CT Magazin - 6 Speicher für Balkonkraftwerke Testsieger

6 Speicher für Balkonkraftwerke im Test-Vergleich von CT Magazin

CT Magazin

05/2025 - CT Magazin

Was bringt ein Speicher fürs Balkonkraftwerk wirklich?

Batteriespeicher für Selbstverbrauch sind inzwischen so günstig, dass sich die Investition eher rechnet als noch vor wenigen Monaten. Statt Solarstrom zu verschenken, fängt man ihn in den Spitzenstunden ab und verbraucht ihn später, wenn der Zähler sonst drehen würde. Dank Smart-Meter-Recht und variablen Stromtarifen kann man so auch das Laden zu günstigen Zeiten automatisieren – die Flatterpreise an der Börse werden zum Vorteil.

Welcher Speicher passt zu meinem Balkon?

Vier Komplettsysteme (Jackery Navi 2000, EcoFlow PowerStream, Zendure Hyper 2000, Hoymiles MS-A2) lassen sich direkt an Solarmodule anschließen und bieten bidirektionales Laden über die Steckdose. Zwei Nachrüstspeicher (Plenti B2500H, EAS easySuntower Future) ergänzt man zwischen vorhandenen Wechselrichtern und PV-Panels. Unterschiede gibt es bei der Erweiterbarkeit (bis 10 kWh beim easySuntower), in der Effizienz (DC-Koppelung schlägt AC-Umweg) und im Bedienkomfort der jeweiligen App.

Wie genau lässt sich die Einspeisung steuern?

Nur wer Verbrauch und Einspeisung digital misst, erreicht echte Nullsummen. Die besten Ergebnisse im Test lieferte EcoFlow mit eigenem Power-Plug, dicht gefolgt von Zendure über Shelly-Steckdosen. Auch der easySuntower bewegte mit seinem integrierten EMS dank genauer Lastprofile die Kurve für einen externen Wechselrichter fast perfekt. Old-School-Messzangen bei Plenti ergaben dagegen eine träge und grobe Nachführung.

Lohnt sich das heute schon ökonomisch?

Ja – Speicherpreise hal­bieren sich, und dynamische Stromtarife verschaffen zusätzliche Ersparnisse. Wer können will, lädt nachts günstigen Ökostrom und nutzt ihn am Tag, während das Balkonkraftwerk gerade keinen Saft fürs eigene Netz liefern darf. Wer Speicher attraktiv finden will, schaut auf Effizienz, App-Komfort und Erweiterbarkeit.