Camper Vans - 5 Vorzelte für Campingbusse Testsieger

5 Vorzelte für Campingbusse im Test-Vergleich von Camper Vans

Camper Vans

04/2025 - Camper Vans

Wie gut sind Vorzelte für Campingbusse?

Wer regelmäßig mit dem Campingbus unterwegs ist, kennt die Situation: Der Platz im Fahrzeug ist begrenzt, vor allem bei längeren Aufenthalten auf dem Campingplatz. Vorzelte sind da die perfekte Ergänzung – sie schaffen zusätzlichen Raum zum Wohnen, Kochen, Verstauen und Schlafen. Das Magazin CamperVans hat sich in seiner Ausgabe 4/2025 mit genau diesem Thema beschäftigt und fünf Vorzelte für Campingbusse in einem ausführlichen Praxistest unter die Lupe genommen.

Im Fokus standen Freistehende Vorzelte mit sogenannter Drive-Away-Funktion, die beim Ausflug mit dem Camper auf dem Stellplatz verbleiben können. So wird das Zelt zur mobilen Basisstation. Der Wohnraum wächst um mehrere Quadratmeter – und auch bei schlechtem Wetter oder brennender Sonne bleibt man geschützt. Das klingt nach einem kleinen „Tiny House“ für unterwegs – und genau das haben die Tester in der Praxis überprüft.

Was wurde getestet?

Das Team von CamperVans hat sich auf Modelle konzentriert, die speziell für Campingbusse geeignet sind – mit einer Anschlusshöhe zwischen 180 und 220 Zentimetern. Untersucht wurden sowohl moderne Luftzelte als auch ein klassisches Gestängezelt. Mit dabei waren:

  • Vango Versos Air Low
  • Kampa Cross Air TC
  • EuroTrail San Marino Air
  • Outwell Talladega Air
  • Vango Tailgate Hub II Low

Die Vorzelte wurden in mehreren Kategorien bewertet, etwa beim Aufbau, Platzangebot, Raumgefühl, Belüftung und Praxistauglichkeit. Zudem spielten Faktoren wie Gewicht, Packmaß und Verbindung zum Fahrzeug eine Rolle.

Luft oder Gestänge – was passt besser zum Campingalltag?

Ein zentrales Thema des Tests: die Wahl zwischen Luft- und Gestängekonstruktion. Luftzelte, die sich mit einer Pumpe aufrichten lassen, dominieren heute den Markt. Sie lassen sich in wenigen Minuten aufbauen, wirken allerdings oft etwas wuchtig und benötigen mehr Stauraum. Gestängezelte sind in der Regel leichter, dafür aber aufwendiger im Aufbau.

Das zeigte sich auch im Test: Das Vango Versos Air Low mit seinen flexiblen Kombinationsmöglichkeiten überzeugte durch Schnelligkeit und Vielseitigkeit. Mit 18 möglichen Konfigurationen lässt sich das Zelt individuell anpassen – ob Schlafkabine, Eingang oder Schleuse. Das klassische Gestängezelt Vango Tailgate Hub II Low punktete vor allem durch sein geringes Gewicht und das kompakte Packmaß. Für längere Aufenthalte mit viel Komfort ist es aber weniger geeignet.

Was zählt beim Kauf eines Vorzelts wirklich?

Neben der Aufbauart kommt es auf einige zentrale Eigenschaften an. Wichtig ist zum Beispiel eine ausreichend hohe Wassersäule – sie gibt an, wie regendicht ein Zelt ist. 3.000 Millimeter gelten als Mindeststandard, Modelle wie das Kampa Cross Air TC erreichen sogar 6.000 Millimeter.

Auch das Raumgefühl spielt eine Rolle. Das Kampa-Zelt etwa bietet mit 240 Zentimetern die höchste Decke im Test, was sich besonders bei warmem Wetter positiv auf das Innenklima auswirkt. Die Baumwollmischung des Materials sorgt zusätzlich für Atmungsaktivität – ein echter Vorteil gegenüber reinen Polyesterzelten.

Nicht zu vergessen: das Thema Belüftung und Insektenschutz. Hier schnitt das EuroTrail San Marino Air besonders gut ab. Es bietet gleich mehrere Fliegengitter und zusätzliche Lüftungsöffnungen – ein Segen an heißen Tagen und in mückenreichen Regionen.

Was ist bei der Verbindung mit dem Camper zu beachten?

Die Anbindung des Zelts an das Fahrzeug erfolgt über sogenannte Kederschienen – ein genormtes Stecksystem, bei dem ein Stoffkeder in eine Schiene am Fahrzeug oder an der Markise eingeschoben wird. Klingt einfach, erfordert aber Maßarbeit: Die Kedergröße muss zur Nut der Schiene passen. Adapter können hier helfen, wenn die Größen nicht exakt harmonieren.

Drive-Away-Kits ermöglichen das flexible Abkoppeln des Zelts bei einem Ausflug mit dem Bus. Manche Hersteller – etwa Outwell – setzen auf eine separate Schleuse zwischen Fahrzeug und Zelt. Diese Lösung ist etwas aufwendiger im Aufbau, erleichtert aber das spätere Wiederandocken.

Gibt es echte Schwachpunkte?

Auch im besten Vorzelt finden sich kleine Mankos. So fiel im Test etwa auf, dass einige Modelle – wie das Talladega Air von Outwell – vergleichsweise kleine Türen haben, was beim ständigen Ein- und Aussteigen lästig sein kann. Beim Tailgate Hub II bemängelten die Tester eine eher knappe Belüftung und das Fehlen eines Vordachs – bei Regen tropft es dann direkt in den Eingangsbereich.

Auch die Pumpenqualität variierte: Manche Zelte kommen mit einfachen Doppelhubpumpen ohne Manometer, was das richtige Aufpumpen zur Gefühlssache macht. Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass Luftzelte durch ihre Konstruktion meist schwerer und sperriger sind – das größte Testmodell brachte 25,2 Kilogramm auf die Waage.

Für wen lohnt sich ein Busvorzelt?

Die Redaktion von CamperVans kommt zu einem differenzierten Fazit. Wer öfter mehrere Nächte am gleichen Ort verbringt, profitiert deutlich von einem Vorzelt. Es erweitert nicht nur den Wohnraum, sondern bietet auch Stauraum und Rückzugsfläche. Für Familien mit Kindern kann eine zusätzliche Schlafkabine Gold wert sein.

Spontane Kurzcamper, die häufig den Stellplatz wechseln, dürften sich hingegen mit dem ständigen Auf- und Abbau schwertun – hier bieten sich leichtere Tarps oder Markisenvorzelte an. Wichtig ist immer, die eigenen Bedürfnisse genau zu kennen und das passende Modell entsprechend auszuwählen.

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