Computer Bild - 8 PCIe 5.0 SSDs Testsieger
8 PCIe 5.0 SSDs im Test-Vergleich von Computer Bild
20/2025 - Computer Bild
Inhaltsverzeichnis
- PCIe-5.0-SSDs im Check: Lohnt das Upgrade jetzt?
- Wie viel schneller ist PCIe 5.0 wirklich?
- Spürt man das im Alltag – oder bleibt’s Theorie?
- Was muss der PC können?
- Warum reden alle über Controller, Kühlung und Lüfter?
- Wer liegt vorn – und für wen lohnt sich was?
- Was kostet der Spaß?
- Woran orientiere ich mich beim Kauf?
PCIe-5.0-SSDs im Check: Lohnt das Upgrade jetzt?
Computer Bild hat acht aktuelle PCI-Express-5.0-SSDs getestet. Auf dem Papier winken bis zu rund 16 GB/s – fast doppelt so viel wie bei PCIe 4.0. In der Praxis zeigt der Test: Das Tempo ist beeindruckend, aber nicht jede SSD liefert auf Spitzenniveau und der Rest des PCs muss mitspielen.
Wie viel schneller ist PCIe 5.0 wirklich?
Beim sequenziellen Lesen und Schreiben lagen die besten Laufwerke klar voran. Die WD Black SN8100 setzte mit knapp 14,9 GB/s beim Lesen und rund 14,0 GB/s beim Schreiben die Bestmarke, dicht gefolgt von Samsungs 9100 Pro sowie Lexars NM1090 Pro und Crucials T710. Modelle wie Kioxia Exceria Plus G4, PNY CS3150-XHS oder Crucials P510 bleiben schnell, erreichen aber eher 10–11,5 GB/s beim Lesen und 7–10 GB/s beim Schreiben. Auffällig: Lexars NM990 liest extrem flott, bremst beim Schreiben jedoch deutlich.
Spürt man das im Alltag – oder bleibt’s Theorie?
Ja, wenn viele kleine Datenpakete anfallen. Die Programmbeschleunigung (IOPS) lag bei der Spitze über zwei Millionen Lese- und Schreibvorgängen pro Sekunde. Das macht sich beim Starten großer Programme, beim Kompilieren, in Kreativ-Workflows und bei Datenbanken bemerkbar. Für reines Surfen und Office ist der Unterschied geringer.
Was muss der PC können?
PCIe-5.0-Tempo gibt’s nur, wenn Board, CPU und M.2-Slot (x4) passen. Bei Intel sind aktuelle Boards/Chipsätze und Core-Generationen mit PCIe-5.0-Support gefragt, bei AMD die X670(E)/B650(E)/B850-Plattformen. Sonst laufen die SSDs abwärtskompatibel wie PCIe-4.0/-3.0. Computer Bild zeigt außerdem: Schnellere CPU-Takte und RAM-Takt (+14 % in den Messungen) heben die SSD-Leistung weiter an.
Warum reden alle über Controller, Kühlung und Lüfter?
Der Controller dirigiert den Datenverkehr – ist er schwach, hilft der beste NAND nichts. Dazu kommt die Abwärme: PCIe-5.0-SSDs entwickeln unter Dauerlast viel Wärme. Ein massiver Kühlkörper verhindert Drosseln und schont die Lebensdauer. Einige Hersteller liefern ihn mit; PNY setzt sogar auf einen Minilüfter – kühl, aber in stillen Umgebungen hörbar. Für die PlayStation 5 genügt weiterhin eine PCIe-4.0-SSD, allerdings zwingend mit Heatsink.
Wer liegt vorn – und für wen lohnt sich was?
Computer Bild kürt die WD Black SN8100 zum Tempokönig; die Samsung 9100 Pro ist die engste Verfolgerin. Lexar NM1090 Pro und Crucial T710 sind sehr schnell, wenn auch knapp dahinter. Wer auf den Preis achtet, findet mit der Kioxia Exceria Plus G4 einen flotten Preistipp. PNY CS3150-XHS ist schnell, aber mit aktivem Lüfter. Crucial P510 liefert solides Mittelfeld-Tempo. Die NM990 ist ein Sonderfall: sehr stark beim Lesen, schwach beim Schreiben.
Was kostet der Spaß?
PCIe-5.0-SSDs sind noch deutlich teurer: 1 TB startet grob ab 150 Euro, während gute PCIe-3.0-Modelle gleicher Größe um 50 Euro liegen. Wer primär Gaming-Level-Loads und Alltagskram hat, fährt mit einer guten PCIe-4.0-SSD preiswerter. Wer regelmäßig große Datenmengen bewegt oder Workflows beschleunigen will, profitiert vom 5.0-Sprung.
Woran orientiere ich mich beim Kauf?
Fragen Sie sich: Brauche ich Spitzen-Schreibleistung (Video-Exports, große Backups) oder vor allem Lesetempo (Level-Loads, Projekt-Opens)? Passt mein System für PCIe 5.0? Plane ich Dauerlast – dann unbedingt einen kräftigen Heatsink wählen. Computer Bild betont: Der beste Gesamteindruck entsteht, wenn Controller-Leistung, IOPS, Kühlung und System-Plattform zusammenpassen.