saugkanal verstopfte und wie einfach sich eine Blockade anschließend beseitigen ließ. Genau hier zeigten sich deutliche Unterschiede: Kleine Zweige und anderes Material können sich im Rohr oder am Häckselwerk festsetzen, und bei manchen Geräten ist die Reinigung wesentlich umständlicher als bei anderen. Auch die Blasleistung wurde nicht nur anhand der Herstellerangaben beurteilt. In einem praktischen Versuch musste der Luftstrom einen Ball eine Rampe hinaufbewegen; die zurückgelegte Strecke machte die Geräte unmittelbar vergleichbar. Zusätzlich ermittelten die Tester unter anderem die Luftgeschwindigkeit im Saugbetrieb und die Geräuschentwicklung am Ohr des Anwenders. 25 Prozent der Wertung entfielen auf die subjektive Beurteilung von Handhabung und Qualität, weitere 25 Prozent auf Messwerte und Sicherheitsprüfungen. Gerade diese Kombination macht die Testreihe aussagekräftig: Ein hoher km/h-Wert auf der Verpackung bedeutet noch lange nicht, dass ein Gerät Laub besonders schnell aufnimmt, selten verstopft oder sich komfortabel führen lässt.
Welche Erkenntnis bleibt nach dem Vergleich der sieben Laub-Saug-Bläser?
Das Gesamtergebnis zeigt einen erkennbaren Vorteil der leistungsstärkeren Geräte, ohne dass Leistung allein über die Platzierung entscheidet. Testsieger wurde der Stihl SHA 56 mit „sehr gut (1,4)“, gefolgt vom Husqvarna 120iBV mit „gut (1,8)“. Der Ryobi RBV36R 36 V MAX POWER erreichte mit 2,5 den dritten Platz. Dahinter folgten Makita mit 2,7, Einhell mit 2,9, Gardena mit 3,0 und Scheppach mit 3,1. Auffällig ist dabei, wie unterschiedlich die Stärken und Schwächen verteilt sind. Manche Geräte erzeugen einen kräftigen Luftstrom, sind dafür schwerer oder lauter. Leichtere Modelle lassen sich angenehmer tragen, besitzen jedoch teilweise weniger Leistungsreserven. Ein weiteres wichtiges Thema sind Verstopfungen: Wie schnell ein blockierter Saugkanal wieder freigelegt werden kann, entscheidet im Alltag mindestens ebenso über den Komfort wie die maximale Saugleistung. Die eigentliche Revolution liegt bei modernen Akku-Laub-Saug-Bläsern deshalb weniger in einzelnen Spitzenwerten als in der Kombination verschiedener Funktionen. Wer ein Gerät sucht, das die Gartenarbeit tatsächlich revolutionieren und nicht durch ständige Arbeitsunterbrechungen erschweren soll, sollte Saug- und Blasleistung, Gewicht, Ergonomie sowie Wartungsfreundlichkeit gemeinsam betrachten. Genau darin liegt die wichtigste Aussage dieser Testreihe: Der beste Laub-Saug-Bläser ist nicht zwangsläufig derjenige mit dem stärksten Luftstrom, sondern das Modell, das seine Leistung unter realistischen Bedingungen möglichst zuverlässig und komfortabel nutzbar macht.