Car&Hifi - Power Expansion Verstärkerserie von HiFonics Testsieger
Power Expansion Verstärkerserie von HiFonics im Test-Vergleich von Car&Hifi
06/2025 - Car&Hifi
Inhaltsverzeichnis
Hifonics ZXR-E im Check: Was steckt hinter der neuen „E“-Reihe?
Car&Hifi hat fünf Modelle der neuen ZXR-E-Serie gegen die etablierten ZXR-Verstärker gespiegelt – mit einem klaren Konzept: etwas weniger Ausstattung, dafür mehr Leistung oder ein attraktiverer Preis. Optisch bleiben die Amps der Zeus-Familie treu: stranggepresstes Gehäuseprofil (150 mm breit, 50 mm hoch), wertige Abschlussblenden, solide Haptik. Elektrisch sind die ZXR-E jedoch eine frisch konstruierte Generation – bei den Monos wachsen Netzteil und Tiefpassspulen proportional zur Leistung, die 1500er bekommt ein Doppelnetzteil. Die Vierkanäler setzen auf moderne Platinen-Layouts; in der ZXR500/4E arbeitet Infineons Merus-Endstufenchip (MA5332) kühlkörperlos – Stand der Technik.
Wie alltagstauglich ist die Ausstattung im Fahrzeug?
Die drei Monos (ZXR750/1E, ZXR1000/1E, ZXR1500/1E) kommen schlank: variabler Tiefpass, schaltbarer Subsonic um 30 Hz und ein Boost bei 45 Hz – dazu stets eine Fernbedienung. Hochpegeleingänge fehlen bewusst, was sie als ideale Spielpartner für einen DSP oder eine Frontend-Endstufe positioniert. Die beiden Vierkanäler (ZXR500/4E, ZXR1200/4E) sind praxisnäher bestückt: wahlweise Hoch-/Tiefpass bis 5 kHz, Bassboost auf CH 3/4, High-Level-Inputs samt EPS für Diagnose-Radios und Start-Stopp-Toleranz. Damit lassen sich Frontsystem plus Sub sauber aufbauen – ohne Funktionsballast, der unterwegs selten benötigt wird. Auch das betont Car&Hifi im Serientest.
Wie viel Leistung liefern die ZXR-E auf dem Prüfstand?
Kurz: deutlich mehr, als die kompakten Maße vermuten lassen. Die Monos fühlen sich an niedrigen Impedanzen wohl und zeigen im Bassbereich stimmige Verzerrungswerte: Die 750/1E legt rund 367/601/772 W an 4/2/1 Ω hin, die 1000/1E etwa 526/810/935 W, die 1500/1E schließlich 774/1252/1503 W – ein souveränes Stufungskonzept. Bei den Vierkanälern übertrifft die ZXR500/4E die Nennwerte (ca. 80 W @ 4 Ω, 143 W @ 2 Ω pro Kanal), während die ZXR1200/4E mit rund 206/354 W pro Kanal Maßstäbe in ihrer Klasse setzt und dabei extrem niedrige Klirrwerte zeigt. Das Labor-Bild passt damit zur Produktidee: weniger Schalter, mehr echte Ausgangsleistung.
Und auf der Straße – wie klingen sie?
Im Fahrbetrieb bestätigt sich der Labor-Eindruck. Schon die ZXR750/1E treibt einen 12-Zöller mit Nachdruck; die ZXR1000/1E legt vor allem im Tiefbass an Reserven zu und bedient Pegelwünsche ohne Härten. Die ZXR1500/1E setzt das i-Tüpfelchen in Form zusätzlicher Headroom – hörbar, aber nicht brachial überzeichnet; wer das Budget hat, nimmt die Gelassenheit mit. Die ZXR500/4E spielt im Mittel-/Hochton fein durchzeichnet mit stimmiger Bühne – ideal für „Leisehörer“ und Alltag. Die ZXR1200/4E addiert Dynamik, Pegelfestigkeit und Kontrolle, wenn ein anspruchsvolles Frontsystem wirklich Luft nach oben bekommen soll. Genau diese Gewichtung arbeitet Car&Hifi im Praxisteil heraus.
Welche Variante passt zu welchem Ausbau?
Wer DSP-geführt aufbaut und den Bass gezielt verstärken will, ist mit einer der drei Monos richtig abgestuft; die 1000/1E trifft den Sweet Spot aus Preis und Reserven, die 1500/1E gönnt dem Setup spürbar mehr Luft. Für kompakte, OEM-nahe Upgrades mit Frontsystem und kleinem Sub bietet die ZXR500/4E die musikalisch runde Basis, während die ZXR1200/4E für leistungsfähige Komponenten und hohe Dauerpegel prädestiniert ist. Unterm Strich sind die ZXR-E aus Sicht des Car&Hifi-Tests eine sinnvolle Erweiterung der Zeus-Familie: moderne Innereien, klare Feature-Prioritäten und vor allem belastbare Wattzahlen – genau dort, wo es im Fahrzeug zählt.