CT Magazin - 10 Audiobrücken Testsieger
10 Audiobrücken im Test-Vergleich von CT Magazin
In diesem Vergleich wurden getestet:
11/2025 - CT Magazin
Inhaltsverzeichnis
Warum lohnt sich eine Bluetooth-Nachrüstung für TV und Hi-Fi?
Viele ältere Fernseher, Verstärker oder gar die Monitor-Anschlüsse im Flugzeug bieten nur analoge Ton-Ausgänge. Für die kabellose Übertragung zu modernen Bluetooth-Kopfhörern oder -Soundbars braucht es deshalb einen kleinen Adapter – eine sogenannte Audiobrücke. Sechs mobile Stecklinge mit Akku und zwei stationäre Tisch-Modelle ab etwa 17 Euro zeigen im c’t-Test, dass solche Kombigeräte bereits für kleines Geld sowohl als Sender (Transmitter) als auch als Empfänger (Receiver) taugen.
Wie wurden die zehn Audiobrücken im Magazin-Test geprüft?
Das c’t-Magazin hat acht tragbare Kombibrücken und zwei stationäre Smartphone-große Adapter auf ihre Alltagstauglichkeit untersucht. Im Distanztest mussten sie Musikstreams von Android- und iOS-Quellen auf 1, 5 und 15 Metern zuverlässig weiterleiten. Für den TV-Praxischeck maßen die Redakteurinnen und Redakteure die Bild-Ton-Synchronität mit verschiedenen Bluetooth-Codecs. Die Akkulaufzeit, die Bedienung (Tasten- und Schiebeschalter-Konzept) sowie der Lieferumfang (Lade- und Audiokabel, Flugzeugadapter) flossen in die Gesamtwertung mit ein.
Was unterscheidet mobile von stationären Adaptern?
Mobile Audiobrücken wie 1Mii ML300/ML301, Sonru J52/B101 oder Syntech B100 haben einen eingebauten Akku (rund 10–20 Stunden Laufzeit) und lassen sich per USB-C-Powerbank nachladen. Stationäre Modelle (1Mii B03Pro, Pearl auvisio BTR-450) bieten dagegen vier Audioports – je einen analogen Ein- und Ausgang (3,5 mm TRS) und einen optischen Toslink-Port. Das erlaubt paralleles Anschließen von TV und Hi-Fi-Verstärker plus Passthrough, also direktes Weiterschleifen des TV-Tons zum Verstärker ohne Verzögerung.
Warum sind Codecs und Latenz so wichtig für TV-Gucker?
Bluetooth-Audio durchläuft Kodierung, Funkstrecke und Dekodierung – das erhöht die Signallaufzeit (Latenz). Werte bis zu etwa 80 ms gelten als unkritisch, darüber kommt es zu sichtbaren Bild-Ton-Asynchronitäten. Deshalb ist es empfehlenswert, im TV-Betrieb Adapter und Kopfhörer mit einem Low-Latency-Codec wie aptX Low Latency, aptX Adaptive oder LC3 einzusetzen. Im Test boten nur einige Kombigeräte eine gezielte Gewichtung dieser schnellen Codecs, um Bild und Ton automatisch wieder zusammenzuführen.
Welche Adapter liefern den besten Klang für Hi-Fi-Musik?
Für das Hören von Musik auf der heimischen Stereoanlage sollte man hingegen Codecs mit höherer Bitrate wählen (aptX HD, AAC), die eine bessere Klangqualität erlauben – auf Kosten etwas längerer Latenzen, die im Hi-Fi-Betrieb selten stören. Nicht alle getesteten Brücken geben Auskunft über ihre implementierten Codecs. Die Redaktion wertete daher aufgenommene Pairing-Protokolle mit Wireshark aus, um versteckte Codec-Informationen zu ermitteln. Kombigeräte mit breiter Codec-Abdeckung (SBC, AAC, aptX, aptX HD, aptX Adaptive) bieten hier die größte Flexibilität.