Computer Bild - 7 günstige Saug-Wisch-Roboter Testsieger
7 günstige Saug-Wisch-Roboter im Test-Vergleich von Computer Bild
In diesem Vergleich wurden getestet:
04/2025 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
COMPUTER BILD im Test: Können günstige Saug-Wisch-Roboter überzeugen?
Saugroboter versprechen eine saubere Wohnung ohne großen Aufwand, doch leistungsfähige Modelle kosten oft über 1000 Euro. COMPUTER BILD hat getestet, ob auch Geräte unter 400 Euro eine gründliche Reinigung bieten. Sieben Modelle verschiedener Hersteller mussten zeigen, wie gut sie mit Staub, Schmutz und Flecken umgehen.
Wie gut ist die Saugleistung?
Die Saugkraft der getesteten Geräte variierte stark. Roborock Q5 Max+ schnitt mit einer Schmutzaufnahme von 93,7 Gramm am besten ab und überzeugte besonders auf Teppichen. Ecovacs N20 Pro Plus und Xiaomi X20+ folgten knapp dahinter und entfernten über 90 Gramm des ausgelegten Schmutzes.
Schwächer waren Medion, SwitchBot und TP-Link, die mit Werten zwischen 84 und 87 Gramm noch akzeptabel abschnitten. Deutlich unter dem Durchschnitt blieb Silvercrest SSR AA1, der nur 82 Gramm aufsammelte und vor allem in Ecken und Kanten viel Schmutz liegen ließ. Hier fehlte den günstigeren Modellen oft eine effektive Seitenbürste oder eine stärkere Saugkraft, um auch schwer erreichbare Stellen zu reinigen.
Was taugt die Wischfunktion?
Nicht jeder Roboter im Test konnte wischen, und nicht alle, die es konnten, machten es gut. Ecovacs N20 Pro Plus überzeugte mit einer Vibrationsplatte, die zumindest leichte Flecken von Hartböden löste. Xiaomi X20+ bot als einziger Roboter eine integrierte Frisch- und Schmutzwasserverwaltung, wodurch die Wischer während der Reinigung gereinigt und befeuchtet wurden.
Medion und TP-Link wischten eher oberflächlich, da sie nur wenig Druck auf den Wischlappen brachten. Besonders enttäuschend war die Wischfunktion des SwitchBot K10+, der auf Einwegtücher setzte, die schnell austrockneten und kaum Feuchtigkeit abgaben. Roborock und Silvercrest verzichteten ganz auf eine Wischfunktion, was ihre Einsatzmöglichkeiten einschränkte.
Wie smart sind die günstigen Roboter?
Jeder der getesteten Roboter war mit einer Laser-Navigation (LiDAR) ausgestattet, die systematisches Reinigen ermöglicht. Allerdings gab es große Unterschiede bei der Intelligenz der Navigation. Während Roborock und Xiaomi effizient arbeiteten und Hindernisse oft umkreisten, fuhren Medion, SwitchBot und TP-Link gelegentlich ziellos durch die Räume oder benötigten mehrere Anläufe, um zur Ladestation zurückzufinden.
Ein echtes Problem war die Hinderniserkennung. Keine der günstigen Varianten erkannte Kabel, Spielzeug oder kleinere Gegenstände zuverlässig. Ecovacs, Roborock und Xiaomi waren noch am besten, doch auch sie schoben Gegenstände oft einfach beiseite. Besonders problematisch war dies bei TP-Link und SwitchBot, die kaum auf Hindernisse reagierten und Kleinteile einfach überrollten.
COMPUTER BILD empfiehlt: Lohnt sich der Kauf?
Keines der getesteten Geräte konnte vollends überzeugen. Ecovacs N20 Pro Plus und Xiaomi X20+ sicherten sich die besten Plätze im Test, erreichten aber nur eine befriedigende Bewertung. Die besten Geräte unter 400 Euro bieten eine solide Saugleistung und grundlegende smarte Funktionen, doch keine echte Hinderniserkennung oder eine besonders leistungsfähige Wischfunktion.
Für ein wirklich gutes Reinigungsergebnis lohnt es sich, etwas mehr zu investieren. COMPUTER BILD empfiehlt den Dreame L10s Ultra Gen2 für 589 Euro. Dieser Roboter saugt besonders gründlich, erkennt Hindernisse zuverlässig und bietet eine starke Wischfunktion mit anhebbarem Mop. Zudem verfügt er über eine Selbstreinigungsstation, die den Wartungsaufwand deutlich reduziert.
Wer mit kleinen Einschränkungen leben kann, findet unter 400 Euro trotzdem brauchbare Alternativen. Vor allem Haushalte mit vielen Teppichen profitieren vom Roborock Q5 Max+, während Xiaomi X20+ für diejenigen interessant ist, die Wert auf eine ordentliche Wischfunktion legen. Wer allerdings echte Premium-Funktionen wie eine zuverlässige Hinderniserkennung oder starkes Schrubben möchte, sollte in ein höherpreisiges Modell investieren.