CT Magazin - Smarte Teleskope für rund 500 Euro: Dwarf III vs. Seestar S30 Testsieger

Smarte Teleskope für rund 500 Euro: Dwarf III vs. Seestar S30 im Test-Vergleich von CT Magazin

CT Magazin

12/2025 - CT Magazin

Was leisten smarte Teleskope für Einsteiger?

Wer die Faszination des Nachthimmels entdecken will, braucht dafür heute weder komplexe Ausrüstung noch astronomisches Vorwissen. Zwei smarte Teleskope – das Dwarf III von Dwarflab und das Seestar S30 von ZWO – zeigen, wie einfach der Einstieg gelingen kann. Im Test der c’t-Redaktion überzeugten beide mit automatischer Himmelsausrichtung, App-Steuerung und erstaunlicher Bildqualität.

Wie gelingt der Start mit den Geräten?

Beide Teleskope sind schnell aufgebaut und in wenigen Minuten betriebsbereit. Die Steuerung erfolgt per App, die sich über WLAN mit dem Teleskop verbindet. Das Seestar bringt ein Stativ gleich mit – beim Dwarf muss man eines separat erwerben. In der App wählt man Himmelsobjekte über eine Sternenkarte oder einen Katalog aus, das Teleskop richtet sich dann selbstständig aus.

Was können Einsteiger erwarten?

Schon mit wenigen Minuten Belichtungszeit gelingen beeindruckende Aufnahmen von Nebeln und Galaxien. Die Geräte nehmen viele Einzelbilder auf und verrechnen sie direkt zu einem detailreicheren Gesamtbild. Die Andromedagalaxie, der Orionnebel oder auch Kometen lassen sich gut einfangen. Die Bedienung beim Seestar wirkt etwas einsteigerfreundlicher, während das Dwarf III erfahrenen Nutzern mehr Kontrolle und Filteroptionen bietet.

Wie groß sind die Unterschiede?

Technisch bietet das Dwarf III mehr – etwa höhere Auflösung, zusätzlichen Speicher und austauschbare Filter. Es erlaubt auch längere Belichtungszeiten im sogenannten EQ-Modus, bei dem die Erddrehung präziser ausgeglichen wird. Dafür ist die Bedienung etwas umständlicher und ein Stativ fehlt im Lieferumfang. Das Seestar punktet mit einem durchdachten Konzept, solider Ausstattung und unkomplizierter Bedienung.

Für wen lohnt sich welches Gerät?

Beide Teleskope liefern für den Preis von rund 450 bis 530 Euro beeindruckende Ergebnisse – sowohl als Reisebegleiter als auch für den heimischen Balkon. Wer einfach loslegen will, ist mit dem Seestar S30 gut beraten. Wer hingegen tiefer einsteigen möchte, längere Belichtungsreihen plant oder mehr Kontrolle sucht, findet im Dwarf III ein vielseitiges Werkzeug mit Potenzial für ambitionierte Astrofotografie.

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