MountainBIKE - 5 E-MTB-Motoren Testsieger

5 E-MTB-Motoren im Test-Vergleich von MountainBIKE

MountainBIKE

11/2025 - MountainBIKE

Wie viel Power braucht ein E-MTB wirklich?

In einem groß angelegten Vergleichstest hat das Magazin MountainBIKE zehn aktuelle E-Mountainbike-Motoren auf einem anspruchsvollen Uphill-Trail miteinander verglichen – darunter Full-Power-Antriebe und leichtere Light-Assist-Systeme. Ziel war es herauszufinden, welcher Motor nicht nur mit Zahlen auf dem Papier überzeugt, sondern auf dem Trail wirklich performt.

Was sagt die Bestzeit über die Qualität aus?

Mit einer Rekordzeit von 1:40,53 Minuten setzte sich der neue DJI Avinox M1 deutlich an die Spitze. Doch so beeindruckend seine 1000 Watt Leistung und 120 Nm Drehmoment auch sind – sie erfordern Erfahrung im Gelände. Unerfahrene Fahrer:innen könnten mit der spritzigen Kraft überfordert sein. Das zeigte sich auf technischen Passagen mit nassem Wurzelwerk, wo eine feinfühlige Kraftabgabe wichtiger ist als reine Power.

Wie schneiden bekannte Systeme wie Bosch und Specialized ab?

Bosch zeigt mit dem überarbeiteten Performance Line CX Gen 5, dass Power und Kontrolle sich nicht ausschließen müssen. Der 100-Nm-Motor lässt sich dank durchdachter Software fein dosieren und punktet mit gut abgestimmten Unterstützungsmodi – was sich auch in einer soliden Testzeit von 2:05,55 Minuten widerspiegelt. Specialized überzeugt mit dem S-Works 3.1 durch gleichmäßige Kraftentfaltung und intuitive Bedienung. Auch er gehört mit knapp unter zwei Minuten zur Spitzengruppe, bietet aber mehr Fahrkomfort als der brachiale DJI.

Was leisten die leichteren Antriebe?

Auch Light-Assist-Motoren haben ihre Stärken: Der Fazua Ride 60 tritt mit nur 1,96 Kilogramm Motorengewicht an und überzeugt mit natürlichem Tretgefühl sowie leiser Arbeitsweise. Zwar ist er nicht der Schnellste im Feld (2:44,33 Minuten), bietet aber gerade für sportliche Touren und leichte Trailfahrten ein rundes Gesamtpaket. Seine geringe Lautstärke und der moderate Schub kommen vor allem Fahrer:innen entgegen, die auf ein natürliches Fahrverhalten Wert legen.

Der Test macht deutlich: Die Wahl des „besten“ Motors hängt stark vom Einsatzzweck ab. Während einige Systeme auf maximale Leistung setzen, punkten andere durch Kontrolle, Geräuscharmut oder Effizienz – und nicht immer ist Bestzeit gleich Fahrspaß.