CT Magazin - 11 Notebooks mit integrierter KI-Einheit (NPU) Testsieger
11 Notebooks mit integrierter KI-Einheit (NPU) im Test-Vergleich von CT Magazin
In diesem Vergleich wurden getestet:
12/2024 - CT Magazin
Inhaltsverzeichnis
Welche neuen Notebook-CPUs sind 2024/25 im Rennen?
Im Test des c’t Magazins traten 2024 erstmals vier Plattformen mit integrierter KI-Einheit (NPU) gegeneinander an: Qualcomms ARM-Chip Snapdragon X Elite, Intels Core Ultra 200V (Lunar Lake), AMDs Ryzen AI 300 und Apples M4 im MacBook Pro. Jede CPU-Familie setzt dabei eigene Schwerpunkte: Qualcomm punktet mit extrem langen Laufzeiten unter Windows, Intel baut kompakte Systeme im neuen Chip-plus-RAM-Gehäuse, AMD liefert viel Single- und Multicore-Power und Apple kombiniert macOS-Optimierung mit Mini-LED-Display und starker Single-Core-Performance.
Wie hat c’t die Notebooks vergleichbar gemacht?
c’t wählte bewusst Modelle, die sich nur in der CPU unterscheiden, während Gehäuse, Kühlung, Akkukapazität und Bildschirmgröße möglichst konstant blieben – beispielsweise Dells XPS 13 und Lenovos ThinkPad T14s jeweils mit Snapdragon und x86-Prozessoren. So entstanden faire Messergebnisse zu Leistung (Cinebench 2024), Effizienz und Akkulaufzeit bei 100 cd/m² Displayhelligkeit.
Welche Plattform liefert die längste Akkulaufzeit?
Qualcomm-Notebooks wie Lenovos ThinkBook 16 Gen7 erreichten im Idle über 35 Stunden, typisch Apple M4-Geräte rund 28 Stunden und ARM-Windows-Systeme von Samsung und MSI knapp 30 Stunden. Intels Core Ultra-200V-Geräte liegen meist um 19–21 Stunden, AMDs Ryzen AI-Modelle um 20 Stunden. OLED-Panels und Bildschirmdiagonale beeinflussen die Werte erheblich.
Wie unterscheiden sich Leistung und Kompatibilität?
Wer maximale Single-Core-Performance sucht, fährt mit Apples M4 vorneweg. Multicore-Power liefern insbesondere AMDs stärkere Ryzen AI-Varianten und Qualcomms Acht- bis Zwölfkerner im Snapdragon X Elite. Intels Lunar Lake-Chips liegen leistungstechnisch etwas zurück. Bei der x86-Abwärtskompatibilität dominieren klar Intel und AMD; ARM-Notebooks müssen Emulation nutzen, die nicht immer alle Windows-Anwendungen und Treiber abdeckt.
Welches Notebook-Profil passt zu welchen Anforderungen?
- Ultralange Mobilität: Snapdragon-Notebooks ab 800 Euro, ideal für Office und Web, solange keine exotischen x86-Programme laufen müssen.
- Beste Allround-Performance: MacBook Pro 14" mit M4 für macOS-Nutzer, die Single-Core-Power und HDR-taugliches Mini-LED-Display schätzen.
- Windows-Power-User: AMD-basierte ThinkPads oder Ryzen AI-300-Geräte bieten hohe Rechenleistung bei guter Kompatibilität.
- Komfort und Leichtbau: Intel Core Ultra 200V in schlanken Formfaktoren, wenn Windows-Kompatibilität wichtiger ist als Spitzen-Performance oder Akkulaufzeit.
Welches Fazit zieht c’t?
Kein Hersteller deckt alle Bedürfnisse ab: Wer superlange Akkus und Windows-KI-Features (Copilot+) will, greift zu ARM-Notebooks mit Snapdragon X Elite. Für traditionelle Windows-Kompatibilität und starke Alltags-Leistung bleibt Intel Core Ultra und AMD Ryzen AI erste Wahl. Mac-Enthusiasten genießen mit Apples M4 das rundeste Paket aus Performance, Laufzeit und Display-Technik. Die Wahl hängt also von Prioritäten bei Laufzeit, Performance und Software-Support ab – eine klare Empfehlung für c’t-Leser in jeder Kategorie.