CT Magazin - 8 smarte Türschlösser Testsieger

8 smarte Türschlösser im Test-Vergleich von CT Magazin

CT Magazin

08/2025 - CT Magazin

Wie smart sind Türschlösser heute wirklich?

Smarte Schlösser versprechen, unhandliche Metallschlüssel überflüssig zu machen und den Zugang per Smartphone, NFC-Token oder sogar automatisch beim Annähern zu regeln. Acht aktuelle Modelle – von spezialisierten Anbietern wie Nuki und Tedee über Traditionsmarken wie Yale bis hin zu Smart-Home-Herstellern wie Aqara, SwitchBot und Homematic IP – hat Berti Kolbow-Lehradt für c’t auf ihre Alltagstauglichkeit hin geprüft. Dabei zeigt sich: Grundsätzlich öffnen alle per App, doch wie zuverlässig, komfortabel und sicher das funktioniert, variiert stark.

Wie einfach sind Installation und Einrichtung?

Motorisierte „Schlüsseldreher“–Antriebe montiert man anstelle einer ros­tenfreien Abdeckung des bestehenden Euro-Zylinders, steckt den alten Schlüssel in ihr Gehäuse und koppelt alles per Smartphone-App. Einzige Aus­nahme ist Netatmos mechatronischer Zylinder, der den alten komplett ersetzt und deshalb gleich beim Einbau mehr Fingerspitzengefühl erfordert. Während Nuki, Tedee und Yale hier auf simplen Klick- oder Schiebe­mechanismus setzen, bauen Aqara und Ezviz Zusatz­komponenten wie Keypads direkt ins Set mit ein. Homematic IP hingegen verlangt einen proprietären Access-Point, ohne den das Schloss keine Funk­verbindung hat.

Welche Zugangs­methoden bieten die Smart Locks?

Jedes Schloss lässt sich per App entriegeln, viele unterscheiden dabei zwischen „nur entsichern“ und „Falle ziehen“. Auto-Unlock auf Basis von Bluetooth-Reichweite ist bei der Mehrheit der Modelle ebenso möglich wie die Öffnung per NFC-Token oder Apple Home Key. Für wiederkehrende Nutzer – Familie, Putzkräfte oder Pflege­dienst – sind zeitlich befristete Schlüssel oder PINs per Keypad oft besonders praktisch. Anders als bei Netatmo, wo man physisch per Schlüsselgriff drehen muss, übernimmt bei den motorisierten Varianten der Antrieb die ganze Arbeit.

Wie fügt sich das Schloss ins Smart Home ein?

Nuki und Yale haben dank integriertem WLAN oder Matter-Unterstützung schon alles Nötige an Bord, bei SwitchBot, Tedee und Aqara genügt dafür ein zusätzliches Gateway. Ezviz und Homematic IP bauen strikt auf ihre eigenen Ökosysteme. Sprachassistenten wie Alexa, Google Assistant und Siri greifen zwar auf viele Smart Locks zu, verlangen aber in der Regel eine zusätzliche PIN-Eingabe oder die Geräte-Entsperrung per Smartphone, bevor sie das Schloss öffnen.

Welches Smart Lock überzeugt im c’t-Test?

Im Zusammenspiel aus leichter Montage, sicherer Schlüssel­verwaltung, vielschichtiger Smart-Home-Einbindung und Betrieb ohne ständige Internetverbindung setzt Nuki Smart Lock Pro aktuell Maßstäbe. Tedee Go beeindruckt mit kompakter Form, fällt jedoch durch Kontopflicht und fehlendes Matter zurück. Yale Linus punktet mit vielfältiger Cloud-Integration, muss aber sein Matter-Versprechen erst einlösen. Aqara glänzt mit Apple-Home-Key-Support, Homematic IP und SwitchBot empfehlen sich als Ergänzung vorhandener Systeme, während Ezviz und Netatmo im Test hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben.

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