Öko-Test - Bio-Getreidebrei Testsieger
Bio-Getreidebrei im Test-Vergleich von Öko-Test
In diesem Vergleich wurden getestet:
08/2025 - Öko-Test
Inhaltsverzeichnis
Wie gut schneiden Bio-Getreidebreie aktuell ab?
ÖKO-TEST hat neun Bio-Getreidebreie zum Anrühren geprüft. Fünf Produkte erhielten „sehr gut“, zwei fielen mit „mangelhaft“ auf: Babydream Bio 3-Korn Getreidebrei (Rossmann) sowie Holle Bio Vollkorngetreidebrei 3-Korn, glutenfrei. Positiv: Keinem Brei waren Zucker, Salz oder Aromen zugesetzt, und „sehr gute“ Qualität gibt es schon ab rund 62 Cent pro 100 Gramm.
Wo liegen die größten Risiken im Brei?
ÖKO-TEST sieht zwei Dauerbaustellen: anorganisches Arsen und Schimmelpilzgifte. Arsen kann sich insbesondere in Reis anreichern. Im Test schöpften zwei 3-Korn-Breie den strengeren Beikost-Grenzwert zur Hälfte aus, der glutenfreie Reisbrei überschritt ihn deutlich. Bei den Pilzgiften T-2/HT-2 lagen fast alle Proben im Spurenbereich; zwei erreichten jedoch Werte, die den Höchstgehalt zur Hälfte ausschöpfen.
Sollte Reis im Babybrei lieber selten auf den Tisch?
Ja, rät ÖKO-TEST. Da Reis häufig höher mit anorganischem Arsen belastet ist, lohnt Abwechslung mit Hafer, Dinkel, Gerste oder Roggen. Wer aus medizinischen Gründen glutenfrei füttern muss, kann eher auf Hirse als auf Reis ausweichen. Für alle anderen deuten Studien darauf hin, dass die Einführung kleiner Mengen glutenhaltiger Getreide ab dem fünften Monat unproblematisch ist.
Was spricht für die geprüften Bio-Breie?
ÖKO-TEST hebt mehrere Lichtblicke hervor: Keine nachweisbaren Pestizide, Blei und Cadmium jeweils deutlich unter den EU-Grenzwerten, mikrobiologisch unauffällig und nur sehr geringe Mineralölspuren. Das einzig als glutenfrei ausgelobte Produkt war es auch. Außerdem erfüllen alle die Vorgabe, Vitamin B1 (Thiamin) zuzusetzen, das Babys für Stoffwechsel und Nervensystem brauchen.
Woran erkennen Eltern unkritische Rezepturen?
Die Zutatenlisten sind kurz und klar: Vollkornmehle plus vorgeschriebenes Vitamin B1. Da vielen Produkten ohnehin keine Aromen zugesetzt sind, ist die Werbung „ohne Aromen“ eher eine Selbstverständlichkeit – ÖKO-TEST wertete solche Auslobungen daher als „Weitere Mängel“. Werbeclaims sollten Eltern deshalb gelassen lesen und lieber die Nährstoff- und Getreidebasis prüfen.
Ab wann und wie passt Getreidebrei gut in den Beikost-Alltag?
Zwischen dem fünften und siebten Monat kann schrittweise gestartet werden. Abends eignet sich ein milchhaltiger Getreide-Obst-Brei gut zum Sattwerden; tagsüber passt eine wasserbasierte Variante mit Obst und etwas Rapsöl. ÖKO-TEST erinnert daran, bei vegetarischer Ernährung auf die Eisenversorgung zu achten und bei veganer Ernährung ärztlich begleiten zu lassen.