OM System Pen vergleicht mit anderen Modellen des Herstellers im Test – Foto Magazin 11/2026



Das Testergebnis auf einen Blick
Foto Magazin, Ausgabe 11/2026
Günstigster im TestOM System PEN Body4/5ab 999,00 € Bewertung nach Kriterien
3 Kriterien · ★ = Bestwert| Produkt | Gesamt | Bildqualität | Ausstattung u. Bedienung | Geschwindigkeit | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| 4/5 | 83,0 % | 95,2 % | – | ab2.299,00 € | |
| 4/5 | 82,9 % | 92,0 % | 100,0 % | ab1.849,00 € | |
| 4/5 | 82,9 % | 88,5 % | 83,0 % | ab999,00 € |
Was bietet die neue OM System Pen für ambitionierte Fotografen?
Mit der OM System Pen bringt der Kamerahersteller eine neue spiegellose Systemkamera auf den Markt, die klassische Gestaltung mit moderner Aufnahmetechnik verbindet. Das fotoMAGAZIN hat die Kamera in seiner Ausgabe 11/2026 einem ausführlichen Praxistest unterzogen und ihre Leistungsfähigkeit mit der OM System OM-3 sowie der OM System OM-1 Mark II verglichen. Besonders auffällig ist der integrierte elektronische Sucher, der innerhalb der Pen-Baureihe eine Rückkehr zu einem traditionellen Bedienkonzept markiert. Im Inneren arbeitet ein Micro-Four-Thirds-Sensor mit einer Auflösung von 20,4 Megapixeln, der von einem leistungsfähigen Bildprozessor unterstützt wird. Die Kamera verfügt außerdem über einen integrierten Bildstabilisator, einen Hybrid-Autofokus mit 121 Kreuzsensoren zur Phasendetektion und zahlreiche Funktionen für anspruchsvollere Aufnahmesituationen. Dazu gehören unter anderem ein High-Res-Shot-Modus, Live-ND-Filter, Fokus-Stacking und verschiedene Computational-Photography-Funktionen. Mit einem Gehäusegewicht von rund 393 Gramm einschließlich Akku und Abmessungen von 125,8 × 74,5 × 43,3 Millimetern bleibt die Kamera vergleichsweise kompakt. Der Preis liegt bei etwa 1.000 Euro für das Gehäuse. Damit richtet sich das Modell insbesondere an Einsteiger und ambitionierte Hobbyfotografen, die eine handliche Systemkamera mit umfangreicher Ausstattung suchen.
Wie schlägt sich die OM System Pen bei Bildqualität, Autofokus und Bedienung?
Im Praxistest untersuchte die Redaktion insbesondere die Bildqualität, die Geschwindigkeit und die Bedienung der Kamera. Die Laborergebnisse zeigen, dass die OM System Pen trotz ihres vergleichsweise günstigen Preises zahlreiche Funktionen der höher positionierten Modelle übernimmt. Bei der Bildqualität erreicht sie eine Gesamtwertung von 82,9 Prozent und liegt damit praktisch gleichauf mit der OM-3 und der OM-1 Mark II. Besonders interessant ist der High-Res-Shot-Modus, der durch die Kombination mehrerer Einzelaufnahmen eine deutlich höhere Detailauflösung ermöglicht. Allerdings arbeitet diese Funktion nicht automatisch unter allen Bedingungen optimal. Bewegte Motive können zu Bildfehlern führen, weshalb sich der Modus insbesondere für statische Aufnahmesituationen eignet. Der Autofokus erkennt Menschen, Tiere und Fahrzeuge und arbeitet im Praxiseinsatz überwiegend zuverlässig. Bei bewegten Motiven und längeren Brennweiten zeigten sich jedoch Einschränkungen gegenüber leistungsfähigeren Kameras. Auch die Bildqualität ist nicht frei von Schwächen: Während die Aufnahmen bei niedrigen ISO-Werten eine gute Detailzeichnung bieten, nimmt das Bildrauschen bei höheren Empfindlichkeiten sichtbar zu. Im Labor fällt die Schärfe bereits ab ISO 800 stärker ab, während die Ergebnisse bei ISO 6400 deutlich an Qualität verlieren. Die Bedienung überzeugt dagegen mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten, einem beweglichen Touchscreen und gut erreichbaren Bedienelementen. Kritik gibt es insbesondere für den begrenzten Platz auf der Rückseite sowie die fehlende Möglichkeit, den Akku direkt über USB-C in der Kamera aufzuladen.
Wie fällt das Testergebnis im Vergleich zur OM-3 und OM-1 Mark II aus?
Die OM System Pen erzielt im Vergleichstest eine Gesamtwertung von 84,1 Prozent und erhält das Testurteil „sehr gut“. Damit liegt sie zwar hinter der OM System OM-3 mit 88,1 Prozent und der OM System OM-1 Mark II mit 88,8 Prozent, bietet aber angesichts ihres deutlich niedrigeren Preises ein interessantes Gesamtpaket. Besonders positiv bewertet die Redaktion die umfangreiche Ausstattung, die mit 88,5 Prozent nur vergleichsweise knapp hinter den beiden höherpreisigen Modellen zurückbleibt. Bei der Geschwindigkeit erreicht die Pen 83,0 Prozent und muss sich damit ebenfalls nicht grundsätzlich verstecken. Allerdings zeigen sich im direkten Vergleich Unterschiede bei der Serienbildgeschwindigkeit, der Autofokusleistung und den Videofunktionen. Während die beiden teureren Kameras unter anderem 4K-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen können, ist die Pen auf 30 Bilder pro Sekunde begrenzt. Auch bei der Serienbildaufnahme mit kontinuierlicher Autofokusnachführung bleibt sie hinter den Spitzenmodellen zurück. Dafür bietet sie Funktionen, die in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich sind, darunter einen integrierten Bildstabilisator und den High-Res-Shot-Modus. Das Fazit fällt entsprechend positiv aus: Die OM System Pen überzeugt als vielseitige Einsteigerkamera mit guter Bildqualität und ungewöhnlich umfangreicher Ausstattung. Wer vor allem fotografiert und eine kompakte Kamera mit elektronischem Sucher sucht, erhält ein attraktives Gesamtpaket. Für besonders anspruchsvolle Sport-, Action- und Videoaufnahmen bieten die teureren Modelle jedoch zusätzliche Leistungsreserven.