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Blumenerde

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Blumenerde Ratgeber

1. Woran erkenne ich gute Pflanzenerde?

Seramis Blumenerde ohne Torf
Blumen sorgen im Garten oder auch in Wohnung oder auf dem Balkon für einen schönen Anblick. Wer den Blumen möglichst einen optimalen Lebensraum schaffen will, sollte den Pflanzen eine entsprechend gute Blumenerde zur Verfügung stellen. Hierbei handelt es sich um ein industriell hergestelltes humusreiches Substrat, welches in der Regel Torf, Kalk, Düngemittel und Zuschlagstoffe enthält. Auch Kompost, Holzfasern oder Borke als Recycling-Materialien kommen nicht zuletzt aus Kostengründen zum Einsatz.

Auch wenn sich aber die grundlegende Zusammensetzung von Blumenerde ähnelt, gibt es von Blumenerde zu Blumenerde erhebliche Unterschiede. Woran Sie gute Blumenerde erkennen? Nachfolgende Tipps helfen bei der Auswahl.

  • Besitzt meist eine dunkle Farbe.
  • Sie besteht aus feinen und groben Bestandteilen.
  • Besitzt eine lockere Struktur und verklumpt nicht.
  • Frischer erdiger Geruch
  • Reich an Humus ohne viele unverrottete Bestandteile.
  • Besitzt eine gute Wasserspeicherung und kann zu viel Wasser ableiten.
  • Ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium.
  • PH-Wert zwischen 5,5 und 7.
  • Möglichst aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt.

2. Welchen Vorteil bietet Mulch?

Hamann Lava-Mulch

Mulch wird von vielen Gärtnern gerne unter Bäumen und Sträuchern verteilt. Die Mulchschicht aus Kiefernrinde oder anderen Holzsubstraten bietet durchaus einige Vorteile. Auf der einen Seite sorgt die Mulchschicht dafür, dass der Boden locker bleibt und nicht austrocknet, aber auch Unkraut kann sich aufgrund von Mulch weniger schnell ausbreiten.

Auf der anderen Seite bietet die Mulchschicht aber einen Ort für die perfekte Ausbreitung von Schnecken. Am Tag verkriechen sie sich unter dieser Schicht, in der Nacht können sie mit ihrer Aktivität jedoch einen Schaden an den Pflanzen anrichten. Mineralische Beläge mit scharfen Kanten stellen hier eine günstige Alternative zu Mulch dar.

3. Torffreie Blumenerde - die bessere Alternative?

Der Einsatz von Torf in Blumenerde ist aus ökologischer Sicht eher bedenklich. Torf wird in Mooren und natürlichen Senken abgebaut. Hier sammelt sich Wasser an und Pflanzen verrotten nur unvollständig. Durch diesen langsamen Verrottungsprozess wächst die Torfschicht um etwa 1 mm im Jahr, der Torf der in Blumenerde zum Einsatz kommt, ist mehrere Jahrtausende alt. Torf wird durch den Abbau und die Trockenlegung der Moore gewonnen, in Deutschland gelten bereits 95 Prozent aller Moore als Tot. Umso bedenklicher, da Moore als wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl an bedrohten Pflanzen und Tiere gelten.

Da Torf aber ein durchlässiger und feuchtigkeitsspendender Boden gilt, wird er gerne für Blumenerde genutzt. Da er gleichzeitig aber auch arm an Nährstoffen ist und schnell austrocknet, bieten sich grundlegend ökologisch bessere Alternativen an. Als gute Alternativen zu Torferde bieten sich nachwachsende Rohstoffe wie Fichtenrinde, Rindenhumus, Holzfasern oder auch Kokosfasern an. Torffreie Blumenerde schon die wichtigen Moore unserer Erde.

4. Wann lohnt sich Spezialerde?

Compo Sana Rhododendronerde

Pflanze ist nicht gleich Pflanze, sodass für unterschiedliche Arten auch andere Blumenerden sinnvoll sein können. Jede Pflanze stellt verschiedene Ansprüche an den Boden, sodass die falsche Erde unter Umständen zum Sterben der Pflanze führen kann. Für einige Pflanzen bieten sich daher spezielle Erden mit explizit abgestimmten Nährstoffgehalt an.

Im Handel gibt es Spezialerden für verschiedene Gruppierungen von Pflanzen:

  • Bonsaierde
  • Geranienerde
  • Kakteenerde
  • Rhododendronerde

Diese und weitere Spezialerden sollen die entsprechenden Pflanzen optimal mit den geforderten Nährstoffen versorgen. Mit Hilfe von Spezialerde lassen sich Nährstoffdefizite im eigenen Garten gut ausgleichen, wobei Spezialerde gerade bei Aussaat und Anzucht oftmals eine sehr gute Wahl darstellt.

Auch bei Topfpflanzen ist speziell abgestimmte Erde oftmals eine gute Wahl. Das Nährstoffdepot ist in einem Blumentopf eingeschränkt, sodass hier die optimale Versorgung für ein gutes Wachstum umso wichtiger ist.

5. Pflanzerde im Test

Externer Inhalt: Youtube Video