Car&Hifi - 3 Koaxiallautsprecher Testsieger

3 Koaxiallautsprecher im Test-Vergleich von Car&Hifi

Car&Hifi

02/2025 - Car&Hifi

Testbericht: Eton PFX – Bezahlbare Koaxiallautsprecher mit beeindruckender Performance

Im Bereich der Car-Audio-Systeme steht Eton für Qualität und Innovation. Mit der neuen PFX-Serie wagt sich der deutsche Hersteller ins Einstiegssegment – jedoch ohne Kompromisse bei Klang und Verarbeitung. Die Modelle PFX 10, PFX 13 und PFX 16 versprechen eine erstklassige Performance zu einem erschwinglichen Preis. Doch können sie wirklich überzeugen? Der ausführliche Test zeigt, wie sich die Koaxiallautsprecher im Labor und im Hörtest schlagen.

Wie sind die Lautsprecher konstruiert?

Trotz ihres günstigen Preises setzen die PFX-Modelle auf hochwertige Materialien und bewährte Technologien. Die Membranen bestehen aus dickem Papier und sind mit sichelförmigen Prägungen versehen, die für zusätzliche Steifigkeit sorgen und Resonanzen minimieren. Diese Technik wurde ursprünglich für die PRA-Serie entwickelt und kommt nun auch bei den PFX-Lautsprechern zum Einsatz.

Die stabilen Blechkörbe sind pulverbeschichtet und verfügen über Belüftungsöffnungen unter der Zentrierspinne, um die Kühlung der Schwingspule zu optimieren. Besonders bemerkenswert ist die sorgfältige Verarbeitung der Polplatten: Die obere Platte ist plangefräst, sodass sie perfekt auf dem Ferritmagneten aufliegt und das Magnetfeld effizient genutzt wird.

Alle drei Modelle sind mit 25-Millimeter-Schwingspulen ausgestattet, die auf Aluminiumträgern gewickelt sind. Trotz der kompakten Bauweise der Koaxiallautsprecher, bei denen der Hochtöner in der Mitte des Tieftöners sitzt, wurde hier keine Kompromisse gemacht.

Was macht die Hochtöner besonders?

Ein Highlight der PFX-Serie sind die Gewebehochtöner – ein Merkmal, das in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich ist. Während viele günstige Lautsprecher auf Kunststoffkalotten setzen, verwendet Eton hauchdünne Gewebemembranen, die für einen klaren und detaillierten Hochton sorgen. Interessanterweise sind die Hochtöner je nach Modell unterschiedlich dimensioniert: Der PFX 16 bietet einen 25-mm-Hochtöner für noch mehr Präzision im Hochtonbereich, während die Modelle PFX 10 und PFX 13 mit 19-mm-Hochtönern ausgestattet sind, die ebenfalls eine exzellente Performance liefern.

Die Hochtonweiche ist bewusst minimalistisch gehalten: Ein kleiner Elko als Hochpassfilter sorgt dafür, dass die hohen Frequenzen klar und sauber wiedergegeben werden, während der Tieftöner ungefiltert spielt. Diese einfache, aber effektive Lösung spart Kosten, ohne die Klangqualität zu beeinträchtigen.

Wie schneiden die Lautsprecher im Messlabor ab?

Im Labor zeigen die PFX-Lautsprecher eine beeindruckende Performance. Alle drei Modelle bieten einen weitreichenden Frequenzgang und arbeiten bis in den Bereich von 30 kHz – ein Wert, der selbst in höheren Preisklassen nicht selbstverständlich ist.

Der PFX 16 liefert dank seines größeren Hochtöners eine besonders lineare Hochtonwiedergabe und glänzt zudem mit sehr niedrigen Verzerrungswerten. Eine kleine Resonanzstelle bei 2,8 kHz ist zwar messbar, aber im praktischen Hörtest kaum wahrnehmbar. Der PFX 13 überrascht mit einer genauso niedrigen Resonanzfrequenz wie der größere PFX 16, was für eine gute Basswiedergabe sorgt. Der kleinste im Bunde, der PFX 10, überzeugt vor allem durch seine ausgeglichene Abstrahlcharakteristik unter verschiedenen Winkeln – ein entscheidender Vorteil für die Installation im Auto, wo die Lautsprecher selten direkt auf den Hörer ausgerichtet sind.

Die Nennimpedanz aller drei Modelle beträgt 3 Ohm, wodurch sie auch an weniger leistungsstarken Autoradios eine hohe Lautstärke erzielen können. Mit einem Schalldruck von 85 dB (PFX 10), 86 dB (PFX 13) und 88 dB (PFX 16) bieten die Lautsprecher eine gute Empfindlichkeit, die im Alltag für eine druckvolle Wiedergabe sorgt. Die empfohlene Verstärkerleistung liegt bei 30 bis 100 Watt, was eine breite Kompatibilität mit unterschiedlichen Car-Audio-Systemen gewährleistet.

Wie klingen die Lautsprecher im Praxistest?

Im Hörtest beweisen die PFX-Modelle, dass guter Klang nicht teuer sein muss. Alle drei Lautsprecher bieten eine angenehm neutrale Klangcharakteristik, wie man sie von Papiermembranen kennt: Stimmen und Instrumente klingen natürlich und authentisch, ohne verfärbt oder künstlich zu wirken. Die Gewebehochtöner liefern eine feine Auflösung und streuen die richtigen Details in den Hochtonbereich, ohne aufdringlich zu wirken. Die Räumlichkeit ist ebenfalls überzeugend – die Musik wirkt offen und luftig, sodass die einzelnen Instrumente klar im Raum positioniert sind.

Auch im Bassbereich zeigen die Lautsprecher eine solide Performance. Der PFX 16 punktet mit einem kräftigen Fundament, während der PFX 13 und der PFX 10 trotz ihrer kleineren Membranflächen erstaunlich druckvoll spielen. Dank der niedrigen Resonanzfrequenzen sind alle drei Modelle in der Lage, tiefe Frequenzen sauber und präzise wiederzugeben.

Wie schneiden die Lautsprecher im Vergleich ab?

Alle drei Modelle wurden in den Kategorien Klang, Labor und Praxis bewertet und erzielten hervorragende Ergebnisse. Die Klangbewertung liegt jeweils bei 1,2, wobei insbesondere das Bassfundament, die Transparenz und die Räumlichkeit Bestnoten erhielten. Die Frequenzgänge sind für Koaxiallautsprecher sehr ausgeglichen, auch wenn auf Achse leichte Welligkeiten auftreten – ein bekanntes Phänomen bei dieser Bauart, das jedoch im Fahrzeug kaum ins Gewicht fällt.

Im Labor wurde der Frequenzgang, der Maximalpegel und die Verzerrungen mit jeweils 1,5 bewertet, während die Verarbeitung die Note 1,0 erhielt. In der Praxis überzeugen die Lautsprecher mit einer unkomplizierten Installation und einer robusten Bauweise, die auch unter anspruchsvollen Bedingungen für eine lange Lebensdauer sorgt.

Die Gesamtbewertung aller drei Modelle liegt bei 1,4, was ihnen die Einstufung in die Oberklasse sichert. Besonders hervorzuheben ist das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis, das die PFX-Serie zu einer attraktiven Wahl für preisbewusste Musikliebhaber macht.

Lohnt sich der Kauf der Eton PFX-Serie?

Die Antwort lautet: Ja! Mit der PFX-Serie beweist Eton, dass auch günstige Lautsprecher eine beeindruckende Klangqualität liefern können. Die Kombination aus hochwertigen Materialien, durchdachter Konstruktion und klanglicher Performance macht die PFX-Modelle zu einer der besten Optionen im Einstiegssegment.

Besonders positiv hervorzuheben sind die Gewebehochtöner, die für eine detaillierte und klare Hochtonwiedergabe sorgen, sowie die neutralen Papiermembranen, die Stimmen und Instrumente authentisch wiedergeben. Die solide Verarbeitung und die praxisgerechte Ausstattung runden das Gesamtpaket ab.

Fazit: Können die PFX-Lautsprecher überzeugen?

Definitiv! Die Eton PFX-Serie liefert eine Klangqualität, die weit über dem liegt, was man in dieser Preisklasse erwartet. Von der hochwertigen Verarbeitung über die praxisgerechte Konstruktion bis hin zur beeindruckenden Klangperformance überzeugen die Lautsprecher auf ganzer Linie.

Egal, ob für den Einstieg in die Car-Audio-Welt oder als Upgrade für das werkseitige Soundsystem – die PFX 10, PFX 13 und PFX 16 bieten ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind eine klare Empfehlung für alle, die mehr aus ihrer Musik herausholen möchten.

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