Rennrad Radsportmagazin - 16 Gravel-Bikes Testsieger
16 Gravel-Bikes im Test-Vergleich von Rennrad Radsportmagazin
In diesem Vergleich wurden getestet:
05/2025 - Rennrad Radsportmagazin
Inhaltsverzeichnis
Wie entwickeln sich Gravel-Bikes heute?
Gravel-Bikes haben sich zu einer vielseitigen Fahrradkategorie entwickelt, die für Touren, Rennen und den Alltag gleichermaßen geeignet ist. Das Magazin RennRad hat 16 aktuelle Modelle getestet. Dabei standen Komfort, Geschwindigkeit, Geländetauglichkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis im Mittelpunkt.
Die Bandbreite im Test zeigt deutlich, wie unterschiedlich die Ausrichtungen der Räder inzwischen sind – von rennorientierten Modellen bis hin zu robusten Alltagsrädern.
Welche Testkriterien wurden angewendet?
Im Vergleichstest wurden verschiedene Aspekte analysiert:
- Rahmenmaterial (Carbon, Aluminium, Stahl)
- Gewicht
- Reifenbreite und Profil
- Geometrie und Sitzposition
- Ausstattung wie Schaltgruppen und Bremsen
Der Fokus lag darauf, die Räder unter realistischen Bedingungen für verschiedene Einsatzbereiche zu bewerten: von kurzen Trainingsfahrten bis zu mehrtägigen Touren.
Wie unterscheiden sich die getesteten Räder?
Spielt die Reifenbreite eine große Rolle?
Die Reifenbreiten reichten im Test von 36 bis 50 Millimetern. Schmale Reifen, wie sie am Gunsha ATR 4.0 PX verbaut sind, deuten auf einen Fokus auf Geschwindigkeit und Asphalt hin. Breite Reifen, wie beim Bombtrack Beyond AL, bieten mehr Komfort und bessere Geländetauglichkeit, eignen sich jedoch weniger für schnelles Fahren auf der Straße.
Welches Material dominiert den Rahmenbau?
Neun der sechzehn getesteten Modelle bestehen aus Carbon. Aluminium bleibt aber stark vertreten und ist bei sechs Modellen zu finden. Ein Stahlrahmen – beim Pure Bros Expro 800 – stellt eine Ausnahme dar, zeigt jedoch, dass Gewicht nicht immer der wichtigste Faktor für Tourenräder ist.
Was bieten die einzelnen Modelle?
Bombtrack Beyond AL: Vielseitig einsetzbar?
Das Bombtrack Beyond AL richtet sich klar an Fahrer, die auf lange Strecken und unbefestigte Wege setzen. Mit 11,64 Kilogramm ist es eines der schwersten Räder im Test. Dafür punktet es mit zahlreichen Montagepunkten und einer einsteigerfreundlichen Schaltung. Die Geometrie ist komfortabel, das Fahrverhalten stabil.
Specialized Crux DSW: Für sportliche Einsätze geeignet?
Das Specialized Crux DSW setzt auf Agilität und Sportlichkeit. Die Sitzposition ist gestreckt und tief. Mit 9,71 Kilogramm und einem steifen Aluminiumrahmen spricht es Fahrer an, die eine direkte Kraftübertragung und eine rennorientierte Geometrie schätzen.
Gunsha ATR 4.0 PX: Leicht und effizient?
Mit nur 8,19 Kilogramm ist das Gunsha ATR 4.0 PX das leichteste Modell. Es bietet ein gutes Beschleunigungsvermögen und hohe Agilität. Die schmalen Reifen zeigen allerdings, dass dieses Rad eher auf Asphalt und leichtem Schotter seine Stärken ausspielt.
Canyon Grizl CF SL 8: Eine gute Wahl für lange Touren?
Das Canyon Grizl CF SL 8 bietet eine ausgewogene Mischung aus Laufruhe und Wendigkeit. Die Geometrie fällt komfortabel und langstreckentauglich aus. Mit 9,27 Kilogramm liegt es im vorderen Drittel des Testfeldes. Die Ausstattung richtet sich an Fahrer, die Wert auf Vielseitigkeit legen.
Gibt es besondere technische Lösungen?
Einige Modelle bringen interessante Details mit:
- Beim Giant Revolt Advanced 2 lässt sich der Radstand durch ein Flip-Chip-System verändern, wodurch sich Agilität oder Laufruhe anpassen lassen.
- Das Raymon Soreno Pro bietet als einziges Rad eine elektronische Schaltung, was die Gangwechsel besonders präzise gestaltet, aber das Gesamtgewicht etwas erhöht.
Für wen eignet sich welches Gravel-Bike?
Je nach Einsatzbereich und Vorlieben findet sich im Testfeld ein passendes Rad:
- Sportlich ambitionierte Fahrer greifen eher zu Modellen wie dem Specialized Crux DSW oder dem Gunsha ATR 4.0 PX.
- Tourenfahrer und Pendler finden robuste und komfortable Lösungen beim Bombtrack Beyond AL oder beim Canyon Grizl CF SL 8.
- Wer maximale Flexibilität sucht, könnte mit dem Giant Revolt Advanced 2 eine interessante Option haben.
Welches Gravel-Bike überzeugt im Test?
Das Testfeld zeigt deutlich, dass sich Gravel-Bikes immer stärker auf bestimmte Einsatzzwecke spezialisieren. Ein leichtes Rad ist nicht automatisch das beste für lange Touren. Genauso wenig eignet sich ein besonders robustes Bike unbedingt für Rennen.
Der persönliche Fahrstil, die bevorzugten Strecken und der Anspruch an Komfort oder Geschwindigkeit sollten bei der Auswahl eine zentrale Rolle spielen. Fast alle getesteten Modelle bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei je nach Vorliebe einzelne Stärken oder Schwächen ins Gewicht fallen können.