Computer Bild - 4 Glasfaser-Modems Testsieger

4 Glasfaser-Modems im Test-Vergleich von Computer Bild

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01/2025 - Computer Bild

Test von Glasfaser-Routern: AVM FritzBox und Telekom Speedport im Vergleich

In der Welt der Glasfaseranschlüsse spielen spezialisierte Router eine entscheidende Rolle, um das volle Potenzial der schnellen Internetverbindungen auszuschöpfen. COMPUTER BILD hat im Januar 2025 vier Modelle getestet: die AVM FritzBox 5690 Pro, 5590 Fiber und 5530 Fiber sowie den Speedport Smart 4 Plus der Deutschen Telekom. Der Test prüfte Internet- und WLAN-Geschwindigkeiten, Ausstattung, Bedienkomfort und Smart-Home-Funktionen.

Testmethodik: Fokus auf Geschwindigkeit, Reichweite und Funktionen

Die getesteten Router wurden an gängigen Glasfaseranschlüssen in Deutschland geprüft, die Übertragungsraten von bis zu 2000 Megabit pro Sekunde (Mbps) bieten. Dabei kamen sowohl aktive (AON) als auch passive (GPON) Glasfasernetze zum Einsatz – Letztere sind hierzulande aufgrund ihrer höheren Energieeffizienz und geringeren Betriebskosten weiter verbreitet. Neben der maximalen Geschwindigkeit wurde auch die WLAN-Leistung im Nah- und Fernbereich analysiert, um die Praxistauglichkeit in verschiedenen Haushaltsgrößen zu bewerten. Weitere Testkriterien waren die Telefonie- und Smart-Home-Funktionen sowie die Benutzerfreundlichkeit bei Einrichtung und Bedienung.

Internetgeschwindigkeit: Zukunftssichere Performance mit bis zu 10.000 Mbps

Alle getesteten FritzBox-Modelle unterstützen passive Glasfasernetze, die FritzBox 5590 Fiber zusätzlich auch aktive Netze. Der Speedport Smart 4 Plus von Telekom funktioniert ausschließlich an passiven Anschlüssen. Die maximale Geschwindigkeit der Router liegt je nach Modell zwischen 1000 und 10.000 Mbps:

  • FritzBox 5590 Fiber: Unterstützt bis zu 10.000 Mbps – ideal für künftige Netzausbaustufen.
  • FritzBox 5690 Pro: Bis zu 2500 Mbps über Glasfaser und 250 Mbps über DSL – perfekt für Haushalte im Übergang von DSL zu Glasfaser.
  • FritzBox 5530 Fiber: Bis zu 1000 Mbps – ausreichend für die meisten aktuellen Privatkundentarife.
  • Speedport Smart 4 Plus: Bis zu 2000 Mbps – deckt den aktuellen Standard in Deutschland voll ab.

Die FritzBox 5590 Fiber bietet somit die höchste Zukunftssicherheit, während die 5690 Pro durch die Kombination aus Glasfaser- und DSL-Modem besonders flexibel ist.

WLAN-Leistung: Revolution mit WiFi 7 und beeindruckender Geschwindigkeit

Ein Highlight des Tests ist die AVM FritzBox 5690 Pro, die als einziger Router im Vergleich den neuen WLAN-Standard WiFi 7 (WLAN-be) unterstützt. Dieser Standard funkt zusätzlich im 6-Gigahertz-Frequenzband und ermöglicht höhere Geschwindigkeiten bei geringerem Störpotenzial. Besonders innovativ ist die Multi-Link Operation (MLO): Geräte können gleichzeitig in mehreren Frequenzbändern verbunden sein und automatisch den besten Übertragungsweg nutzen. Im Test erreichte die FritzBox 5690 Pro in der 6-GHz-Frequenz durchschnittlich beeindruckende 2147 Mbps.

Die anderen Router setzen noch auf den Standard WiFi 6 (WLAN-ax) und bieten ebenfalls hohe Geschwindigkeiten – jedoch ohne die zusätzlichen Vorteile von WiFi 7:

  • FritzBox 5590 Fiber: Bis zu 1633 Mbps (5 GHz) – auch über größere Entfernungen noch stabil.
  • FritzBox 5530 Fiber: Bis zu 1153 Mbps (5 GHz) – gut im Nahbereich, aber mit geringerer Reichweite.
  • Speedport Smart 4 Plus: Bis zu 1517 Mbps (5 GHz) – ebenfalls stark im Nahbereich, mit Einschränkungen bei der Reichweite.

Dank WiFi 7 setzt die FritzBox 5690 Pro in puncto Geschwindigkeit und Stabilität neue Maßstäbe und ist besonders für anspruchsvolle Haushalte mit vielen gleichzeitig verbundenen Geräten interessant.

Smart-Home-Funktionen: DECT, ZigBee und Mesh für ein immersives Zuhause

In der Welt des vernetzten Zuhauses bieten die getesteten Router verschiedene Funktionen für Smart-Home-Geräte:

  • Die FritzBox-Modelle unterstützen den Standard DECT-ULE, um smarte Geräte kabellos zu steuern. Die FritzBox 5690 Pro erweitert dieses Spektrum zusätzlich um ZigBee – ideal für die Integration von Produkten wie Philips Hue oder IKEA Tradfri. Alternativ bietet das FritzSmart Gateway eine ZigBee-Erweiterung für andere FritzBox-Modelle.
  • Der Speedport Smart 4 Plus fungiert als Zentrale für Magenta SmartHome und unterstützt ebenfalls DECT-ULE. Über optional erhältliche Funksticks lassen sich weitere Standards wie ZigBee, Homematic IP und Schellenberg hinzufügen.

Für größere Haushalte ist zudem die Mesh-Funktion entscheidend: Alle getesteten Router lassen sich mit passenden Repeatern erweitern, sodass Geräte automatisch mit dem stärksten WLAN-Signal verbunden werden. AVM bietet hierfür die FritzRepeater-Serie, während die Telekom den Speed Home WLAN Repeater bereitstellt.

Telefonie und Anschlüsse: Flexibilität für analoge und digitale Kommunikation

Bei den Telefoniefunktionen zeigen sich deutliche Unterschiede:

  • FritzBox 5590 Fiber: Zwei Anschlüsse für analoge Telefone, Unterstützung für bis zu sechs DECT-Geräte und zahlreiche Funktionen zur Rufnummernsperrung und Ruhezeitenregelung.
  • FritzBox 5690 Pro und 5530 Fiber: Jeweils ein Anschluss für analoge Telefone sowie DECT für bis zu sechs Geräte.
  • Speedport Smart 4 Plus: Ein analoger Telefonanschluss und DECT für fünf Geräte – jedoch lassen sich viele Funktionen nur über das Telekom-Kundencenter einstellen.

Auch die USB-Anschlüsse unterscheiden sich: Die FritzBox 5590 Fiber bietet zwei besonders schnelle USB-Ports für Drucker und Speichermedien, während die FritzBox 5690 Pro und der Speedport jeweils nur einen Anschluss besitzen. Die FritzBox 5530 Fiber verzichtet komplett auf USB-Ports.

Bedienung und Stromverbrauch: Einfachheit trifft Effizienz

Alle AVM-Router überzeugen durch eine besonders einfache Einrichtung und Bedienung direkt im Browser. Firmware-Updates erfolgen automatisch, und AVM gewährt fünf Jahre Garantie. Der Speedport Smart 4 Plus lässt sich ebenfalls leicht einrichten, jedoch erfordern viele Einstellungen den Zugriff auf das Telekom-Kundencenter.

Beim Stromverbrauch schneiden die Modelle unterschiedlich ab:

  • FritzBox 5530 Fiber: Mit nur 7,6 Watt besonders energieeffizient.
  • FritzBox 5590 Fiber und Speedport Smart 4 Plus: Jeweils 10,1 Watt – ein guter Kompromiss aus Leistung und Verbrauch.
  • FritzBox 5690 Pro: Mit 13,2 Watt etwas höher, was vor allem an der leistungsstarken WLAN-Ausstattung liegt.

Fazit: Testsieger und Preis-Leistungs-Sieger im Überblick

Mit ihrer starken WLAN-Leistung und umfangreichen Ausstattung sichert sich die AVM FritzBox 5590 Fiber den Titel des Testsiegers. Sie überzeugt mit hoher Geschwindigkeit, guter Reichweite und vielfältigen Telefonie- und USB-Funktionen. Wer die neuesten WLAN-Technologien nutzen möchte, greift zur FritzBox 5690 Pro. Dank WiFi 7 bietet sie das derzeit schnellste WLAN im Test und punktet zusätzlich mit ZigBee für Smart-Home-Geräte – allerdings müssen Nutzer auf einen zweiten Telefonanschluss und einen zusätzlichen USB-Port verzichten.

Für kleinere Haushalte sind die günstigeren Modelle FritzBox 5530 Fiber und Telekom Speedport Smart 4 Plus eine gute Wahl. Die FritzBox überzeugt mit einfacher Bedienung und geringerem Stromverbrauch, während der Speedport durch seine Magenta SmartHome-Funktionen und schnelle WLAN-Performance im Nahbereich punktet. Mit diesem Test zeigt sich, dass die neuesten Glasfaser-Router nicht nur ultraschnelles Internet liefern, sondern auch das Heimnetzwerk optimieren und für ein immersives Smart-Home-Erlebnis sorgen.

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